{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-11-18", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-63-50--_1998-11-18.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004292.pdf?ID=150004292", "Checksum": "77f189fa3db34c370ae43e223a152e71"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.50 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 18.11.1998 JAAC 63.50 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 18.11.1998 JAAC 63.50 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 18.11.1998 JAAC 63.50 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:25", "Checksum": "7eec63efb2595e8f00e26ccab2d2eb16", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 18.11.1998 JAAC 63.50 \r\n\n 2\nin: Moser/Uebersax, Prozessieren vor eidgenössischen Rekurskommissionen,\nBasel und Frankfurt am Main 1998, Rz. 3.14). Im Beschwerdeverfahren vor\nVerwaltungsbehörden und eidgenössischen Rekurskommissionen kommt\nder Beschwerde im allgemeinen diese aufschiebende Wirkung von Gesetzes\nwegen zu (vgl. Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über\ndas Verwaltungsverfahren [VwVG], SR 172.021). Die Suspensivwirkung ist\ndie Regel, die unmittelbare Vollstreckbarkeit die Ausnahme. Immerhin kann\neinem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung durch die verfügende Behörde\nentzogen werden, mit Ausnahme von Beschwerden gegen Verfügungen\nüber Geldleistungen, welchen immer eine nicht entziehbare aufschiebende\nWirkung zukommt (Moser, a.a.O., Rz. 3.15).\nb. Vorbehalten bleiben schliesslich Bestimmungen in anderen Bundesgesetzen,\nnach denen eine Beschwerde keine aufschiebende Wirkung hat\n(Art. 55 Abs. 5 VwVG). Es besteht mit anderen Worten die Möglichkeit,\ndass der Gesetzgeber in einem Spezialerlass eine von der vorhin\numschriebenen Regelung abweichende Ordnung schafft (vgl. auch Fritz Gygi,\nBundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 242).\nDies ist unter anderem in Art. 58 Abs. 3 der Verordnung vom 22. Juni 1994\nüber die Mehrwertsteuer (MWSTV, SR 641.201) geschehen, in welchem\nes heisst, die Beschwerde gegen eine Sicherstellungsverfügung der\nEidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) hemme die Vollstreckung nicht.\nAls lex specialis geht diese Regelung dem allgemeinen Grundsatz, wonach der\nBeschwerde aufschiebende Wirkung zukommt, vor (vgl. Moser, a.a.O., Rz. 3.14).\nEs handelt sich hierbei um eine Entscheidung des Bundesrates als materiellen\nGesetzgeber, der eine Abwägung der widerstreitenden öffentlichen und\nprivaten Interessen auf Stufe der erstinstanzlich verfügenden Behörde\neinheitlich getroffen hat. Der Bundesrat stützt sich dabei direkt auf den\nGesetzgebungsauftrag aus Art. 8 Abs. 1 der Übergangsbestimmungen der\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai\n1874 (UeB BV, SR 101), welcher ihn beauftragt, bis zum Inkrafttreten der\nentsprechenden Bundesgesetzgebung die Ausführungsbestimmungen nach\nArt. 41ter Abs. 1 Bst. a und Abs. 3 BV zu erlassen. Ohne dass dazu nähere\nVorgaben enthalten sind, beinhaltet dieser Auftrag auch, dass die notwendigen\nverfahrensrechtlichen Bestimmungen für die Erhebung und den Bezug\nder Steuer in die bundesrätliche Verordnung aufzunehmen sind. Mit dem\nErlass von Art. 58 MWSTV kam der Bundesrat diesem Auftrag nach (vgl.\nVPB 63.30 E. 4a). Er gab insbesondere mit der Regelung von Art. 58 Abs. 3\nletzter Satz MWSTV der ESTV die Möglichkeit zur sofortigen Vollstreckung\nvon Sicherstellungsverfügungen, was auch der Regelung in anderen\nBundessteuer-Gesetzen entspricht (vgl. Art. 43 Abs. 3 des Bundesgesetzes\nvom 27. Juni 1973 über die Stempelabgaben [StG], SR 641.10; Art. 47 Abs. 3 des\nBundesgesetzes vom 13. Oktober 1965 über die Verrechnungssteuer [VStG], SR\n642.21; Art. 169 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die\ndirekte Bundessteuer [DBG], SR 642.11).\nDie getroffene Lösung verhindert, dass ein Steuerpflichtiger, welcher bereits\neinen Steuergefährdungstatbestand erfüllt, während der Rechtsmittelfrist -\nund bei Einreichen einer Beschwerde auch danach - weitere Vermögenswerte\nzu Ungunsten des Steuergläubigers entäussern kann, ohne dass der Fiskus\noder eine der Rechtsmittelinstanzen gegen ein solches Vorgehen einschreiten\nkönnte. Es besteht ein erhebliches öffentliches Interesse, dass die ESTV in\n\n"}