{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-02-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-64-79--_2000-02-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004862.pdf?ID=150004862", "Checksum": "9168b616bd65fcce1747d41f19ad325f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.79 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 22.02.2000 JAAC 64.79 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 22.02.2000 JAAC 64.79 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 22.02.2000 JAAC 64.79 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:22", "Checksum": "8be471fc15eec7e61cf4e56f99966122", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 22.02.2000 JAAC 64.79 \r\n\n 6\net La Suisse en vue d’éviter les doubles impositions dans le domaine des\nimpôts sur le revenu et sur la fortune, Amsterdam 1970, Rz. 49). Diese\nRechtsauffassung entspricht auch der schweizerischen (Xavier Oberson /\nHoward R. Hull, Switzerland in international tax law, Amsterdam 1996,\nS. 100; vgl. zu Art. 10 Abs. 3 des OECD-Musterabkommens: Locher, a.a.O.,\nS. 356). Es ist demnach festzuhalten, dass die ESTV zu Recht davon ausgeht,\ndass die schweizerische Praxis, wonach beim Verkauf eines Aktienmantels,\nalles was der Aktionär über seinen Anteil am Grundkapital hinaus in\nForm des Kaufpreises für die Aktien erhält, als Liquidationsüberschuss\nder Verrechnungssteuer unterliegt, dem DBA-NL nicht entgegensteht. Sind\ndie effektiven Dividenden einer schweizerischen Gesellschaft an einen\nniederländischen Anteilsinhaber der Verrechnungssteuer unterstellt, muss\ndies auch für den Liquidationserlös als «Schlussdividende» gelten. Eine andere\nBetrachtungsweise würde Ziel und Zweck des Doppelbesteuerungsabkommens\nzuwiderlaufen, das neben der Vermeidung der Doppelbesteuerung nicht\nzuletzt auch die Durchsetzung der direkten Besteuerung - mit dem Mittel der\nrückerstattungsberechtigten Quellenbesteuerung (vgl. Art. 9 Abs. 2 DBA-NL) -\nin einem der Vertragsstaaten gewährleisten soll.\n6.a. Zur Berechnung der Emissionsabgabe hat die ESTV auf die Bilanz per\n31. Dezember 1992 abgestellt. Das Reinvermögen wurde aus den Aktiven\nabzüglich Fremdkapital und einer Wertberichtigung «Darlehen an die\nV. BV» auf gerundet Fr. 1 535 090.- bestimmt. Auf Grund der Praxis zur\nÜberpari-Emission (Conrad Stockar, Übersicht und Fallbeispiele zu den\nStempelabgaben und zur Verrechnungssteuer, 2. Aufl. Basel 1993, S. 18)\nwurde der Abzug der Abgabe selber zugelassen. Entsprechend nahm die\nESTV folgende Abgabenberechnung vor:\nFr. 1 535 090.- x 100 = Fr. 1 490 378.60\n103\ndavon 3% Emissionsabgabe = Fr. 44 711.40\nGestützt auf die vorliegenden Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte,\ndass die ESTV von unzutreffenden Zahlen ausgegangen ist oder die\nSteuerberechnung aus anderen Gründen zu berichtigen wäre. Die Ermittlung\nder Emissionsabgabe ist mit Blick auf die gesetzlichen Vorschriften und die\nPraxis der ESTV nicht zu beanstanden.\nb. Ebenfalls korrekt berechnet wurde die Verrechnungssteuer auf dem\nLiquidationserlös. Der Liquidationsüberschuss beträgt gerundet Fr. 1 447 090.-\n(Preis der verkauften Aktien [Fr. 1 495 089.60] abzüglich des Anteils am\nGrundkapital [Fr. 48 000.-]). Dies ergibt eine Verrechnungssteuerforderung zu\nGunsten der ESTV von Fr. 506 481.50 (35% von Fr. 1 447 090.-).\nc.aa. Gemäss der seit 1. Januar 1996 in Kraft stehenden Änderung von\nArt. 29 StG (AS 1995 4259 f.) ist auf Abgabebeträgen, die nach Ablauf\nder in Art. 11, Art. 20 und Art. 26 geregelten Fälligkeitstermine noch\nausstehen, ohne Mahnung ein Verzugszins geschuldet. Da ausstehende\nEmissionsabgabeforderungen ab dem 1. Ja­nuar 1996 ohne vorgängige\nMahnung zu verzinsen sind, erweist sich die Mahnung der ESTV in\nihrem Entscheid vom 19. März 1997 als überflüssig. Die Steuerforderung\nbetreffend die Emissionsabgabe ist demnach ab Inkrafttreten der\nerwähnten Gesetzesänderung zu verzinsen. Insofern ist Ziff. 2 des\n\n7\nDispositivs des angefochtenen Einspracheentscheides zu berichtigen. Der\nmassgebende Zinssatz beträgt gemäss den Verordnungen des Eidgenössischen\nFinanzdepartements vom 30. April 1990 (AS 1990 1017) und vom 29. November\n1996 (AS 1996 3370) für die Zeit vom 1. Januar 1996 bis 31. Dezember 1996 6%\nsowie seit dem 1. Januar 1997 5%.\nbb. Die seit dem 1. Januar 1998 in Kraft stehende Regelung von Art. 16\nAbs. 2 VStG (AS 1998 676 f.), gemäss der auf noch ausstehenden fälligen\nSteuerbeträgen ohne Mahnung ein Verzugszins geschuldet ist, findet nach der\nvon der SRK geschützten Praxis der ESTV (vgl. interne Weisung betreffend den\nVerzugszins bei der Verrechnungssteuer vom 13. Februar 1998 [S-01.61]) keine\nAnwendung auf Steuerforderungen, die vor dem 1. Januar 1998 entstanden\nund gemahnt worden sind (zur Publikation bestimmter Entscheid der\nSRK vom 20. Januar 2000 [SRK 1998-141] i.S. D., E. 4b). Die Verzinsung der\nSteuerforderung richtet sich demnach nach Art. 16 Abs. 2 VStG in der vor\nder Reform der Unternehmensbesteuerung 1997 geltenden Fassung. Fällig\ngewordene Verrechnungssteuern und Stempelabgaben, die 15 Tage nach\nbehördlicher Mahnung noch ausstehen, sind von der Mahnung an zu dem vom\nEidgenössischen Finanzdepartement bestimmten Satz zu verzinsen (Art. 29\nStG und aArt. 16 Abs. 2 VStG). Ihren Entscheid vom 19. März 1997 hat die ESTV\nausdrücklich als Mahnung bezeichnet und festgehalten, dass im Verzugsfalle\nZinsen von 5% ab Zustellung des Entscheides geschuldet seien. Zugestellt\nwurde der Entscheid am 20. März 1997. Im angefochtenen\nEinspracheentscheid setzte die ESTV indes den Beginn des Zinsenlaufs auf\nden 19. März 1997 fest. Der Verzugszins läuft allerdings nicht bereits vom\nDatum der Ausfertigung der Mahnung an, sondern - wie dies im Entscheid\nvom 19. März 1997 korrekt ausgeführt wurde - vom Datum der Zustellung der\nMahnung an (VPB 62.81 E. 5f mit Hinweis). In diesem Sinne ist das Dispositiv\ndes angefochtenen Einspracheentscheides ebenfalls zu berichtigen.\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 64.79 - Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 22. Februar\n2000 i.S. V. AG [SRK 1998-131]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\n"}