{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-03-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-62-83--_1998-03-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004049.pdf?ID=150004049", "Checksum": "afb021a34a82b2bc6411d3bd873d55af"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.83 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.03.1998 JAAC 62.83 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 06.03.1998 JAAC 62.83 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 06.03.1998 JAAC 62.83 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:48", "Checksum": "cb51db211495b88dce6a4163370dc358", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.03.1998 JAAC 62.83 \r\n\n 6\ndass der Steuerpflichtige für die Steuerbeträge durch Bürgschaft oder\nWertschriftenhinterlage für die Steuerbeträge Sicherheit zu leisten hat (Art. 71\nAbs. 2 MWSTV; Kommentar EFD, S. 58, ad Art. 71 Abs. 2 MWSTV; zumal\nhinsichtlich der Sicherstellung Erleichterungen gewährt werden können\n[Art. 71 Abs. 3 MWSTV]).\nIm übrigen würde vorliegendenfalls auch kein Zinsausfall entstehen im\nVerhältnis mit jenen Steuerpflichtigen, welche die Waren mit Freipass zur\nvorübergehenden Einfuhr abfertigen lassen und nicht in Gebrauch nehmen.\nDiesfalls ist nämlich keine Mehrwertsteuer geschuldet (Art. 67 Bst. h MWSTV\nin Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 Bst. g MWSTV). Schliesslich gilt es zu beachten,\ndass es sich bei diesem Zinsverlust nicht etwa um eine Beschränkung der\neigentlichen Einfuhrsteuerforderung oder gar des Einfuhrsteuerobjekts\nhandelt.\nUnter diesen Umständen ist ein Zinsausfall von höchstens 5% der geschuldeten\nEinfuhrsteuer nicht als wesentliche Auswirkung auf die Steuereinnahmen im\nSinne von Art. 8 Abs. 2 Bst. l UeB BV zu bezeichnen.\nb. Laut Art. 8 Abs. 2 Bst. l UeB BV dürfen sich die durch den Verordnungsgeber\nvorgesehenen Vereinfachungen zudem nicht in wesentlichem Ausmass auf die\nWettbewerbsverhältnisse auswirken.\naa. Die Frage nach der Rechtfertigung der Beschränkung des\nVerlagerungsverfahrens durch den Bundesrat und das EFD auf\nbestimmte hochwertige Gegenstände bildet nicht Streitgegenstand des\nvorliegenden Verfahrens. Wenn Art. 8 Abs. 2 Bst. l UeB BV verbietet, dass\ndie Vereinfachungen wesentlich in die Wettbewerbsverhältnisse eingreifen,\ndann bezieht sich dieses Verbot in casu ohnehin einzig auf die Branche, der\ndie Beschwerdeführerin angehört. Denn nach der bundesgerichtlichen\nRechtsprechung gilt der aus Art. 31 BV abgeleitete besondere Anspruch auf\nGleichbehandlung von Wettbewerbsbeteiligten durch das Gemeinwesen nur\nunter Gewerbegenossen. Als solche gelten lediglich direkte Konkurrenten, das\nheisst die Angehörigen der gleichen Branche, die sich mit gleichen Angeboten\nan dasselbe Publikum richten, um das gleiche Bedürfnis zu befriedigen (BGE\n121 I 132, 120 Ia 238). Der tragende Gedanke liegt darin, dass sich der Staat\ngegenüber den am freien Markt auftretenden Konkurrenten neutral zu\nverhalten hat. Daraus wird das Gebot der Wettbewerbsneutralität abgeleitet\n(BGE 121 I 132, 120 Ia 237, 120 Ib 145; vgl. Ernst Höhn / Klaus A. Vallender,\nKommentar zur Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft\nvom 29. Mai 1874, Basel/Zürich/Bern, Art. 41ter , Rz. 3; vgl. auch Xavier Oberson,\nFiscalité et liberté économique, in: Problèmes actuels de droit économique\n[Mélanges en l’honneur du Professeur Charles-André Junod], Basel/Frankfurt a.\nM. 1997, S. 343 ff.).\nDer Bundesrat hat das EFD ermächtigt, ein vereinfachtes Erhebungsverfahren\nvorzusehen, wenn der Steuerpflichtige regelmässig beachtliche\nVorsteuerüberschüsse aufweist (Art. 81 Bst. f. MWSTV). Die Bewilligung zur\nVerlagerung der Steuerentrichtung wird nur erteilt, wenn der Steuerpflichtige\nin seinen periodischen Abrechnungen aufgrund seiner Umsätze von in\nArt. 1 Abs. 2 Bst. a Verlagerungsverordnung genannten Gegenständen\nregelmässig Vorsteuerüberschüsse von über Fr. 250 000.- ausweist (Art. 1\n\n"}