{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-01-31", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-64-82--_2000-01-31.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004874.pdf?ID=150004874", "Checksum": "0bd69f4149378de666eddae5cf26484c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.82 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 31.01.2000 JAAC 64.82 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 31.01.2000 JAAC 64.82 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 31.01.2000 JAAC 64.82 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:21", "Checksum": "33bc6f002b3f7cff3af323112c29de36", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 31.01.2000 JAAC 64.82 \r\n\n 4\nauf Anrechnung der Vorsteuer indes nicht verlustig gehen, hat er nebst\nden formellen Anforderungen gemäss Art. 29 MWSTV immerhin die\nVerjährungsfristen gemäss Art. 41 MWSTV zu beachten.\nb. Die verfassungsmässigen Vorgaben enthalten keine präzisierenden\nBestimmungen über die Entrichtung der Steuern bzw. das Vorgehen beim\nAnfall eines Vorsteuerüberschusses. Der Bundesrat stützte sich somit beim\nErlass von Art. 38, 39 und 59 MWSTV direkt auf die Generalermächtigung\nvon Art. 8 Abs. 1 der Übergangsbestimmungen der alten Bundesverfassung\nvom 29. Mai 1874 (UeB aBV, AS 1994 258) bzw. Art. 196 Ziff. 14 Abs. 1 Satz 1\nBV. Die von ihm getroffene Regelung sieht vor, dass der Steuerpflichtige\nder ESTV innert 60 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode die für\ndiesen Zeitraum geschuldete Steuer abzüglich der gel­tend gemachten\nVorsteuern einzahlen muss (Art. 38 Abs. 1 MWSTV). Ergibt sich auf Grund\nder Verrechnung von Steuer und Vorsteuern gemäss Abrechnung ein Saldo zu\nGunsten des Steuerpflichtigen, so wird ihm dieser Vorsteuerüberschuss in der\nRegel innert 60 Tagen seit Eintreffen der Abrechnung ausbezahlt (Art. 39 Abs. 1\nMWSTV; vgl. auch Ziff. 960 der Wegleitung 1997 für Mehrwertsteuerpflichtige\n[Wegleitung]). In drei näher bezeichneten Fällen darf die ESTV indes\ndie Auszahlung eines Vorsteuerüberschusses verweigern. Nicht zur\nAuszahlung gelangt der Überschuss einmal dann, wenn eine Berichtigung\nder Selbstveranlagung ergibt, dass die Abrechnung Fehler enthielt (Art. 39\nAbs. 3 MWSTV). Sodann behält sich die ESTV eine Verrechnung des\nVorsteuerüberschusses mit Einfuhrsteuerforderungen vor, selbst wenn\ndiese noch nicht fällig sind (Art. 39 Abs. 2 MWSTV). Schliesslich kann eine\nAuszahlung des Überschusses auch dann verweigert werden, wenn er zur\nSteuersicherung nach Art. 59 Abs. 1 MWSTV ver­wendet wird, wobei gemäss\ndieser Bestimmung sowohl eine Verrechnung des Vorsteuerüberschusses mit\nSchulden aus früheren Perioden als auch mit erst in Zukunft zu erwartenden\nSchulden möglich ist.\nDiese Regelungen bezüglich Entrichtung der Steuer bzw. Behandlung\neines Vorsteuerüberschusses sind sachgerecht und liegen ohne weiteres\nim Rahmen der dem Bundesrat eingeräumten Kompetenz zum Erlass von\nAusführungsbestimmungen gemäss Art. 8 Abs. 1 UeB aBV bzw. Art. 196\nZiff. 14 Abs. 1 Satz 1 BV. Insbesondere werden die übergeordneten,\nsystemtragenden Grundprinzipien der Mehrwertsteuer, wie etwa der\nGrundsatz der Allgemeinheit der Steuer, der Steuerneut­ralitätsgrundsatz,\ndas Überwälzbarkeitsprinzip, der Grundsatz der einmaligen Be­steuerung\noder das Bestimmungslandprinzip dadurch nicht verletzt (vgl. Urteil des\nBundesgerichts vom 29. Juni 1999 i.S. R. [2A.186/1998 und 2A.187/1998/rnd],\nE. 6a; vgl. auch MWST-Journal 4/98, S. 168 ff., E. 6 a/aa und den nicht\npublizierten Entscheid der SRK vom 22. Oktober 1997 i.S. S. [SRK 1996-050],\nE. 2c).\n4. Die Verrechenbarkeit von sich gegenüberstehenden Forderungen ist\nein allgemeiner, auch im öffentlichen Recht geltender Rechtsgrundsatz\n(Ulrich Häfelin / Georg Müller, Grundriss des allgemeinen Verwaltungsrechts,\n3. Aufl., Zürich 1998, Rz. 151). Immerhin sind hierbei verwaltungsrechtliche\nSonderbestimmungen zu beachten, welche die Verrechenbarkeit von\nForderungen zwischen einem Bürger und dem Gemeinwesen einschränken\nkönnen. Eine derartige Einschränkung ergibt sich aus Art. 125 Ziff. 3 OR,\nwelcher besagt, dass gegen den Willen des Gläubigers Verpflichtungen\n\n"}