{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-04-09", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-63-24--_1998-04-09.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004205.pdf?ID=150004205", "Checksum": "7739f34cf472704c02a60ba9be120706"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 63.24 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 09.04.1998 JAAC 63.24 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 09.04.1998 JAAC 63.24 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 09.04.1998 JAAC 63.24 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:47", "Checksum": "202edd0fa5300068804dce0e15864472", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 09.04.1998 JAAC 63.24 \r\n\n 7\nÜberlegungen heraus ist abzuleiten, dass für den Anwendungsbereich der\nWarenumsatzsteuer die Unterscheidung zwischen der direkten und der\nindirekten Stellvertretung sehr wichtig war. Ein direkter Stellvertreter war\nnicht steuerpflichtig, der indirekte Stellvertreter hingegen schon, wobei dessen\nsteuerbares Entgelt auch die Provision (bzw. Kommission) umfasste. Im Falle\nder direkten Stellvertretung kam ein Steuersatz von 6,2% zur Anwendung,\nim Falle der indirekten Stellvertretung ein Steuersatz von 9,3% bzw. gelangte\ndie Steuerbefreiung bei der Vorlage der Grossistenerklärung zur Anwendung\n(vgl. Jörg R. Bühlmann, MWSt! - Das Schweizer Mehrwertsteuer-Handbuch,\nZürich 1994, S. 60). Aus dieser Regelung lässt sich erklären, dass die direkte\nStellvertretung im Bereich der Warenumsatzsteuer nur dann anerkannt\nwurde, wenn der direkte Stellvertreter ausdrücklich im Namen und auf\nRechnung eines anderen handelte.\n5.a.aa. Im Bereich der Mehrwertsteuer wird bei der indirekten Stellvertretung\nangenommen, dass zwei - voneinander getrennte - Umsätze vorliegen, wobei\ndie Geschäftsbesorgung als sonstige Leistung als eine Lieferung angesehen\nwird, was eine Einschaltung in die Leistungskette bewirkt und für die\nBesteuerung als Entgelt die vom Käufer erhaltene Zahlung und die vom\nAuftraggeber bezahlte Kommission herangezogen wird, wobei diese Regelung\nauch durch das europäische Recht vorgesehen ist. Aus Art. 5 Abs. 3 Bst. c\nder 6. Richtlinie des Rates der Europäischen Gemeinschaft vom 17. Mai 1977\n(6. EG-Richtlinie, 77/388 EWG; Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften\n[ABl.] 1977 Nr. L 145 S. 1) ergibt sich für die Lieferung von Gegenständen und\naus Art. 6 Abs. 4 der 6. EG-Richtlinie für das Erbringen von Dienstleistungen,\ndass diese Regelung - nicht nur für eine Warenumsatzsteuer - sondern\ngrundsätzlich auch für das System der Mehrwertsteuer anwendbar ist (Ben\nTerra / Julie Kajus, A Guide to the European VAT-Directives - Commentary on\nthe Value Added Tax of the European Community, Loseblatt, Amsterdam\n1995, Teil V.3.3, S. 32 f. und Teil V.16, S. 77). Wie sich aus den erwähnten\nBestimmungen ergibt, ist die Einschaltung in die Leistungskette sowohl\nbei jeder Lieferung von Waren als auch bei allen Dienstleistungen zu\nberücksichtigen (Günter Rau / Erich Dürrwächter / Hans Flick / Reinhold Geist,\nKommentar zum Umsatzsteuergesetz, Loseblatt, 7. Aufl., Köln 1992, § 3 Rz. 210\nin fine; Alfred Vogel / Bernhard Schwarz, Kommentar zum Umsatzsteuergesetz,\nLoseblatt, Freiburg i. Br. 1997, § 3 Rz. 241; vgl. auch Art. 11 Teil B 3 Bst. b der\n6. EG-Richtlinie betreffend die Bemessungsgrundlage). Diese Überlegungen\nlassen den Schluss zu, dass diese Fiktion (zwei Umsätze, die für den indirekten\nStellvertreter als ein einziger Umsatz angesehen werden) eine Maxime der 6.\nEG-Richtlinie im Sinne der Rechtsprechung der SRK darstellt und daher ihre\nBerechtigung hat. Aus diesen Überlegungen leitet die SRK ab, dass durch die\nÜbernahme dieser «europäischen Technik» in die Mehrwertsteuerverordnung\nArt. 41ter BV nicht verletzt wird und damit die Maximen des europäischen\nUmsatzsteuerrechts beachtet werden.\nbb. Rechtsvergleichend ist festzuhalten, dass das französische Recht\ndiese Bestimmung (des europäischen Rechts) seit dem 1. Januar 1993\nvollständig umgesetzt hat (vgl. Jean-Paul Welzer / Serge Arnal, La TVA\nintracommunautaire, Paris 1996, S. 113 ff.; La Taxe sur la valeur ajoutée, La\nRevue fiduciaire, 1994, Nr. 805; TVA, les points délicats et leurs solutions, La\nRevue fiduciaire, 1994, Nr. 795; Pierre Bonneval, La TVA intracommunautaire,\nParis 1995, S. 60; vgl. auch Jean-Jacques Philippe, La TVA à l’heure européenne,\n\n"}