{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-11-19", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-62-81--_1997-11-19.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004043.pdf?ID=150004043", "Checksum": "1318fb599ba2563a8e66ba820287b84c"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.81 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 19.11.1997 JAAC 62.81 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 19.11.1997 JAAC 62.81 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 19.11.1997 JAAC 62.81 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:27:16", "Checksum": "d896eced05d16b82193f0fbe4c9ccfac", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 19.11.1997 JAAC 62.81 \r\n\n 15\nfalls der Erwerber ein unbeteiligter Dritter ist (Pfund, a.a.O., S. 114 f.,\nRz. 3.49). Nach Art. 14 Abs. 1 VStG ist die steuerbare Leistung grundsätzlich\nobligatorisch um die Verrechnungssteuer zu kürzen, das heisst die Steuer\nist auf den Empfänger der Leistung zu überwälzen. Vereinbarungen,\nwelche dieser Verpflichtung widersprechen, sind nichtig. Unterbleibt die\nÜberwälzung, so entsteht eine öffentlich-rechtliche Regressforderung des\nLeistungserbringers gegenüber dem Leistungsempfänger in Höhe der nicht\nüberwälzten Verrechnungssteuer (Pfund, a.a.O., S. 392, Rz. 1.3; vgl. Stockar,\na.a.O., Fallbeispiel 18, S. 58 und S. 105; indirekt ergibt sich dies aus Art. 46\nAbs. 1 VStG). Möglich ist allerdings die Vereinbarung einer Nettoleistung,\ndie dann 65% der effektiven Bruttoleistung entspricht. Diesfalls muss die\nBruttoleistung durch «Aufrechnung ins Hundert» der Nettoleistung ermittelt\nwerden (Pfund, a.a.O., S. 376 f., Rz. 3.5). In gewissen Fällen, insbesondere\nbei verdeckten Gewinnausschüttungen, erfolgt in der Praxis seit längerem\neine nachträgliche Aufrechnung ins Hundert, wobei dem Empfänger dann\nselbstverständlich die Rückerstattung der auf der Bruttoleistung berechneten\nVerrechnungssteuer zusteht (Pfund, a.a.O., S. 377 f., Rz. 3.6). Während Pfund\ndiese Aufrechnung ins Hundert bei verdeckten Gewinnausschüttungen (bzw.\ngeldwerten Leistungen) als zulässig erachtet, erscheint ihm die nachträgliche\nAufrechnung dort als kaum vertretbar, wo die steuerbare Leistung in ihrer\nHöhe zum voraus vertraglich fest vereinbart worden ist (Pfund, a.a.O., S. 378 f.,\nRz. 3.7).\nd. Mit Art. 62 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren\n(VwVG, SR 172.021) ist davon auszugehen, dass eine reformatio in peius\nzulässig ist, wenn die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt oder auf\neiner unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des Sachverhalts beruht.\nIm weiteren muss die Gewährung des rechtlichen Gehörs erfolgt sein (Art. 62\nAbs. 3 VwVG; vgl. auch Alfred Kölz / Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren\nund Verwaltungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1993, S. 178 f., Rz. 301 f.; zur\nAnwendung auf das Einspracheverfahren, S. 124, Rz. 204).\ne. Gemäss Art. 20 VStG und den dazugehörigen Vollzugsbestimmungen (Art. 24\nAbs. 1 und Art. 25 Abs. 1 VStV) ist davon auszugehen, dass in bestimmten\nFällen die Steuerpflicht durch Meldung der steuerbaren Leistung erfüllt\nwerden kann (vgl. dazu auch Pfund, a.a.O., S. 495 ff., Rz. 5 ff.; Max Kramer,\nDie Voraussetzungen des Meldeverfahrens bei Kapitalerträgen, ASA 54\nS. 335 ff.). Für die Durchführung des Meldeverfahrens ist unumgänglich,\ndass zumindest eine der objektiven Voraussetzungen nach Art 24 Abs. 1 VStV\nund alle subjektiven sowie verfahrensmässigen Voraussetzungen nach Art. 24\nAbs. 2 VStV vorliegen (Kramer, a.a.O., S. 336). Wesentlich ist sodann, dass die in\nden vorgenannten Bestimmungen dargestellte Ordnung abschliessend ist und\nweder die ESTV noch die richterlichen Instanzen die Meldung statt Entrichtung\nder Steuer in weiterem Umfang (z. B. bei Härtefällen) zulassen können (Pfund,\na.a.O., S. 495, Rz. 5; ASA 62 S. 287). Die Meldung statt Steuerentrichtung\nkann sowohl für zurückliegende (schon fällig gewordene) als auch für\nerst bevorstehende Leistungen bewilligt werden. Zu den zurückliegenden\nLeistungen gehören vor allem die anlässlich eines Kontrollverfahrens oder\neiner Buchprüfung erfassten Leistungen (Pfund, a.a.O., S. 501 f., Rz. 14.2).\nWenn über die Begünstigte, auf die als Empfängerin der Leistung die\nVerrechnungssteuer zu überwälzen ist, ein in der Folge eröffnetes\nKonkursverfahren bereits abgeschlossen ist und nachträglich noch\n\n"}