{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-02-22", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-64-79--_2000-02-22.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004862.pdf?ID=150004862", "Checksum": "9168b616bd65fcce1747d41f19ad325f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.79 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 22.02.2000 JAAC 64.79 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 22.02.2000 JAAC 64.79 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 22.02.2000 JAAC 64.79 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:22", "Checksum": "8be471fc15eec7e61cf4e56f99966122", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 22.02.2000 JAAC 64.79 \r\n\nA. Die V. AG wurde gestützt auf die Statuten vom 10. und 31. Mai 1989 mit\nHandelsregistereintrag vom 1. Juni 1989 mit Sitz in Z. gegründet. Sie bezweckt\ndie Herstellung und den Vertrieb von Nahrungsmitteln und Produkten\nder Körperpflege sowie die Erbringung von damit zusammenhängenden\nDienstleistungen; sie kann sich an anderen Unternehmungen beteiligen sowie\nLiegenschaften erwerben, belasten oder veräussern. Das Grundkapital beträgt\nFr. 50 000.-, eingeteilt in 50 Namenaktien zu je Fr. 1000.-, und wurde bei der\nGründung voll liberiert. Seit 4. Juni 1999 befindet sich die V. AG in Liquidation.\nB. Mit Vertrag vom 17. Dezember 1993 veräusserte die V. International B.V. mit\nSitz in Holland (nachfolgend V. BV) per 31. Oktober 1993 96% der Aktien der\nV. AG an die V. International AB mit Sitz in Schweden (nachfolgend V. AB). Der\nKaufpreis - in Form einer promissory note, ebenfalls vom 17. Dezember 1993\ndatiert - betrug Fr. 1 495 089.61.\nC. Diesen Aktienverkauf qualifizierte die Eidgenössische Steuerverwaltung\n(ESTV) als Mantelhandel. In der Folge erliess sie am 19. März 1997 einen\nEntscheid nach Art. 38 des Bundesgesetzes vom 27. Juni 1973 über die\nStempelabgaben (StG, SR 641.10) und Art. 41 des Bundesgesetzes vom\n13. Oktober 1965 über die Verrechnungssteuer (VStG, SR 642.21). Sie hielt\nfest, dass die V. AG der ESTV aus dem Handwechsel der Mehrheit der\nBeteiligungsrechte vom Dezember 1993 rückwirkend per 31. Oktober 1993\neine Emissionsabgabe in Höhe von Fr. 44 711.40 und Verrechnungssteuern\nim Betrag von Fr. 506 481.50 schulde. Eine von der V. AG mit Eingabe vom\n30. April 1997 erhobene Einsprache, wies die ESTV mit Einspracheentscheid\nvom 29. Juni 1998 ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt,\nein Handwechsel der Mehrheit der Beteiligungsrechte hätte unbestreitbar\nstattgefunden. Aus der Jahresrechnung 1993 ergebe sich zudem eindeutig,\ndass in diesem Jahr keine Geschäftstätigkeit ausgeübt worden sei bzw.\ndie Gesellschaft inaktiv gewesen sei und sich ihre Aktiven in liquider\nForm befanden. Damit seien die Voraussetzungen für das Vorliegen\neines Mantelhandels erfüllt. Die V. AG sei zu Recht zur Entrichtung der\nVerrechnungssteuer und der Emissionsabgabe aufgefordert worden.\nD. Gegen den Einspracheentscheid der ESTV vom 29. Juni 1998 erhebt die\nV. AG mit Eingabe vom 28. August 1998 Beschwerde bei der Eidgenössischen\nSteuerrekurskommission (SRK). Sie beantragt, der Verkauf der Aktien\nder V. AG von der V. BV an die V. AB sei weder der Emissionsabgabe\nnoch der Verrechnungssteuer zu unterstellen. Die Beschwerdeführerin\nführt aus, ein steuerpflichtiger Mantelhandel liege nicht vor, weil der zu\nbeurteilende Sachverhalt aus wirtschaftlicher Sicht keine Liquidation\nmit anschliessender Neugründung einer Gesellschaft darstelle. Der\nErhebung der Verrechnungssteuer stehe ferner das Abkommen vom\n\n"}