{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-10-21", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-61-92--_1996-10-21.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003665.pdf?ID=150003665", "Checksum": "16cd2c41e5e4c77bde714dfe2876a538"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.92 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 21.10.1996 JAAC 61.92 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 21.10.1996 JAAC 61.92 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 21.10.1996 JAAC 61.92 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:58", "Checksum": "2974959993a02cd9737369cad0b64d25", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 21.10.1996 JAAC 61.92 \r\n\n 4\ndie Beschwerdeführerin steht die definitive Abfertigung nicht entgegen. Die\nRückforderung nach dieser Bestimmung ist nur auf dem Weg der Beschwerde\nmöglich.\nb. Das Gleichheitsprinzip und der Grundsatz der Rechtsgleichheit verlangen\nzwar grundsätzlich eine einheitliche Praxis, stehen aber einer Praxisänderung\nnicht entgegen, sofern diese auf sachlichen Gründen beruht. Sie ist mit der\nRechtsgleichheit vereinbar, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:\n- Es müssen ernsthafte und sachliche Gründe für die neue Praxis sprechen\n(BGE 122 I 59, 108 Ia 122 und 125). Eine Änderung lässt sich insbesondere im\nHinblick auf die künftige Entwicklung und die damit verbundenen Gefahren\nrechtfertigen (BGE 96 I 369 und 376);\n- das Interesse an der richtigen Rechtsanwendung muss gegenüber demjenigen\nan der Rechtssicherheit überwiegen (BGE 100 Ib 67);\n- die Änderung muss grundsätzlich erfolgen;\n- die Praxisänderung darf keinen Verstoss gegen Treu und Glauben darstellen\n(BGE 122 I 59 f., 103 Ib 197 und 201 f.; Ulrich Häfelin / Georg Müller, Grundriss\ndes Allgemeinen Verwaltungsrechts, Zürich 1993, Rz. 417 ff.).\n4.a. Steuerbemessungsgrundlage für den Zoll ist in der Regel das\nBruttogewicht der eingeführten Ware (Art. 23 ZG und Art. 2 Abs. 1 des\nZolltarifgesetzes vom 9. Oktober 1986 [ZTG], SR 632.10; Irene Steiner,\nSchweizerisches Zolltarifrecht, Zürich 1934, S. 195 ff.). Nach Art. 31 Abs. 1\nZG hat der Zollmeldepflichtige für die unter Zollkontrolle gestellten Waren\nden Abfertigungsantrag zu stellen und je nach der Bestimmung der Waren die\nZolldeklaration unter Vorlegung der für die Abfertigungsart erforderlichen\nBelege, Bewilligungen und anderen Ausweise in der vorgeschriebenen\nAnzahl, Form und Frist einzureichen. Bei der Abfertigung im Strassenverkehr\nmüssen Waren, für die keine Gewichtsdeklaration vorliegt, zollamtlich\nabgewogen werden (Art. 52 Abs. 1 der Verordnung vom 10. Juli 1926 zum\nZollgesetz [ZV], SR 631.01). Der Zollmeldepflichtige kann aber auch, wenn er\nan den ihm verfügbaren Gewichtsangaben zweifelt, selber die zollamtliche\nGewichtsermittlung (durch Voll- und Leerabwiegung des Fahrzeugs) verlangen\n(mittels Vermerk «Tarierung beantragt» auf dem Deklarationsformular und\nAbgabe des ausgefüllten Formulars 10.81/Tarierungsauftrag; vgl. Ziff. 121.1\nDienstanleitung für die einzelnen Verkehrsarten, Bd. I [D 12 I]).\nb. Der Deklarant, dem es an sich freigestellt wäre, für die Gewichtsangabe\nauf die Angaben in den Belegen abzustellen (vgl. Ziff. 122.43 Allgemeine\nDienstanleitung zu Zollgesetz und Vollziehungsverordnung), kann durch\ndie Voll- und Leerabwiegung des Fahrzeugs das Risiko ausschliessen, sich\nwegen einer falschen Gewichtsdeklaration strafbar zu machen. Davon zu\nunterscheiden ist die zollamtliche Gewichtsnachprüfung im Rahmen einer\nRevision (vgl. Art. 36 ZG und Art. 52 Abs. 3 zweitletzter Satz ZV). Weder das\nZollgesetz noch die Zollverordnung enthalten Vorschriften über die Art\nund Weise, wie die Abwiegung von unter Zollkontrolle stehenden Waren\nzu erfolgen hat. Geregelt ist die Tarierung einzig in den Dienstvorschriften\n(Ziff. 121 D 12 I; Ziff. 12.43 und 123.442 Allgemeine Dienstanleitung zu\nZollgesetz und Vollziehungsverordnung). Dort ist vorgesehen, dass die\nAbfertigung bei verlangter Tarierung provisorisch vorzunehmen ist und dass\ndem sich aus der Vollabwiegung abzüglich Leergewicht des Fahrzeugs laut\n\n"}