{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-04-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-64-111--_2000-04-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004493.pdf?ID=150004493", "Checksum": "5a6297891e6fe190b5d5b1a1efdc65d5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.111 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.04.2000 JAAC 64.111 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 06.04.2000 JAAC 64.111 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 06.04.2000 JAAC 64.111 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:26", "Checksum": "68da8dc65cda32b862b0723658ad6578", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.04.2000 JAAC 64.111 \r\n\n 4\nerheben (Art. 196 Ziff. 14 Abs. 1 BV). Die schweizerische Mehrwertsteuer\nist nach dem Modell einer allgemeinen Konsum- oder Verbrauchsteuer\nausgestaltet (BGE 123 II 301; Daniel Riedo, Vom Wesen der Mehrwertsteuer\nals allgemeine Verbrauchsteuer und von den entsprechenden Wirkungen\nauf das schweizerische Recht, Bern 1999, S. 13 Rz. 3.2; Ernst Höhn / Klaus A.\nVallender, Kommentar BV, Art. 41ter , Rz. 11, 33; Markus Reich, Grundzüge der\nMehrwertsteuerordnung in der Schweiz und in der EU, in Der Schweizer\nTreuhänder [ST] 5/95, S. 329 ff.; vgl. auch AB 1993 N 329 f.). Eine solche\nSteuer erfasst den Konsum von Waren und Dienstleistungen grundsätzlich\numfassend. Allerdings werden die Verbraucher aus Praktikabilitätsgründen\nnicht direkt besteuert. Der Fiskus hält sich vielmehr an den Unternehmer,\nder die steuerbaren Umsätze erzielt. Die Unternehmer entlasten sich von\nder ihnen überwälzten Steuer mit dem Vorsteuerabzug und belasten die von\nihnen abgelieferte Steuer ihren Abnehmern über den Preis bis schliesslich\nder Endverbraucher die gesamte Steuerlast zu tragen hat. Aus der Eigenschaft\nder schweizerischen Mehrwertsteuer als allgemeine Verbrauchsteuer\nsind daher übergeordnete, systemtragende Grundprinzipien wie etwa das\nVerbrauchsteuer- und damit das Überwälzbarkeitsprinzip, der Grundsatz\nder Allgemeinheit der Mehrwertsteuer, der Steuerneutralitätsgrundsatz,\nder Grundsatz der einmaligen Besteuerung (Vermeidung von Doppel- und\nNichtbesteuerung) oder das Bestimmungslandprinzip abzuleiten (vgl.\nReich, a.a.O., S. 330; Alois Camenzind / Niklaus Honauer, Handbuch zur\nneuen Mehrwertsteuer, Bern 1994, S. 22 Rz. 6). Hierbei handelt es sich nach\nder Rechtsprechung der SRK um jene Grundsätze, die einer Prüfung der\nVereinbarkeit der Mehrwertsteuerverordnung mit Art. 130 und 196 Ziff. 14\nBV zugrunde zu legen sind (entsprechende Textstelle diverser Entscheide der\nEidgenössischen Steuerrekurskommission in MWST-Journal 2/96, S. 50 ff.; vgl.\nauch BGE 123 II 301 f.). Einer verfassungskonformen Auslegung dienen gemäss\nRechtsprechung der Eidgenössischen Steuerrekurskommission auch allfällige\nMaximen des europäischen Umsatzsteuerrechts (ausführlich: entsprechende\nTextstelle diverser Entscheide der SRK in MWST-Journal 2/96, S. 52 f.; vgl. BGE\n124 II 203 f. E. 6a).\nc. Zu beachten ist, dass der Richter den dem Verordnungsgeber in Art. 196\nZiff. 14 Abs. 1 BV übertragenen Entscheidungsspielraum nicht durch\neigene Ordnungsvorstellungen schmälern darf. Er hat sich vielmehr auf\ndie Prüfung der Verfassungsmässigkeit der in Frage stehenden Regelung\nzu beschränken. Eine vom Bundesrat getroffene Lösung, die sich im\nRahmen des ihm zustehenden Ermessens hält, die in der Verfassung\nenthaltenen mehrwertsteuerlichen Grundsätze beachtet und die weiteren\nVerfassungsrechte respektiert, darf deshalb durch den Richter nicht korrigiert\nwerden. Einschreiten darf dieser nur, wenn der Verordnungsgeber die ihm\neingeräumte Kompetenz überschritten hat, wobei das Gericht auch den\nUmfang dieser Kompetenz zu ermitteln hat (BGE 123 II 299).\nd. Im übrigen überprüft die SRK die gestützt auf die\nMehrwertsteuerverordnung erlassenen Ausführungsverordnungen\ndes Eidgenössischen Finanzdepartementes sowie die Auslegung der\nMehrwertsteuerverordnung durch die ESTV (z.B. Wegleitung, Broschüren und\n\n"}