{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-10-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-60-80--_1995-10-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003200.pdf?ID=150003200", "Checksum": "19ea1cad39966656be521ffab4c83eca"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.80 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 02.10.1995 JAAC 60.80 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 02.10.1995 JAAC 60.80 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 02.10.1995 JAAC 60.80 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:03", "Checksum": "66ec0ff5bc8cbc4b3b394574bebbfb64", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 02.10.1995 JAAC 60.80 \r\n\n 8\ngeschildert. Ebensowenig vermag die Beschwerdeführerin rechtsgenügend\ndarzutun, dass die Beamten aufgrund der Sachverhaltsschilderung und des\ndaraus resultierenden Informationsstandes in guten Treuen hätten annehmen\nmüssen, sie führe die Ware lediglich zwecks Veredelung in die Schweiz ein,\nmit der Absicht, diese sodann wieder auszuführen. Jedenfalls lässt sich aus\nden genannten Unterlagen oder aus den übrigen Akten nicht schliessen,\ndie Beschwerdeführerin habe den Sachverhalt dergestalt geschildert,\ndass die Beamten daraus hätten schliessen müssen, sie beabsichtige die\nWare in der Schweiz nur zu veredeln. Für eine derart unvollständige\nSachverhaltsschilderung spricht auch der Umstand, wonach selbst die Firma\nZ, als internationales Transportunternehmen zweifelsohne Spezialistin\nin Zollfragen, anlässlich der Telefonate mit der Beschwerdeführerin vom\n24. Dezember 1993 beziehungsweise 24. März 1994, gemäss der hiervor\nzitierten Notiz ebensowenig auf die Möglichkeit der Freipassabfertigung\nim Veredelungsverkehr hinwies und nur über Fragen betreffend die\nUrsprungsregeln Auskunft erteilte.\nEs stellt sich nun die Frage, welche Rechtsfolge aus dem Umstand\nabzuleiten ist, dass der Wahrheitsgehalt der erwähnten Behauptung\nder Beschwerdeführerin als nicht bewiesen gilt. Gelangt die urteilende\nBehörde aufgrund der Beweiswürdigung nicht zur Überzeugung, die\nfeststellungsbedürftige Tatsache habe sich verwirklicht - das heisst\nsie ist unbewiesen - so fragt es sich, ob zum Nachteil der Zollbehörde\noder des Zollpflichtigen zu entscheiden ist, wer also die Folgen der\nBeweislosigkeit zu tragen hat. Nach der objektiven Beweislastregel ist\nzu Ungunsten desjenigen zu urteilen, der die Beweislast trägt (Gygi Fritz,\nBundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 280; Zweifel Martin, Die\nSachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, Zürich 1989,\nS. 109 f.). Die Zollbehörde trägt die Beweislast für Tatsachen, welche die\nZollpflicht als solche begründen oder die Zollforderung erhöhen, das heisst\nfür die zollbegründenden und -mehrenden Tatsachen. Demgegenüber ist\nder Zollpflichtige für die zollaufhebenden und -mindernden Tatsachen\nbeweisbelastet, das heisst für solche Tatsachen, welche Zollbefreiung oder\nZollbegünstigung bewirken (vgl. ASA 60 416, 59 634, 55 627; BGE 92 I 255 ff.;\nBlumenstein/Locher, a. a. O., S. 351; Gygi, a. a. O., S. 282; Zweifel, a. a. O., S. 48).\nDie Beschwerdeführerin macht eine Zollbefreiung, also eine zollaufhebende\nTatsache geltend, wofür demzufolge sie beweisbelastet ist. Ihr misslingt\nwie hiervor gezeigt der Beweis, dass die Zollbeamten annehmen konnten\nund mussten, sie erkundige sich nicht nur über eine Präferenzbehandlung\nim Zusammenhang mit den Ursprungsregeln, sondern sie beabsichtige\ndarüberhinaus die Ware nicht definitiv, vielmehr vorübergehend zwecks\nVeredelung, in die Schweiz einzuführen, was - wie sie angeblich nicht wusste\n- zu einer Zollbefreiung geführt hätte. Aus dem Grundsatz von Treu und\nGlauben kann die Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall demnach nichts\nfür sich, insbesondere nicht die geltend gemachte Aufklärungspflicht der\nZollverwaltung, ableiten.\n\n9\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 60.80 - Entscheid der Eidgenössischen Zollrekurskommission vom 2. Oktober 1995\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 1996\nAnnée\nAnno\n\nBand 60\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 003 200\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}