{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-03-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-62-82--_1998-03-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004046.pdf?ID=150004046", "Checksum": "60c971f1460780561e20d8d8460801bc"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.82 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.03.1998 JAAC 62.82 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 06.03.1998 JAAC 62.82 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 06.03.1998 JAAC 62.82 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:48", "Checksum": "456905cb20004b8182eca6a44f8a2d42", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 06.03.1998 JAAC 62.82 \r\n\n 7\nSteuerneutralität, der Grundsatz der einmaligen Besteuerung (Vermeidung\nvon Doppel- und Nichtbesteuerung) oder das Bestimmungslandprinzip\nabzuleiten (vgl. Reich, a.a.O., S. 330; Alois Camenzind / Niklaus Honauer,\nHandbuch zur neuen Mehrwertsteuer, Bern/Stuttgart/Wien 1995, S. 22 Rz. 6).\nHierbei handelt es sich nach der Rechtsprechung der SRK um jene Grundsätze,\ndie einer Prüfung der Vereinbarkeit der Mehrwertsteuerverordnung mit\nArt. 41ter BV zugrunde zu legen sind (entsprechende Textstelle diverser\nEntscheide der SRK in MWST-Journal 2/96, S. 50 ff.; vgl. auch BGE 123 II\n301f. E. 5). Einer verfassungskonformen (Art. 41ter BV) Auslegung dienen\ngemäss Rechtsprechung der SRK auch allfällige Maximen des europäischen\nUmsatzsteuerrechts (ausführlich: entsprechende Textstelle diverser\nEntscheide der SRK in MWST-Journal 2/96, S. 52 f.).\ncc. Zu beachten ist, dass der Richter den dem Verordnungsgeber in\nArt. 8 UeB BV übertragenen Entscheidungsspielraum nicht durch eigene\nOrdnungsvorschriften schmälern darf. Er hat sich vielmehr auf die\nPrüfung der Verfassungsmässigkeit der in Frage stehenden Regelung\nzu beschränken. Eine vom Bundesrat getroffene Lösung, die sich im\nRahmen des ihm zustehenden Ermessens hält, die in der Verfassung\nenthaltenen mehrwertsteuerlichen Grundsätze beachtet und die weiteren\nVerfassungsrechte respektiert, darf deshalb durch den Richter nicht korrigiert\nwerden. Einschreiten darf dieser nur, wenn der Verordnungsgeber die ihm\neingeräumte Kompetenz überschritten hat, wobei das Gericht auch den\nUmfang dieser Kompetenz zu ermitteln hat (BGE 123 II 22 f. E. 3a; 123 II 298 f.\nE. 3a; 123 II 388 f. E. 3a).\nb. Im übrigen überprüft die SRK die Auslegung der\nMehrwertsteuerverordnung durch die ESTV frei. Sie orientiert sich\ndabei an den gleichen sachbezogenen Vorgaben der Verfassung wie bei der\nÜberprüfung der Verfassungsmässigkeit der Mehrwertsteuerverordnung (vgl.\nBGE 123 II 299 E. 3b). Dies gilt auch insoweit als die ESTV ihre Praxis in Form\nvon generellen administrativen Weisungen (z. B. Wegleitung, Broschüren oder\nMerkblätter) festgelegt hat.\n3.a. Nach Art. 8 Abs. 2 Bst. e Ziff. 1 8. Lemma UeB BV unterliegen dem\nreduzierten Steuersatz unter anderem die Lieferungen und die Einfuhr von\n«Zeitungen, Zeitschriften, Bücher(n) und andere(n) Druckerzeugnisse(n) in dem\nvom Bundesrat zu bestimmenden Ausmass».\nGemäss Art. 27 Abs. 1 Bst. a Ziff. 1 9. Lemma MWSTV beträgt die Steuer 2% auf\nden Lieferungen und dem Eigenverbrauch der folgenden Gegenstände:\n«Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne\nReklamecharakter der vom Eidgenössischen Finanzdepartement zu\nbestimmenden Arten».\nDas EFD hat in Art. 2 VO EFD den Begriff der Zeitung und Zeitschrift wie folgt\numschrieben:\n«Als Zeitungen oder Zeitschriften gelten Druckerzeugnisse, die mindestens\nzweimal pro Jahr erscheinen, einen gleichbleibenden Titel tragen, eine\nfortlaufende Numerierung sowie die Angabe des Erscheinungsdatums und\nder Erscheinungsweise enthalten und dem Interesse der Leserschaft an einer\nlaufenden Orientierung über Wissenswertes oder an der Unterhaltung dienen.\nAusgenommen sind Erzeugnisse mit Reklamecharakter.»\n\n"}