{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-04-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-64-111--_2000-04-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004493.pdf?ID=150004493", "Checksum": "5a6297891e6fe190b5d5b1a1efdc65d5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.111 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.04.2000 JAAC 64.111 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 06.04.2000 JAAC 64.111 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 06.04.2000 JAAC 64.111 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:26", "Checksum": "68da8dc65cda32b862b0723658ad6578", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.04.2000 JAAC 64.111 \r\n\n 3\n2. Die Vergütungen für die Leistungen, die der Verband X. seinen Mitgliedern\nnach Art. 10 der Statuten gegen Entgelt erbringt, gelten als von der Steuer\nohne Vorsteuerabzugsrecht ausgenommene Mitgliederbeiträge, für deren\nVersteuerung nicht optiert werden kann.\n3. Der Verband X. ist mangels subjektiver Steuerpflicht zu Recht auf den 31. März\n1997 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen gelöscht worden.\n4. Der Verband X. hat für die Steuerperioden 1/95-4/95 Fr. 14 674.-\nMehrwertsteuer zuzüglich Verzugszins sowie für die Quartale 1/96-1/97\nFr. 9478.15 Mehrwertsteuer zuzüglich Verzugszins an die ESTV\nzurückzubezahlen.\n5. (Verfahrenskosten).»\nE. Mit Eingabe vom 4. November 1999 (Datum der Postaufgabe) lässt der\nVerband X. (Beschwerdeführer) gegen den Einspracheentscheid der ESTV vom\n4. Oktober 1999 Beschwerde bei der Eidgenössischen Steuerrekurskommission\n(SRK) führen und den Antrag stellen, der Einspracheentscheid sei aufzuheben.\nMit Vernehmlassung vom 11. Januar 2000 beantragt die ESTV, die Beschwerde\nkostenpflichtig abzuweisen.\nAus den Erwägungen:\n1.a. (...)\nb. Die Rückforderungen der ESTV für die Steuerperioden 1. Quartal 1995 bis\n1. Quartal 1997 in den Beträgen von Fr. 14 674.- sowie Fr. 9478.15 je nebst\nVerzugszins werden vom Beschwerdeführer in rechnerischer und damit\nin tatsächlicher Hinsicht nicht, sondern lediglich dem Grundsatze nach\nangefochten.\nZu befinden ist über die Frage, ob der Beschwerdeführer für seine subjektive\nSteuerpflicht optieren kann, sowie über die mehrwertsteuerliche Behandlung\nder vom Beschwerdeführer vereinnahmten allgemeinen Mitgliederbeiträge\nund des so genannten «Verwaltungskostenbeitrages».\n2.a. Die Mehrwertsteuerverordnung ist eine selbständige, das heisst\ndirekt auf der Verfassung beruhende Verordnung des Bundesrates.\nSie stützt sich auf Art. 196 Ziff. 14 Abs. 1 der Bundesverfassung der\nSchweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und\nstellt gesetzesvertretendes Recht dar, bis der ordentliche Gesetzgeber\ndas Mehrwertsteuerrecht geregelt hat. Selbständige Verordnungen des\nBundesrates sind daraufhin zu kontrollieren, ob sie mit den sachbezogenen\nVorgaben der Verfassungsvorschrift, auf welcher sie beruhen, harmonieren.\nBei der Mehrwertsteuerverordnung ist somit zu prüfen, ob der Bundesrat die\nin Art. 130 und 196 Ziff. 14 BV enthaltenen Grundsätze beachtet und sich an\nGegenstand, Zweck und Umfang der ihm eingeräumten Kompetenz gehalten\nhat. Darüber hinaus ist zu untersuchen, ob die Verordnung nicht mit sonstigen\nVerfassungsnormen, besonders mit den Grundrechtsgarantien, kollidiert,\nsoweit die ermächtigende Verfassungsnorm nicht selbst Abweichungen\nanordnet oder bewusst in Kauf nimmt (BGE 123 II 22 f., BGE 123 II 298).\nb. Laut Art. 130 Abs. 1 BV kann der Bund eine Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)\nerheben. Diese ist in Form einer Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug auf den\nLieferungen von Gegenständen, auf Dienstleistungen sowie auf Einfuhren zu\n\n"}