{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-05-28", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-64-49--_1998-05-28.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004763.pdf?ID=150004763", "Checksum": "c672ea9f1e640f691f04474cda1f164a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.49 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 28.05.1998 JAAC 64.49 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 28.05.1998 JAAC 64.49 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 28.05.1998 JAAC 64.49 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:54", "Checksum": "4616a513cb04ae3394a970d6b942431f", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 28.05.1998 JAAC 64.49 \r\n\n 3\nAnwendung von Art. 52 Abs. 3 und 4 MWSTV eine Nachfrist von drei Tagen\nzur Verbesserung der Einsprache ein. Die ESTV trat mit Einspracheentscheid\nvom 27. November 1997 auf die Einsprache vom 19. September 1997 nicht ein.\nSie begründete dies damit, der Einsprecher habe mit seiner «Verbesserung\nder Einsprache» vom 31. Oktober 1997 einmal mehr die bereits im Verfahren\nzuvor genannten privaten und wirtschaftlichen Gründe vorgebracht, die ihn\nam rechtskonformen Handeln gehindert hätten. Entgegen der Aufforderung\nder ESTV sei er jedoch auf die entscheidrelevanten Revisionsgründe nicht\neingegangen.\nE. Gegen den vorgenannten Einspracheentscheid der ESTV erhebt H.\nmit Eingabe vom 9. Januar 1998 Beschwerde bei der Eidgenössischen\nSteuerrekurskommission (SRK). Er führt aus, ihm stehe für die Jahre 1995\nund 1996 ein Vorsteuerüberschuss in Höhe von insgesamt Fr. 1588.45 zu. Die\nmit der Ergänzungsabrechnung vom 19. Februar 1997 (bzw. dem Entscheid\nvom 27. Januar 1997) eingeforderten und inzwischen bezahlten Fr. 7000.-\nseien zurückzubezahlen und das Betreibungsverfahren für die mit der\nErgänzungsabrechnung vom 21. August 1997 (bzw. dem Entscheid vom\n27. Februar 1997) festgelegte Steuerforderung von Fr. 10 000.- sei einzustellen.\nIn ihrer Vernehmlassung vom 6. April 1996 beantragt die ESTV die\nvollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Auferlegung der\nVerfahrenskosten an den Beschwerdeführer.\nAus den Erwägungen:\n2.a. Gemäss Art. 55 Abs. 1 MWSTV sind auf die Revision von Entscheiden\nder ESTV die Art. 66 bis 68 VwVG anwendbar. Zwar kann insbesondere\nArt. 66 VwVG, der auf die Revision von Beschwerdeentscheiden durch die\nBeschwerdeinstanz zugeschnitten ist, nicht unbesehen auf die Revision von\nEntscheiden und Einspracheentscheiden der ESTV übertragen werden (vgl.\nAlois Camenzind / Niklaus Honauer, Handbuch zur neuen Mehrwertsteuer,\nBern 1995, Rz. 1073). Dieser Vorbehalt bezieht sich hingegen nicht auf die\nVerfassungsmässigkeit von Art. 55 Abs. 1 MWSTV. Denn mit Blick auf die\nkonstante Rechtsprechung des Bundesgerichts, dass in bundesrechtlichen\nAbgabesachen einem Begehren des Abgabepflichtigen um Revision des\nrechtskräftigen Entscheides einer unteren Instanz auch dann Folge zu geben\nist, wenn gesetzliche Vorschriften hierüber fehlen (Archiv für Schweizerisches\nAbgaberecht [ASA] 46 S. 347 E. 1 mit Hinweisen) und die Tatsache, dass\ndie sinngemässe Anwendung von Art. 66 VwVG auf die Revision von\nerstinstanzlichen Entscheiden der ESTV für die Warenumsatzsteuer in der\nLehre postuliert wird (Dieter Metzger, Handbuch der Warenumsatzsteuer,\nMuri/Bern 1983, Rz. 860; vgl. Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege,\nBern 1983, S. 188 f.) sowie in den übrigen Erlassen auf dem Gebiet der\nindirekten Steuern vorgeschrieben ist (Art. 59 Abs. 1 des Bundesgesetzes\nvom 13. Oktober 1965 über die Verrechnungssteuer [VStG], SR 642.21; Art. 44\nAbs. 1 des Bundesgesetzes vom 27. Juni 1973 über die Stempelabgaben [StG],\nSR 641.10), erweist sich Art. 55 Abs. 1 MWSTV als verfassungsgemäss.\nBezüglich Inhalt, Form, Verbesserung und Ergänzung des Revisionsbegehrens\nverweist Art. 67 Abs. 3 VwVG auf die allgemeinen Vorschriften des\nBeschwerdeverfahrens gemäss Art. 52 und 53 VwVG. Mithin sind an die\nBegründung ausserordentlicher Rechtsmittel strenge Anforderungen zu stellen\n(Gygi, a. a. O., S. 198), weshalb im Revisionsgesuch anzugeben ist, welcher\n\n"}