{"Signatur": "CH_VB_016", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1994-06-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_016_JAAC-59-35--_1994-06-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150002633.pdf?ID=150002633", "Checksum": "93bbc80cabf4657d640e7cfd6d1092db"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 59.35 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 03.06.1994 JAAC 59.35 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006 03.06.1994 JAAC 59.35 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale 03.06.1994 JAAC 59.35 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de douanes, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia doganale"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:30:32", "Checksum": "748d68ba616c63062580bd35e3ac29bb", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Zollrekurskommission 03.06.1994 JAAC 59.35 \r\n\n1.a. Nach Art. 7 Abs. 1 VwVG prüft die Behörde ihre Zuständigkeit von Amtes\nwegen. Die Vorschriften über die Zuständigkeit sind zwingender Natur (vgl.\nArt. 7 Abs. 2 VwVG). Die Behörde, die sich als unzuständig erachtet, tritt\ndurch Verfügung auf die Sache nicht ein, wenn eine Partei die Zuständigkeit\nbehauptet (Art. 9 Abs. 2 VwVG).\nb. Verfahrensleitende und andere Zwischenverfügungen in einem\nder Endverfügung vorangehenden Verfahren, die einen nicht wieder\ngutzumachenden Nachteil bewirken können, sind gemäss Art. 45 VwVG\nselbständig durch Beschwerde anfechtbar. Voraussetzung für die\nAnwendbarkeit dieser Bestimmung ist allerdings, dass die entsprechende\nVerfügung im verwaltungsinternen Beschwerdeverfahren ergeht. So findet\ndas VwVG keine Anwendung, wenn die Verfügung ihre Grundlage nicht\nim Bundesverwaltungsrecht, sondern etwa im Strafrecht findet (Kölz\nAlfred / Häner Isabelle, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege\ndes Bundes, Zürich 1993, Rz. 84, 86). Art. 3 Bst. c VwVG erklärt das VwVG\nfür das erstinstanzliche Verwaltungsstrafverfahren ausdrücklich für\nunanwendbar. Auch der Geltungsbereich des BG vom 22. März 1974 über\ndas Verwaltungsstrafrecht (VStrR, SR 313.0) ist klar geregelt. Gemäss dessen\nArt. 1 findet namentlich dieses Gesetz Anwendung, wenn die Verfolgung und\nBeurteilung von Widerhandlungen einer Verwaltungsbehörde des Bundes\nübertragen ist. Der Gesetzgeber hat also sowohl für das Bundesverwaltungsals auch für das Bundesverwaltungsstrafverfahren je ein Bundesgesetz (VwVG\nbeziehungsweise VStrR) mit eindeutig definierten Geltungsbereichen erlassen.\nDas Verwaltungs- ist somit vom Verwaltungsstrafverfahren gesetzlich klar\ngetrennt.\nc. Laut Art. 109 Abs. 4 des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925 (ZG, SR 631.0)\nrichtet sich die Anfechtung von Verfügungen im Strafverfahren nach\nden entsprechenden Vorschriften des VStrR. Gegen Amtshandlungen des\nuntersuchenden Beamten kann beim Direktor der beteiligten Verwaltung\nund gegen dessen Beschwerdeentscheid bei der Anklagekammer des\nBundesgerichts Beschwerde geführt werden (Art. 27 Abs. 1 und 3 VStrR). Die\nBeschwerde gegen eine Amtshandlung oder gegen einen Beschwerdeentscheid\nist innert drei Tagen, nachdem der Beschwerdeführer von der Amtshandlung\nKenntnis erhalten hat oder ihm der Beschwerdeentscheid eröffnet worden ist,\nbei der zuständigen Behörde einzureichen (Art. 28 Abs. 3 VStrR).\nDie Eidgenössische Zollrekurskommission ist demgegenüber zur Behandlung\nvon Strafsachen unzuständig (Art. 109 Abs. 1 Bst. c in Verbindung mit Abs. 4 ZG\nsowie Art. 1, 21-28 und 62-83 VStrR).\n2. Im vorliegenden Fall ist in materieller Hinsicht über die Frage zu\nentscheiden, ob der Beschwerdeführer aus Art. 6 EMRK und Art. 4 BV einen\nAnspruch auf Herausgabe der Akten, das heisst auf deren Zustellung an sein\nDomizil ableiten kann oder ob es genügt, dass er diese am Sitz der Behörde\n\n"}