{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-04-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-65-106--_2000-04-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004952.pdf?ID=150004952", "Checksum": "e361744be969c20331fc41153519c8a7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.106 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 12.04.2000 JAAC 65.106 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 12.04.2000 JAAC 65.106 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 12.04.2000 JAAC 65.106 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:27", "Checksum": "43f1f5e55e3aae87e2be61ddf362bd3d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 12.04.2000 JAAC 65.106 \r\n\n 5\nwahrgenommen haben, auf Antrag mit Gefängnis oder mit Busse bestraft.\nSchliesslich enthalten die meisten kantonalen Anwaltsgesetze und in aller\nRegel die Standesregeln der kantonalen Anwaltsverbände Vorschriften über\ndas Anwaltsgeheimnis (Schwarz, a.a.O., S. 112 f.).\ne. In der Steuerrechtsliteratur wird die genannte Verwaltungspraxis,\nnamentlich das Erfordernis der Preisgabe von Name/Firma des\nLeistungsempfängers im Ausland, teils heftig kritisiert (Jürg Brand,\nAnwaltsberuf und Mehrwertsteuer, in: Der Schweizer Anwalt, 153/1994,\nS. 8 f.; Dubs, a.a.O., S. 7 f.; Alexander Filli, Ausgewählte Fragen zur\nUnterstellung der Rechtsanwälte und Notare unter die Mehrwertsteuer,\nin: ASA 63 508 f.; Max P. Oesch, Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen\nvon Rechtsanwälten, in: Weber/Thürer/Zäch, Beiträge zum neuen\nschweizerischen Mehrwertsteuerrecht, Zürich 1994, S. 49 f.). Dabei wird\nim Wesentlichen vorgebracht, die Verwaltung habe in Berücksichtigung\ndes Verhältnismässigkeitsgrundsatzes das Recht, nur die notwendigen\nInformationen des steuerpflichtigen Rechtsanwaltes einzuholen. Die\nBekanntgabe des Namens des Leistungsempfängers sei für den Nachweis der\nAuswertung und Nutzung der Leistung im Ausland jedoch nicht erforderlich.\nEs genüge, die Korrespondenz oder die Fakturen vorzuweisen. Auf diese Weise\nkönne das Anwaltsgeheimnis gewahrt bleiben (vgl. Oberson, a.a.O., S. 15 f.,\nderselbe, La taxe sur la valeur ajoutée et les prestations de services des avocats\net des notaires, in: Problèmes actuels de droit fiscal, Basel und Frankfurt am\nMain 1995, S. 109 f.; derselbe, Questions controversées en matière d’application\nde la TVA, in: ASA 64 438 f.).\nf. Die Beweiswürdigung endet mit dem richterlichen Entscheid darüber,\nob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder nicht. Der\nBeweis ist geleistet, wenn der Richter gestützt auf die freie Beweiswürdigung\nzur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche Sachumstand\nverwirklicht hat. Gelangt der Richter aufgrund der Beweiswürdigung\nnicht zur Überzeugung, die feststellungsbedürftige Tatsache habe sich\nverwirklicht, so fragt es sich, ob zum Nachteil der Steuerbehörde oder des\nSteuerpflichtigen zu entscheiden ist, wer also die Folgen der Beweislosigkeit\nzu tragen hat. Nach der objektiven Beweislastregel ist bei Beweislosigkeit\nzu Ungunsten desjenigen zu urteilen, der die Beweislast trägt (Fritz Gygi,\nBundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 279 f.; Martin Zweifel, Die\nSachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, Zürich 1989,\nS. 109 f.). Die Steuerbehörde trägt die Beweislast für Tatsachen, welche die\nSteuerpflicht als solche begründen oder die Steuerforderung erhöhen, d.h.\nfür die steuerbegründenden und -mehrenden Tatsachen. Demgegenüber ist\nder Steuerpflichtige für die steueraufhebenden und -mindernden Tatsachen\nbeweisbelastet, d.h. für solche Tatsachen, welche Steuerbefreiung oder\nSteuerbegünstigung bewirken (vgl. ASA 60 416, 59 634, 55 627; BGE 92 I\n255 ff.; Ernst Blumenstein / Peter Locher, System des Steuerrechts, Zürich\n1995, S. 379; Zweifel, a.a.O., S. 48; Markus Bill, Auskunftspflicht Dritter im\nSteuerveranlagungs- und Einspracheverfahren, Bern/Stuttgart 1991, S. 16). Der\nMitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen zur Feststellung der erheblichen\nTatsachen sind auf Grund des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit\n(zum Begriff: BGE 123 II 33 E. 9a) allerdings gewisse Schranken gesetzt.\nDie Verwaltungsmassnahme muss zumutbar sein. Die Unzumutbarkeit\nder Mitwirkungshandlung begrenzt die objektive Beweislast des\n\n"}