{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-03-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-63-92--_1999-03-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004430.pdf?ID=150004430", "Checksum": "8fd5848b7c75e15a4b03e2debe5abe4a"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.92 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 10.03.1999 JAAC 63.92 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 10.03.1999 JAAC 63.92 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 10.03.1999 JAAC 63.92 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:08", "Checksum": "b100c4918ec75dff7cecc2922bbd56d9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 10.03.1999 JAAC 63.92 \r\n\n JAAC 63.92\n\nAuszug aus einem Entscheid der Eidgenössischen\nSteuerrekurskommission vom 10. März 1999, SRK\n1998-079\n\nTaxe sur la valeur ajoutée. Prestations dans le domaine de la formation\n(art. 14 ch. 9 OTVA) dans le cadre de recrutement de personnel.\n- Principe de l’unité de la prestation (consid. 3b).\n- Si la prestation de formation est une partie intégrante de la location de\npersonnel, le chiffre d’affaires y relatif doit être considéré, sur le plan de\nla TVA, comme formant une unité (consid. 3c).\n- Pour la question de la fin de l’assujettissement subjectif ensuite d’un\nchiffre d’affaires insuffisant, les chiffres de l’année civile précédente\nsont déterminants (consid. 4).\n\nMehrwertsteuer. Ausbildungsleistungen (Art. 14 Ziff. 9 MWSTV) bei\nPersonalvermittlung.\n- Grundsatz der Einheitlichkeit der Leistung (E. 3b).\n- Ist die Ausbildungsleistung ein integrierender Bestandteil der\nPersonalvermittlung, ist der diesbezügliche Umsatz mehrwertsteuerlich\nals Einheit zu betrachten (E. 3c).\n- Für die Frage nach der Beendigung der subjektiven Steuerpflicht\ninfolge ungenügenden Umsatzes sind die Umsatzzahlen des\nKalendervorjahres ausschlaggebend (E. 4).\n\n1\nImposta sul valore aggiunto. Prestazioni di formazione (art. 14 n. 9\nOIVA) nell’ambito del collocamento del personale.\n- Principio dell’unità della prestazione (consid. 3b).\n- Se la prestazione di formazione è parte integrante del collocamento di\npersonale la relativa cifra d’affari deve essere considerata, per quanto\nriguarda l’IVA, come un’unità.\n- Per la questione della fine dell’assoggettamento soggettivo in seguito\na una cifra d’affari insufficiente, fanno stato le cifre dell’anno civile\nprecedente (consid. 4).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nA. Gemäss undatierter schriftlicher Vereinbarung zwischen der X. AG und\nS. verpflichtet sich letzterer, Personal für die X. AG zu «rekrutieren» und\nauszubilden sowie Schulungen und Meetings durchzuführen.\nS. war in der Zeit vom 1. Januar 1995 bis 31. Dezember 1997 im von\nder Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) geführten Register der\nMehrwertsteuerpflichtigen eingetragen. Die für das 1. und 2. Quartal 1995\ndeklarierte Steuer von Fr. 2436.15 bezahlte er nicht.\nB. Mit Entscheid vom 9. April 1997 bestätigte die Verwaltung die\nSteuerforderung von Fr. 2436.15 nebst Verzugszins und hob den\nRechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl vom 25. September 1996 des\nBetreibungsamtes T. auf.\nDagegen liess S. mit Eingabe vom 6. Mai 1997 Einsprache erheben und\nbeantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben sowie die am\n24. Februar 1997 geleistete Zahlung von Fr. 1000.- zurückzuerstatten. Zur\nBegründung brachte der Einsprecher sinngemäss vor, er sei für seine\nUmsätze von der Steuerpflicht ausgenommen, da sein jährlicher steuerbarer\nGesamtumsatz nicht Fr. 200 000.- betrage und gleichzeitig die Steuerzahllast\n- nach Abzug der Vorsteuer - Fr. 4000.- pro Jahr nicht übersteige. Denn der\nUmsatz des Jahres 1995 seiner Einzelfirma betrage Fr. 118 699.-. Davon seien\ndie von der Steuer ausgenommenen Leistungen «Schulung und Meeting»\n(Fr. 9000.-) in Abzug zu bringen. Die Vorsteuer ergebe einen Betrag von\nFr. 50 465.15, sodass letztlich eine Steuerzahllast von lediglich Fr. 3850.25\nverbleibe.\nC. Mit Einspracheentscheid vom 31. März 1998 wies die ESTV die Einsprache\nab und verpflichtete S. zur Bezahlung von Fr. 2963.15 (Fr. 2436.15 [1.\nund 2. Quartal 1995] sowie Fr. 527.- [1. bis 4. Quartal 1995] je zuzüglich\nVerzugszinsen). Als Begründung hielt die Vorinstanz im wesentlichen fest, der\nEinsprecher schulde für das Jahr 1995 eine Steuer von insgesamt Fr. 4927.10,\nweshalb eine Ausnahme von der Steuerpflicht nicht zum Zuge komme.\nSelbst wenn die geschuldete Steuer weniger als Fr. 4000.- betragen würde,\nkönne sich dies nicht auf die Steuerpflicht des Jahres 1995, sondern erst\nauf diejenige des Jahres 1996 auswirken. Es könne zudem offengelassen\n\n2\nwerden, ob es sich bei den Meetings um Umsätze gemäss Art. 14 Ziff. 9 der\nVerordnung vom 22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer (MWSTV, SR 641.201)\nhandle, denn im vorliegenden Fall bilde Hauptleistung die Vermittlung von\nVertriebspartnern. Die Meetings seien demgegenüber Nebenleistungen,\ndie als Kostenfaktor zusammen mit den Vermittlungsleistungen zu 6,5% zu\nversteuern seien. Überdies habe sie bei der Überprüfung der vom Einsprecher\neingereichten Unterlagen festgestellt, ein Teil der Steuer auf Ausgaben\nsei entgegen Art. 30 Abs. 2 MWSTV zu 100% abgezogen worden, oder die\nVorsteuerbelege entsprächen den Anforderungen von Art. 28 MWSTV nicht.\nFür das 3. Quartal 1995 habe der Einsprecher die Steuer zahlenmässig falsch\nberechnet. Diese Differenzen veranlassten die ESTV zur Nachbelastung in der\nHöhe von Fr. 527.-.\nD. Am 11. Mai 1998 lässt S. den Einspracheentscheid bei der Eidgenössischen\nSteuerrekurskommission (SRK) anfechten. Der Beschwerdeführer beantragt,\nder Einspracheentscheid sei aufzuheben, und er sei nach Art. 19 Abs. 1\nBst. a MWSTV für das Jahr 1995 von der Steuerpflicht zu befreien, da der\nGesamtumsatz Fr. 250 000.- nicht übersteige und der Steuerbetrag nach Abzug\nder Vorsteuer weniger als Fr. 4000.- betrage.\nIn der Vernehmlassung vom 13. Juli 1998 beantragt die ESTV, die Beschwerde\nabzuweisen.\n\nAus den Erwägungen:\n\n"}