{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-10-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-60-80--_1995-10-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003200.pdf?ID=150003200", "Checksum": "19ea1cad39966656be521ffab4c83eca"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 60.80 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 02.10.1995 JAAC 60.80 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 02.10.1995 JAAC 60.80 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 02.10.1995 JAAC 60.80 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:03", "Checksum": "66ec0ff5bc8cbc4b3b394574bebbfb64", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 02.10.1995 JAAC 60.80 \r\n\n 2\nRestituzione dei diritti doganali. Obbligo di informare.\nObbligo di richiesta di sdoganamento.\nLa persona soggetta all’obbligo della denunzia doganale deve\npresentare la richiesta di sdoganamento e inoltrare la dichiarazione\ndelle merci a seconda della loro destinazione. La dichiarazione\naccettata vincola il dichiarante e costituisce - salvo il risultato della\nvisita - la base per determinare il dazio e le altre tasse. Essa può essere\nsostituita, integrata, rettificata o annullata soltanto se viene fatta\ndomanda in tal senso prima dell’ordine della visita e dell’emissione\ndelle bollette doganali. Una volta che la bolletta è emessa, l’ufficio\ndoganale può dare seguito alle richieste di agevolezze del traffico, di\nfranchigia doganale o di cambiamento del modo di sdoganamento, se\nla spedizione è ancora sotto controllo ufficiale della dogana, delle poste\no delle ferrovie (consid. 2.a).\nObbligo legale di informare da parte della dogana?\nDalla legislazione doganale non si evince che la dogana abbia un\nobbligo generale di informare o di rendere attento un contribuente\ncirca la possibilità delle agevolezze del traffico o della franchigia\ndoganale (consid. 3.a).\nObbligo di informare da parte della dogana secondo il principio della\nbuona fede?\nAnche sotto l’aspetto della buona fede, la dogana non soggiace\nall’obbligo di informare né all’obbligo di consulenza. D’altra parte\nanche la dogana è tenuta ad agire nel singolo caso secondo la\nbuona fede; ciò può significare che la dogana ha l’obbligo di mettere\nal corrente il contribuente doganale circa i rapporti giuridici\ndeterminanti (consid. 3.b.bb).\nConseguenze dell’assenza di prove.\nIn base alla regola oggettiva dell’onere probatorio è necessario\npronunciarsi in modo pregiudizievole verso chi si assume l’onere\nprobatorio. L’autorità doganale si assume l’onere probatorio per fatti\nche motivano gli obblighi doganali in quanto tali o che aumen-tano\nil credito del dazio, vale a dire per fatti che motivano e aumentano i\ndazi. D’altra parte il contribuente si deve assumere l’onere probatorio\nper fatti che annullano o diminuiscono i dazi, vale a dire per fatti\nche comportano la franchigia doganale o le agevolezze del traffico\n(consid. 3.b.cc).\n\nSachverhalt:\n\nA. Das Zollinspektorat Kreuzlingen-Emmishofen fertigte in der Zeit\nvom 16. März bis 15. April 1994 auf Antrag der Firma X insgesamt vier\nSendungen Baumwollgarne aus Deutschland zur Einfuhr ab. Das Zollamt\n\n3\nKreuzlingen-Emmishofen erhob daraufhin Abgaben (Zoll und statistische\nGebühr) im Gesamtbetrag von Fr. 3831.30. Da die Empfängerfirma\nY die Grossistenerklärung abgegeben hatte, wurden die Sendungen\nwarenumsatzsteuerfrei abgefertigt.\nB. Am 15. April 1994 beantragte die Firma Y eine Freipassbewilligung zum\nDämpfen, Knäueln und Verpacken von Garnen im Lohnveredelungsverkehr.\nDie Eidgenössische Oberzolldirektion (OZD) erteilte ihr am 19. April 1994 die\nentsprechende Bewilligung.\nC. Mit Schreiben vom 28. April beziehungsweise 9. Mai 1994 erhob die Firma X\nim Auftrag der Firma Y Beschwerde gegen die Abfertigung der vier Sendungen\nund ersuchte um die nachträgliche Umwandlung der Zollabfertigung in\neinen Freipass oder, falls dies nicht möglich sei, um Rückerstattung der\nEinfuhrabgaben bei Wiederausfuhr der Ware. Zur Begründung brachte die\nFirma X im wesentlichen vor, die Firma Y habe sich beim Zollamt Au und bei\nder Direktion des III. Zollkreises über die Verzollungsmodalitäten erkundigt\nund sei offensichtlich nicht über die Möglichkeit der Freipassabfertigung\ninformiert worden. Als Beweis legte sie der Beschwerde die mittlerweile\nerteilte Freipassbewilligung sowie eine interne Aktennotiz der Firma Y\nbei. Daraus geht hervor, dass sich die Firma Y im Januar 1994 und im März\n1994 offenbar telefonisch beim Zollamt Au und bei der Zollkreisdirektion III\nüber Ursprungsfragen erkundigt hatte. Die Firma Y hält darin fest, dass sie\nvon diesen Zollstellen nicht auf die Möglichkeit der Freipassabfertigung\nhingewiesen worden sei. Erst am 14. April 1994 habe sie von der Firma X\ndavon erfahren, woraufhin sie bei der OZD das entsprechende Gesuch gestellt\nhabe.\nD. Mit Entscheid vom 25. Mai 1994 wies die Zollkreisdirektion\nSchaffhausen die Beschwerde ab. Zur Begründung führte sie aus, die vom\nZollmeldepflichtigen eingereichte Deklaration sei für den Antragsteller in allen\nTeilen verbindlich. Nachträglich könne ein ausgestellter Verzollungsausweis\nnur dann geändert werden, wenn die Ware die amtliche Kontrolle noch\nnicht verlassen habe. Da die vier Sendungen die amtliche Kontrolle\nbereits verlassen hätten, sei die nachgesuchte Umwandlung in eine\nFreipassabfertigung aus rechtlichen Gründen nicht mehr möglich. Die\nvon der Beschwerdeführerin erwähnten telefonischen Anfragen bei der\nZollkreisdirektion Chur und beim Zollamt Au hätten nur Ursprungsfragen\nzum Gegenstand gehabt. In den Gesprächen sei offensichtlich nicht erwähnt\nworden, dass die einzuführenden Waren für die Wiederausfuhr bestimmt\ngewesen seien, weshalb die Beschwerdeführerin daraus nichts ableiten könne.\nGegen diesen Entscheid liess die Firma Y bei der OZD Beschwerde führen.\nSie beantragte erneut eine Rückerstattung der Einfuhrabgaben für die vier\nSendungen Baumwollgarn. Zur Begründung machte sie geltend, anlässlich\nder fraglichen Telefonate sei nicht nur über Fragen des Ursprungs der\nBaumwolle gesprochen worden, sondern es sei der ganze Produktionsverlauf\nder Baumwolle (Einfuhr aus Jordanien, Veredelung in Deutschland, Einfuhr in\ndie Schweiz zwecks Fertigstellung für den Detailverkauf, Ausfuhr) geschildert\nworden.\nE. Mit Beschwerdeentscheid vom 15. November 1994 hiess die OZD die\nBeschwerde im Umfang von Fr. 318.70 gut, indem sie für die vierte der\nfraglichen Sendungen die definitive Abfertigung in eine Freipassabfertigung\n\n"}