{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-09-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-64-28--_1999-09-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004694.pdf?ID=150004694", "Checksum": "b175da7263074f38a22b4a2393b72eb9"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.28 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 24.09.1999 JAAC 64.28 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 24.09.1999 JAAC 64.28 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 24.09.1999 JAAC 64.28 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:58", "Checksum": "7d74cb14bc12e6835d910ed8ceee493d", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 24.09.1999 JAAC 64.28 \r\n\n 2\nSchweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 (BV, SR 101) und äussert\nsich insbesondere im Verzicht auf einen Kostenvorschuss. Unabhängig von der\nwirtschaftlichen Kraft sollen alle Rechtsuchenden den gleichen Rechtsschutz\ngeniessen, so dass Schlechterstellungen aufgrund der finanziellen Situation\nausgeschlossen werden (BGE 122 I 9 E. 2a, BGE 120 Ia 63 E. 2b, BGE 118 Ia 370\nE. 4; VPB 55.3 S. 35).\nDer Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege befreit nur vorläufig von der\nBezahlung der Kosten. Fallen die Voraussetzungen nachträglich dahin, so\nkann sie für das künftige Verfahren entzogen werden (René A. Rhinow / Beat\nKrähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtssprechung, Ergänzungsband,\nBasel und Frankfurt a.M. 1990, S. 89 Nr. 29). Kommt die notleidende Person\nerst nach Abschluss des Verfahrens wieder zu hinreichendem Einkommen\noder Vermögen, so ist es mit Art. 4 Abs. 1 BV ebenfalls vereinbar, wenn der\nStaat die geleistete Prozesskostenhilfe zurückfordert (BGE 122 I 321 E. 2b;\nEntscheid der SRK vom 13. Oktober 1997 i.S. G. [SRK 1997-054], E. 2b; Andreas\nKley-Struller, Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, in: Aktuelle\nJuristische Praxis [AJP] 2/95, S. 184).\nVoraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind\nsomit einerseits die Bedürftigkeit des Antragstellers und andererseits die\nNichtaussichtslosigkeit seines Begehrens.\nb. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege gilt voraussetzungsgemäss\nnur für bedürftige Personen. Eine solche anspruchsbegründende Bedürftigkeit\nist grundsätzlich dann gegeben, wenn eine Partei die Prozesskosten nicht\naus ihren aktuellen eigenen Mitteln aufbringen kann. Ein Gesuchsteller\ngilt dann nicht als bedürftig, wenn er in der Lage ist, seine Prozesskosten\naus dem realisierbaren Einkommen und Vermögen, nach Abzug der\nLebensunterhaltungskosten für sich und die Familie, innert angemessener\nFrist zu bezahlen (Kley-Struller, a.a.O., S. 181), wobei die Frist nach\nbundesgerichtlicher Rechtsprechung immer dann als angemessen gilt, wenn\ndie Prozesskosten «innert Monaten» bezahlt werden können (BGE 118 Ia 370).\nWer die Prozesskosten nur dann bestreiten kann, wenn er diejenigen Mittel\nangreift, welche er zur Deckung des Grundbedarfs für sich und seiner Familie\nbedarf, ist demnach bedürftig, wobei nicht nur die Einkommenssituation,\nsondern auch die Vermögensverhältnisse zu berücksichtigen sind (BGE\n124 I 2 E. 2a, BGE 120 Ia 179 E. 3a). Dabei hat die Rechtsprechung immer\nwieder betont, dass nicht schematisch auf das betreibungsrechtliche\nExistenzminimum abgestellt werden darf, sondern die individuellen Umstände\nzu berücksichtigen sind (BGE 124 Ia 2 f. E. 2a mit Hinweisen). Aus diesem\nGrund wird in der Praxis zur Berechnung des Grundbedarfs oft zusätzlich\nzum betreibungsrechtlichen Existenzminimum ein Zuschlag von 20% gewährt,\nund es sind weitere effektiv anfallende und notwendige Auslagen wie etwa\nWohnungsmiete, Steuern und Krankenkassenprämien, bei der Berechnung\nder Bedürftigkeit eines Gesuchstellers mitzuberücksichtigen (BGE 118 II 99 E. 4\nb/aa; Volker Pribnow, Die Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege\n\n"}