{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-04-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-65-106--_2000-04-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004952.pdf?ID=150004952", "Checksum": "e361744be969c20331fc41153519c8a7"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.106 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 12.04.2000 JAAC 65.106 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 12.04.2000 JAAC 65.106 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 12.04.2000 JAAC 65.106 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:27", "Checksum": "43f1f5e55e3aae87e2be61ddf362bd3d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 12.04.2000 JAAC 65.106 \r\n\n 4\nNach dem in der Verwaltungspraxis festgehaltenen Domizilprinzip erfolgt\ndie «Nutzung oder Auswertung von Dienstleistungen» (Art. 15 Abs. 2 Bst. l\nMWSTV) am Ort, an dem der Empfänger seinen Geschäfts- oder Wohnsitz hat\n(Merkblatt über die Steuerbefreiung von bestimmten ins Ausland erbrachten\noder aus dem Ausland bezogenen Dienstleistungen vom 31. Januar 1997[58],\nS. 2-4).\nAls Nachweis für die Nutzung oder Auswertung der Dienstleistung im\nAusland verlangt die ESTV Fakturakopien, Zahlungsbelege und schriftliche\nVollmachten der Rechtsanwälte, Verträge und Aufträge, sofern solche erstellt\noder abgeschlossen wurden. Aus diesen Unterlagen müssen Name/Firma,\nAdresse sowie Wohnsitz/Sitz des Abnehmers oder Kunden, ferner detaillierte\nAngaben über die Art und Nutzung der erbrachten Leistungen zweifelsfrei\nhervorgehen (Wegleitung 1997 für Mehrwertsteuerpflichtige[59], hiernach\nWegleitung 1997, Rz. 567; Branchenbroschüre für Rechtsanwälte und Notare\nvom Oktober 1994[60], Ziff. 4). Die ESTV kann zusätzliche Belege wie z.B. eine\namtliche Bescheinigung des ausländischen Ansässigkeitsstaates verlangen,\nwenn Zweifel daran bestehen, ob der Leistungsempfänger tatsächlich einen\nausländischen Geschäfts- oder Wohnsitz hat und ob die Leistung wirklich zur\nNutzung oder Auswertung im Ausland bestimmt ist (Wegleitung 1997, Rz. 568).\nd. Im Schrifttum wird das Anwaltsgeheimnis als eine notwendige\nVoraussetzung - und auch Garantie - für eine funktionierende, freiheitlich\nverfasste Rechtsordnung, gar als Baustein des Rechtsstaates betrachtet (Jürg\nDubs, Der Anwalt als Steuerpflichtiger und als Drittperson im Steuerrecht,\nin: Das Anwaltsgeheimnis, Zürich 1997, S. 7; Xavier Oberson, Le secret\nprofessionel des avocats et la TVA, in: Der Schweizer Anwalt, 153/1994, S. 14;\nWalter R. Schluep, Über Sinn und Funktionen des Anwaltsgeheimnisses\nim Rechtsstaat, Zürich 1994, Rz. 76; Jörg Schwarz, Das Anwaltsgeheimnis -\nEinige Gedanken zur heutigen Rechtslage, in: Schweizerisches Anwaltsrecht,\nBern 1998, S. 108). Auf Stufe Verfassung anerkennt die schweizerische\nRechtsordnung das Grundrecht der persönlichen Freiheit (Art. 10 BV), welches\nauch die Geheimsphäre und damit nicht zuletzt das Anwaltsgeheimnis schützt\n(BGE 102 Ia 521, vgl. auch BGE 117 Ia 345, BGE 109 Ia 158 f.). Aus der auf\nGesetzesstufe statuierten Treuepflicht (Art. 398 Abs. 2 des Bundesgesetzes\nvom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizerischen\nZivilgesetzbuches [Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR], SR 220) des\nbeauftragten Rechtsanwalts folgt allgemein eine Geheimhaltungspflicht\ngegenüber seinem Klienten. Über diese vertragliche Geheimhaltungspflicht\ndes Anwalts hinaus gebietet aber auch der Persönlichkeitsschutz gemäss\nArt. 28 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember\n1907 (ZGB, SR 210) dem Anwalt, Informationen aus der Geheimsphäre einer\nPerson nicht weiterzuverbreiten (Werner de Capitani, Anwaltsgeheimnis\nund Unternehmensjurist, in: Das Anwaltsgeheimnis, Zürich 1999, S. 58;\nSchwarz, a.a.O., S. 110). Der Anwalt ist folglich seinem Klienten gegenüber\naus Privatrecht - sowohl auf vertraglicher Basis als auch auf Grund des\nPersönlichkeitsschutzes - zur Verschwiegenheit verpflichtet. Darüber hinaus\nwird die grundsätzlich auf Privatrecht beruhende Pflicht des Anwalts zur\nVerschwiegenheit durch Strafandrohung verstärkt. Gemäss Art. 321 Ziff. 1\ndes Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR\n311.0) werden Rechtsanwälte, die ein Geheimnis offenbaren, das ihnen\ninfolge ihres Berufes anvertraut worden ist, oder das sie in dessen Ausübung\n\n"}