{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-09-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-59-36--_1994-09-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002636.pdf?ID=150002636", "Checksum": "62ad0c5583f17185dfbd041157ff1dd5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.36 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 02.09.1994 JAAC 59.36 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 02.09.1994 JAAC 59.36 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 02.09.1994 JAAC 59.36 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:54", "Checksum": "11a59a97a2bf726beff82cfc489be11d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 02.09.1994 JAAC 59.36 \r\n\n1. (Formelles)\n2.a. Als Verfügungen gelten gemäss Art. 5 Abs. 1 Bst. b VwVG Anordnungen der\nBehörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und\nunter anderem das Bestehen, Nichtbestehen oder den Umfang von Rechten\noder Pflichten feststellen. Die in der Sache zuständige Behörde hat eine solche\nFeststellungsverfügung zu treffen, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges\nInteresse nachweist (Art. 25 Abs. 1 und 2 VwVG). Aus der Legaldefinition\nvon Art. 5 VwVG ergibt sich, dass als Verfügungen nur Verwaltungsakte in\nFrage kommen, durch die eine Behörde ein individuelles und konkretes\nverwaltungsrechtliches Verhältnis in verbindlicher und erzwingbarer\nWeise regelt (vgl. Kölz Alfred / Häner Isabelle, Verwaltungsverfahren und\nVerwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1993, N. 82 mit Hinweisen). Die\nVerbindlichkeit für die Verwaltung und die Betroffenen ist ein Merkmal\nder Anordnungen, von denen in Art. 5 Abs. 1 VwVG die Rede ist. Sie ist\nGrund dafür, dass solche Anordnungen gegebenenfalls mit förmlicher\nBeschwerde angefochten werden können (BGE 104 Ib 241; vgl. Gygi Fritz,\nBundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 126 ff.).\nb. Mit dem Erfordernis der Rechtsverbindlichkeit werden verschiedene\nArten behördlicher Akte, insbesondere blosse Auskünfte, von der Kategorie\nder Verfügung und damit von der Rechtsmittelkontrolle ausgenommen\n(unveröffentlichtes Urteil des Schweizerischen Bundesgerichtes vom\n18. November 1983 i.S. R. AG gegen Eidgenössische Zollverwaltung betreffend\nRechtsnatur einer Tarifauskunft [hiernach: unveröffentlichter BGE], S. 10 mit\nHinweis). Auskünfte der Verwaltung zielen nicht darauf ab, ein bestimmtes\nRechtsverhältnis zu begründen, zu ändern oder aufzuheben. Anders als\nVerfügungen haben sie daher keine unmittelbaren Rechtswirkungen und sind\nauch nicht darauf ausgerichtet (Häfelin Ulrich / Müller Georg, Grundriss des\nAllgemeinen Verwaltungsrechts, Zürich 1993, N. 602i, 694). So gelten etwa auch\nim Steuerrecht behördliche Auskünfte regelmässig nicht als Verfügungen (vgl.\nstatt vieler Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] Bd. 58, S. 609 ff.;\nBd. 57, S. 158 ff.; Bd. 55, S. 438 ff., Bd. 52, S. 657 f.).\nc. Die Zollgesetzgebung sieht zwei verschiedene Arten von\nTarifauskünften vor. Einerseits hat der Zollmeldepflichtige im konkreten\nVeranlagungsverfahren gemäss Art. 32 ZG Anspruch auf Erteilung einer\nTarifauskunft, soweit es durch die Verhältnisse gerechtfertigt ist. Andererseits\nsieht Art. 8 der V vom 10. Juli 1926 zum Zollgesetz (ZV, SR 631.01) eine\nTarifauskunft über zukünftig einzuführende Waren vor (vgl. Blumenstein\nErnst, Die Tarifauskunft als Institut der schweizerischen Zollgesetzgebung, ASA\nBd. 4, S. 150 f.). Danach werden Auskünfte über die Zuteilung der im Zolltarif\n\n"}