{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-05-19", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-64-110--_2000-05-19.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004490.pdf?ID=150004490", "Checksum": "ad5ac9c3f85c3ea49b0a83d0b6749b48"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.110 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 19.05.2000 JAAC 64.110 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 19.05.2000 JAAC 64.110 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 19.05.2000 JAAC 64.110 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:29", "Checksum": "d8af043a489863c4d727ffd5617b6d86", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 19.05.2000 JAAC 64.110 \r\n\n 3\nMit Eingaben vom 16. bzw. 23. November 1999 erhebt X. (Beschwerdeführerin)\nBeschwerde an die Eidgenössische Steuerrekurskommission (SRK) mit dem\nBegehren, der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. November 1999 sei\naufzuheben. Zur Begründung wiederholte sie ihre bereits bisher vertretene\nArgumentation. In ihrer Vernehmlassung vom 25. Februar 2000 schliesst die\nESTV auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde.\nAus den Erwägungen:\n1. (...)\n2.a. Die Mehrwertsteuerverordnung ist eine selbständige, das heisst\ndirekt auf der Verfassung beruhende Verordnung des Bundesrates.\nSie stützt sich auf Art. 196 Ziff. 14 Abs. 1 der Bundesverfassung der\nSchweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und\nstellt gesetzesvertretendes Recht dar, bis der ordentliche Gesetzgeber\ndas Mehrwertsteuerrecht geregelt hat. Selbständige Verordnungen des\nBundesrates sind daraufhin zu kontrollieren, ob sie mit den sachbezogenen\nVorgaben der Verfassungsvorschrift, auf welcher sie beruhen, harmonieren.\nBei der Mehrwertsteuerverordnung ist somit zu prüfen, ob der Bundesrat die\nin Art. 130 und 196 Ziff. 14 BV enthaltenen Grundsätze beachtet und sich an\nGegenstand, Zweck und Umfang der ihm eingeräumten Kompetenz gehalten\nhat. Darüber hinaus ist zu untersuchen, ob die Verordnung nicht mit sonstigen\nVerfassungsnormen, besonders mit den Grundrechtsgarantien, kollidiert,\nsoweit die ermächtigende Verfassungsnorm nicht selbst Abweichungen\nanordnet oder bewusst in Kauf nimmt (BGE 123 II 22 f.,123 II 298).\nb. Laut Art. 130 Abs. 1 BV kann der Bund eine Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)\nerheben. Diese ist in Form einer Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug auf den\nLieferungen von Gegenständen, auf Dienstleistungen sowie auf Einfuhren zu\nerheben (Art. 196 Ziff. 14 Abs. 1 BV). Die schweizerische Mehrwertsteuer\nist nach dem Modell einer allgemeinen Konsum- oder Verbrauchsteuer\nausgestaltet (BGE 123 II 301; Daniel Riedo, Vom Wesen der Mehrwertsteuer\nals allgemeine Verbrauchsteuer und von den entsprechenden Wirkungen\nauf das schweizerische Recht, Bern 1999, S. 13 Rz. 3.2; Ernst Höhn / Klaus A.\nVallender, Kommentar BV, Art. 41ter, Rz. 11, 33; Markus Reich, Grundzüge der\nMehrwertsteuerordnung in der Schweiz und in der EU, in Der Schweizer\nTreuhänder [ST] 5/95, S. 329 ff.; vgl. auch AB 1993 N 329 f.). Eine solche\nSteuer erfasst den Konsum von Waren und Dienstleistungen grundsätzlich\numfassend. Allerdings werden die Verbraucher aus Praktikabilitätsgründen\nnicht direkt besteuert. Der Fiskus hält sich vielmehr an den Unternehmer,\nder die steuerbaren Umsätze erzielt. Die Unternehmer entlasten sich von\nder ihnen überwälzten Steuer mit dem Vorsteuerabzug und belasten die von\nihnen abgelieferte Steuer ihren Abnehmern über den Preis bis schliesslich\nder Endverbraucher die gesamte Steuerlast zu tragen hat. Aus der Eigenschaft\nder schweizerischen Mehrwertsteuer als allgemeine Verbrauchsteuer\nsind daher übergeordnete, systemtragende Grundprinzipien wie etwa das\nVerbrauchsteuer- und damit das Überwälzbarkeitsprinzip, der Grundsatz\nder Allgemeinheit der Mehrwertsteuer, der Steuerneutralitätsgrundsatz,\nder Grundsatz der einmaligen Besteuerung (Vermeidung von Doppel- und\nNichtbesteuerung) oder das Bestimmungslandprinzip abzuleiten (vgl.\nReich, a.a.O., S. 330; Alois Camenzind / Niklaus Honauer, Handbuch zur\nneuen Mehrwertsteuer, Bern 1994, S. 22 Rz. 6). Hierbei handelt es sich nach\n\n"}