{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-05-04", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-65-102--_2001-05-04.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004940.pdf?ID=150004940", "Checksum": "fb2b84608e18de932d7039011236cda1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.102 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 04.05.2001 JAAC 65.102 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 04.05.2001 JAAC 65.102 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 04.05.2001 JAAC 65.102 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:41", "Checksum": "c3d543c1078acd0bae26c447e5abb1e8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 04.05.2001 JAAC 65.102 \r\n\n 11\ndie Fälligkeit des Anspruchs ist nicht Voraussetzung für das Vorliegen einer\nVerbindlichkeit gegenüber Dritten. Im Übrigen kommt zweifellos auch dem\nTeil des Deckungskapitals, welcher über die Rückkaufsverpflichtungen gemäss\nArt. 90 Abs. 2 VVG hinausgeht, der Charakter von Drittverpflichtungen zu. Das\nBundesgericht hat in seinem Entscheid vom 22. Dezember 1982 i.S. X. Holding\nAG klar festgehalten, dass sogar nicht in der Bilanz eingestellte, sondern nur\nausser Bilanz figurierende Eventualverpflichtungen (wie Garantie- und\nBürgschaftsverpflichtungen) als für die Berechnung der Umsatzabgabe\nmitzuberücksichtigende Drittverpflichtungen gelten, soweit davon auszugehen\nist, dass sich diese in effektive Verpflichtungen umwandeln werden (vgl. ASA\n52 S. 382 E. 7 = nicht publizierte Erwägung von BGE 108 Ib 450 ff.). Dann muss\ndies aber erst recht für die Gesamtheit des Deckungskapitals gelten, bei dem\nes sich wie gesagt um eine Rückstellung zur Abdeckung der eingegangenen\nVerpflichtungen auf Versicherungsleistungen handelt.\nc. Die Beschwerdeführerin macht im Weiteren geltend, mit dem\nMerkblatt S-02.134 sei per 1. April 1993 festgelegt worden, dass auf die\ngesamten Gutschriften an die Sacheinleger sowie auf die übernommenen\nDrittverpflichtungen abzustellen sei. Rückstellungen seien keine solchen\nDrittverpflichtungen, weshalb die ESTV in casu im Begriff sei, die im April 1993\ngeänderte Praxis wiederum abzuändern. Anlässlich einer Besprechung vom\n22. November 1997 habe die Verwaltung zu erkennen gegeben, die Erfassung\nder versicherungstechnischen Rückstellungen stelle eine neue Praxis dar. Die\nVoraussetzungen, unter denen eine Behörde von der\nbisherigen Praxis abweichen könne, seien indessen nicht gegeben\noder zumindest sei die wiederum geänderte Praxis noch nicht auf die\nBeschwerdeführerin anwendbar.\nNach dem Entscheid des Bundesgerichts vom 22. Dezember 1982 i.S. X. Holding\nAG (BGE 108 Ib 450 ff.), gestützt auf welchen die Praxisänderung gemäss dem\nMerkblatt S-02.134 erfolgte, ist indessen der Begriff der Drittverpflichtungen\nweit zu fassen (vgl. E. 6b hievor). Wie bereits gesagt kann ohne Weiteres\nauch das versicherungsrechtliche Deckungskapital darunter subsumiert\nwerden. Es bestehen im Übrigen keine Anhaltspunkte dafür, dass die\nESTV in ihrem Merkblatt den Begriff der Drittverpflichtungen in einem\nengeren Sinne als das Bundesgericht hätte verstehen wollen. In einer bei\nden amtlichen Akten befindlichen Notiz betreffend eine am 19. November\n1997 durchgeführte Besprechung - offenbar dieselbe, welche gemäss den\nAngaben der Beschwerdeführerin am 22. November 1997 stattgefunden\nhaben soll - hielt die ESTV denn auch fest, die technischen Reserven würden\nnicht im Sinne einer Praxisänderung erst heute (als Drittverpflichtungen)\nherangezogen. Gegen die These einer (erneuten) Praxisänderung spricht\nsodann auch der Umstand, dass die ESTV bereits im August 1994 gegenüber\nder Beschwerdeführerin die Erhebung der Umsatzabgabe vorbehalten\nhat (vgl. E. 6d hienach). Die Beschwerdeführerin ist schliesslich auch den\n- in Aussicht gestellten - Nachweis, dass das Deckungskapital in anderen,\nvergleichbaren Fällen nicht in die Bemessungsgrundlage einbezogen worden\nsei, schuldig geblieben. Es ist somit davon auszugehen, dass die Erfassung der\nversicherungstechnischen Rückstellungen als Drittverpflichtungen nicht auf\neiner (erneuten) Praxisänderung der ESTV beruht. Weitere Ausführungen\n\n12\nzu diesem Punkt und insbesondere auch die von der Beschwerdeführerin\nbeantragte Einholung eines Amtsberichts der ESTV zu dieser Frage erübrigen\nsich somit.\n(...)\n[46] Zu beziehen bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung,\nSchwarztorstrasse 50, 3003 Bern.\n[47] Zu beziehen bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung,\nSchwarztorstrasse 50, 3003 Bern.\n\n13\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 65.102 - Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 4. Mai 2001\ni.S. P. Genossenschaft [SRK 2000-105]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2001\nAnnée\nAnno\n\nBand 65\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 004 940\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}