{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-03-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-62-83--_1998-03-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004049.pdf?ID=150004049", "Checksum": "afb021a34a82b2bc6411d3bd873d55af"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.83 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.03.1998 JAAC 62.83 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 06.03.1998 JAAC 62.83 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 06.03.1998 JAAC 62.83 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:48", "Checksum": "cb51db211495b88dce6a4163370dc358", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.03.1998 JAAC 62.83 \r\n\n 5\nnachzuprüfen, ob das in Art. 81 Bst. f MWSTV vorgesehene - und mit der\nVerlagerungsverordnung verwirklichte - vereinfachte Erhebungsverfahren\nwesentliche Steuereinbussen nach sich zieht.\naa. Der Steueranspruch entsteht grundsätzlich im Zeitpunkt der Wareneinfuhr\nund ist auch zu diesem Zeitpunkt zur Zahlung fällig (Art. 71 Abs. 1 MWSTV\nin Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 und Art. 35 des Zollgesetzes vom 1. Oktober\n1925 [ZG], SR 631.0; vgl. Alois Camenzind / Niklaus Honauer, Handbuch zur\nneuen Mehrwertsteuer, Bern 1995, S. 313 Rz. 1152). Die Mehrwertsteuer\nauf Wareneinfuhren, die für Zwecke gemäss Art. 15 Abs. 2 MWSTV (vor\nallem Exporte) verwendet werden, kann indessen vom steuerpflichtigen\nBezüger erst am Ende der Abrechnungsperiode, in der die Zolldeklaration\nangenommen wurde, als Vorsteuer abgezogen werden (Art. 15 Abs. 1 in\nVerbindung mit Art. 29 Abs. 1 Bst. c und Art. 29 Abs. 6 Bst. c MWSTV).\nErhält der Steuerpflichtige die Bewilligung zur Verlagerung der Entrichtung\nder Einfuhrsteuer, ist zum Zeitpunkt der Einfuhr keine Mehrwertsteuer\nzur Zahlung fällig. Der Pflichtige kann diese vielmehr am Ende der\nAbrechnungsperiode, in der die Zolldeklaration angenommen wird, gegenüber\nder ESTV deklarieren und gleichzeitig als Vorsteuer wiederum abziehen (Art. 1\nAbs. 1 Verlagerungsverordnung).\nbb. Die Einfuhrsteuer betreffend die dem Gesuch um Verlagerung der\nSteuerentrichtung vom 30. Dezember 1994 zugrundeliegende Periode\nbeträgt umgerechnet auf die ab 1. Januar 1995 in Kraft getretene\nMehrwertsteuer unbestrittenermassen Fr. 265 618.-. Bei Bewilligung des\nVerlagerungsverfahrens im vorliegenden Fall würde dem Fiskus dem Gesagten\nzufolge ein Zinsausfall von maximal 5% jährlich der diesfalls bei der Einfuhr\nnicht zur Zahlung fällig werdenden Steuerschuld erwachsen. Geht man von\neiner gleichmässigen Verteilung der Einfuhren auf die Abrechnungsperioden\nsowie von einer Kapitalbindung von 5 Monaten (= Maximum, welches\nsich aus der Dauer der Abrechnungsperiode [Art. 36 Abs. 1 Bst. a MWSTV]\nzuzüglich 60 Tage bis zur Auszahlung des Vorsteuerüberschusses [Art. 39\nAbs. 4 MWSTV, bei vorausgesetzter sofortiger Einreichung der Abrechnung\ndurch die Steuerpflichtige] ergibt) aus, so resultiert ein Zinsausfall von rund\nFr. 5532.- (Fr. 66 405.- [1/4 von Fr. 265 618.-] x 0.05 = Fr. 3320.-, geteilt durch 12\nMonate, mal 5 Monate = Fr. 1383.- x 4 = Fr. 5532.-).\nDer so errechnete Zinsausfall geht von der äussersten Annahme aus,\ndass sämtliche Einfuhren jeweils am ersten Tag der entsprechenden\nAbrechnungsperiode erfolgt sind. Je später innerhalb der Steuerperiode die\nWaren eingeführt werden, desto stärker verringert sich jedoch der Zinsverlust\ndes Fiskus. Erfolgen die Einfuhren beispielsweise jeweils in der zweiten\nHälfte des Steuerquartals, so beträgt der Zinsausfall noch maximal 2,5% der\njährlichen Einfuhrsteuer. Der Zinsausfall im Umfang von jährlich 5% der\nEinfuhrsteuer stellt demnach eine theoretische, absolute Obergrenze dar.\nZudem würde bei Anwendung des Verlagerungsverfahrens auf die\nBeschwerdeführerin der Zinsverlust des Fiskus im Verhältnis zu jenen\nsteuerpflichtigen Bezügern von Wareneinfuhren, die gemäss Art. 71\nAbs. 2 MWSTV die Steuer erst am 60. Tag nach Rechnungsstellung\ndurch die Eidgenössische Zollverwaltung bezahlen, massiv verringert\nbzw. gar beseitigt (letzteres, wenn deren Einfuhren nach den ersten\n30 Tagen der Abrechnungsperiode erfolgen). Dies ungeachtet dessen,\n\n"}