{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-04-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-63-31--_1998-04-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004229.pdf?ID=150004229", "Checksum": "817aafb7b2a1cb1a94dabdae04aea418"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.31 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 07.04.1998 JAAC 63.31 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 07.04.1998 JAAC 63.31 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 07.04.1998 JAAC 63.31 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:47", "Checksum": "e58b1017ec48379b5cecf414a395bb60", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 07.04.1998 JAAC 63.31 \r\n\n JAAC 63.31\n\nEntscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskommission\nvom 7. April 1998\n\nMesures contre l’utilisation sans cause légitime des conventions\nconclues par la Confédération en vue d’éviter les doubles impositions.\nConvention de double imposition (CDI) avec les Pays-Bas.\n- Compétence de la Commission fédérale de recours en matière de\ncontributions (consid. 1a).\n- Remboursement de dividendes conformément à la CDI avec les\nPays-Bas (consid. 3a). Notion de résidence (consid. 3b et c).\n- On admet qu’il y a dégrèvement d’impôt abusif lorsqu’une société\ndominée par l’étranger ne procède pas à des distributions de bénéfice\nappropriées durant la période concernée (consid. 4).\n\nMassnahmen gegen die ungerechtfertigte Inanspruchnahme\nvon Doppelbesteuerungsabkommen des Bundes.\nDoppelbesteuerungsabkommen mit den Niederlanden (DBA-NL).\n- Zuständigkeit der Eidgenössischen Steuerrekurskommission (E. 1a).\n- Rückforderung von Dividenden gemäss DBA-NL (E. 3a). Begriff der\nAnsässigkeit (E. 3b und c).\n- Bejahung der missbräuchlichen Steuerentlastung, da die ausländisch\nbeherrschte Gesellschaft in der fraglichen Zeit keine entsprechenden\nGewinne ausgeschüttet hat (E. 4).\n\n1\nProvvedimenti contro l’uso senza causa legittima delle convenzioni\nconchiuse dalla Confederazione per evitare le doppie imposizioni.\nConvenzione intesa a evitare i casi di doppia imposizione con i Paesi\nBassi (CDI-NL).\n- Competenza della Commissione federale di ricorso in materia di\ncontribuzioni (consid. 1a).\n- Domanda di rimborso di dividendi conformemente alla CDI-NL\n(consid. 3a). Nozione di domicilio (consid. 3b e c).\n- Si riconosce che lo sgravio d’imposta è abusivo, poiché nel periodo\nin questione la società sotto controllo estero non ha distribuito utili\nadeguati (consid. 4).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nA. Die A. AG hat ihren Sitz in der Schweiz und weist ein Aktienkapital von\nCHF 500 000.- auf.\nAm 12. November 1990, 16. Mai 1991 und 27. Januar 1992 reichte sie\ngestützt auf Art. 9 des Abkommens vom 12. November 1951 zwischen der\nSchweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich der Niederlande\nzur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom\nEinkommen und vom Vermögen (DBA-NL, SR 0.672.963.61) je einen Antrag\nauf Rückerstattung der niederländischen Dividendensteuer ein, welche auf\nDividendenerträgen der niederländischen Firma X aus den Jahren 1989,\n1990 und 1991 erhoben worden war. Die Eidgenössische Steuerverwaltung,\nAbteilung für internationales Steuerrecht und Doppelbesteuerung (ESTV),\nbescheinigte diese Anträge und leitete sie auf dem Dienstweg an die\nniederländische Steuerbehörde weiter.\nB. Am 10. Februar 1997 erliess die ESTV einen Entscheid nach Art. 5 Abs. 1 des\nBundesratsbeschlusses betreffend Massnahmen gegen die ungerechtfertigte\nInanspruchnahme von Doppelbesteuerungsabkommen des Bundes vom\n14. Dezember 1962 (Missbrauchsbeschluss, SR 672.202), mit dem sie die auf\nden Anträgen R-NL 1 vom 16. Mai 1991 und 27. Januar 1992 abgegebenen\nBescheinigungen bei den niederländischen Steuerbehörden widerrief\nund die A. AG aufforderte, die mit diesen Anträgen zu Unrecht erwirkten\nSteuerentlastungen von insgesamt HFL 48 507.20 innert vier Wochen\neinzubezahlen.\nC. Mit Einspracheentscheid vom 30. Juni 1997 wies die ESTV die Einsprache\nder A. AG vom 18. März 1997 ab und bestätigte ihren Entscheid vom\n10. Februar 1997. Zur Begründung führte sie aus, der Missbrauchsbeschluss\nmache die Abkommensberechtigung einer juristischen Person mit Sitz\nin der Schweiz, an der wesentliche ausländische Interessen bestehen,\nunter anderem von einer angemessenen jährlichen Gewinnausschüttung\nabhängig (Art. 2 Abs. 2 Bst. b Missbrauchsbeschluss). Es stehe fest, dass\ndie A. AG unter die erwähnte Bestimmung falle. Sie weigere sich jedoch,\nentsprechende Gewinnausschüttungen vorzunehmen. Deshalb sei sie nicht\n\n2\nberechtigt, die Vorteile der schweizerischen DBA zu beanspruchen. Sie könne\nauch nicht geltend machen, in ihrem Falle sei eine Gewinnausschüttung\naus besonderen Gründen nicht möglich gewesen (z. B. Verlust), da sie in\nden fraglichen Geschäftsjahren durchwegs mit positiven Ergebnissen\nabgeschlossen habe. Unter dem Gesichtspunkt des Abkommensmissbrauchs\nspiele die Gewinnverwendung bei juristischen Personen eine erhebliche\nRolle. Dies treffe insbesondere dann zu, wenn an der fraglichen juristischen\nPerson wesentliche ausländische Interessen bestünden. Den interessierten\nPersonen im Ausland blieben die in der Schweiz akkumulierten Gewinne\nlatent verhaftet. Sie seien mithin in der Lage, sich diese Gewinne\nverdeckt anzueignen. Mit dem Erfordernis, laufend eine angemessene\nGewinnausschüttung vorzunehmen, werde einer solchen Aushöhlung, die\nzugleich einen abkommenswidrigen Missbrauch zu Lasten der Quellenstaaten\ndarstelle, vorgebeugt.\nD. Dagegen erhebt die A. AG mit Eingabe vom 30. Juli 1997 Beschwerde bei\nder Eidgenössischen Steuerrekurskommission. Sie beantragt die Aufhebung\ndes angefochtenen Einspracheentscheides und damit den Verzicht auf die\nRückforderung vergüteter niederländischer Quellensteuer in Höhe von\nHFL 48 507.20 wegen angeblichen Verstosses gegen den Missbrauchsbeschluss.\nErgänzend verlangt sie für die Zeit bis zum Beschwerdeentscheid die\nAussetzung der Vollziehung des angefochtenen Einspracheentscheides.\nDie ESTV hält in ihrer Vernehmlassung vom 17. September 1997 an ihrem\nEinspracheentscheid vom 30. Juni 1997 fest.\n\nAus den Erwägungen:\n\n"}