{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-01-11", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-63-77--_1999-01-11.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004379.pdf?ID=150004379", "Checksum": "2098234a1cc52f4a5772aac3be185e87"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.77 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 11.01.1999 JAAC 63.77 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 11.01.1999 JAAC 63.77 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 11.01.1999 JAAC 63.77 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:24", "Checksum": "39f86b7f5489c63426fc6f44acf092de", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 11.01.1999 JAAC 63.77 \r\n\n JAAC 63.77\n\nAuszug aus einem Entscheid der Eidgenössischen\nSteuerrekurskommission vom 11. Januar 1999\n\nTaxe sur la valeur ajoutée. Demande de sûretés. Concordat.\n- Les demandes de sûretés doivent être proportionnées, en particulier\nquant à leur importance, mais également en ce qui concerne leur durée\n(consid. 3a/cc, 3b/cc).\n- Il y a mise en péril de l’impôt dû à l’avenir si, dans un passé récent,\nun assujetti a provoqué pratiquement en même temps l’endettement de\ndeux entreprises (consid. 3b/aa).\n- L’octroi d’un concordat judiciaire ne constitue pas un motif empêchant\nla notification d’une demande de sûretés (consid. 4).\n\nMehrwertsteuer. Sicherstellungsverfügung. Nachlassvertrag.\n- Sicherstellungsverfügungen müssen insbesondere bezüglich deren\nHöhe, aber auch in zeitlicher Hinsicht verhältnismässig sein (E. 3a/cc,\n3b/cc).\n- Eine Gefährdung der in Zukunft geschuldeten Steuer liegt dann\nvor, wenn ein Steuerpflichtiger in jüngerer Vergangenheit praktisch\ngleichzeitig mit zwei Unternehmen eine Überschuldung erwirtschaftet\nhat (E. 3b/aa).\n- Die Gewährung eines gerichtlichen Nachlassvertrags stellt keinen\nHinderungsgrund für den Erlass einer Sicherstellungsverfügung dar\n(E. 4).\n\n1\nImposta sul valore aggiunto. Richiesta di garanzie. Concordato.\n- Le richieste di garanzie devono essere proporzionate, in particolare\nper quanto concerne la loro entità, ma anche per quanto riguarda la\nloro durata (consid. 3a/cc, 3b/cc).\n- L’imposta dovuta in futuro è messa in pericolo se in un passato recente\nil contribuente ha provocato praticamente nello stesso lasso di tempo\nl’indebitamento di due imprese (consid. 3b/aa).\n- La concessione di un concordato giudiziario non rappresenta un\nmotivo d’impedimento per la notifica di una richiesta di garanzie\n(consid. 4).\n\nAus den Erwägungen:\n\n(...)\n3.a.cc. Sodann muss die gegen einen Steuerpflichtigen erlassene\nSicherstellungsverfügung verhältnismässig sein. Die Behörde soll sich\nkeines strengeren Zwangsmittels bedienen, als es die Umstände verlangen\n(vgl. BGE 124 I 44 f. E. 3e; 123 I 121 E. 4e; Alfred Kölz / Isabelle Häner,\nVerwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.\nZürich 1998, Rz. 391). Dies gilt vorab einmal für die Höhe der verlangten\nSicherheit. Sicherstellungsverfügungen müssen in jedem Fall ihren\nprovisorischen Charakter behalten und den voraussichtlichen Schulden\nRechnung tragen. Als zulässig zu erachten ist eine Sicherstellungsverfügung\nüber zukünftige Steuerforderungen dann, wenn sie nicht mehr als eine\nvoraussichtliche Jahressteuer umfasst.\nDer Grundsatz der Verhältnismässigkeit muss auch in zeitlicher Hinsicht\ngewahrt werden. So darf eine Sicherstellungsverfügung, gerade wenn sie\nsich auf erst in der Zukunft entstehende Forderungen bezieht, nicht für alle\nZeiten bestehen bleiben. Dies rechtfertigt sich schon deshalb, weil sich eine\nGefährdung der Steuer üblicherweise nicht auf unbestimmte Zeit hinaus mit\nder für eine Sicherstellungsverfügung notwendigen Intensität feststellen\nlässt. Dies würde im übrigen auch dem Charakter der Sicherstellung als\nprovisorische Massnahme nicht gerecht.\n3.b.aa. Im vorliegenden Fall begründet die Eidgenössische Steuerverwaltung\ndas Vorliegen einer Gefährdung des Steuereinzugs mit dem früheren\nVerhalten des Beschwerdeführers. Wie sich aus dem Sachverhalt ergibt, hatte\nder Beschwerdeführer einerseits persönlich, d.h. mit seiner Einzelfirma,\nerhebliche finanzielle Probleme, welche ihn dazu zwangen, mit seinen\nGläubigern einen Nachlassvertrag abzuschliessen. Dieser Nachlassvertrag\nwurde am 2. Juli 1998 gerichtlich genehmigt und beinhaltet einen Verzicht\nder Gläubiger auf 60% ihrer Forderungen. Andererseits bestand auch\nbezüglich der A. AG, deren Geschicke wiederum vom Beschwerdeführer\nals alleinigem Verwaltungsrat geleitet wurden, ein Sanierungsbedarf,\nwelcher im Dezember 1997 zu einer Nachlassstundung und im September\n1998 zu einem Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung führte, wobei die\n\n"}