{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1997-05-07", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-62-45--_1997-05-07.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003923.pdf?ID=150003923", "Checksum": "2324970aaafb2c786a7e0d3d5242c4d4"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.45 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 07.05.1997 JAAC 62.45 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 07.05.1997 JAAC 62.45 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 07.05.1997 JAAC 62.45 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:09", "Checksum": "26f6bc6dc26524acfb93361cc9a41816", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 07.05.1997 JAAC 62.45 \r\n\n1.a. Die Eidgenössische Steuerrekurskommission beurteilt als\nBeschwerdeinstanz Einspracheentscheide der ESTV (Art. 71a Abs. 1 des\nBundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968\n[VwVG], SR 172.021, in Verbindung mit Art. 53 MWSTV). Das Verfahren vor\nder Eidgenössischen Steuerrekurskommission bestimmt sich gemäss Art. 71a\nAbs. 2 VwVG nach diesem Gesetz.\nb. (...)\n2.a. Nach Art. 51 Abs. 1 Bst. f MWSTV trifft die ESTV von Amtes wegen\noder auf Verlangen des Steuerpflichtigen einen Entscheid, wenn für einen\nbestimmten Fall vorsorglich die amtliche Feststellung der Steuerpflicht,\nder Steuerschuld, des Anspruchs auf Vorsteuerabzug usw. beantragt wird\noder als geboten erscheint. Gemäss Art. 25 Abs. 2 VwVG ist dem Begehren\num eine Feststellungsverfügung zu entsprechen, wenn der Gesuchsteller\nein schutzwürdiges Interesse nachweist. Laut bundesgerichtlicher\nRechtsprechung ist der Anspruch auf Erlass einer Feststellungsverfügung\ngegeben, wenn der Gesuchsteller ein rechtliches oder tatsächliches Interesse\nan der sofortigen Feststellung seines Rechts hat, dem keine erheblichen\nöffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen, und wenn dieses\nschutzwürdige Interesse nicht durch eine rechtsgestaltende Verfügung\n(bzw. eine Leistungsverfügung) gewahrt werden kann (BGE 119 V 13\nE. 2a, 114 V 203; René A. Rhinow / Beat Krähenmann, Schweizerische\nVerwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel und Frankfurt am Main\n1990, S. 109 f. Nr. 36). Der Begriff des schutzwürdigen Interesses gemäss\nArt. 25 Abs. 2 VwVG ist dabei nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses\nin gleichem Sinne auszulegen wie bei der Anwendung der Vorschriften\nüber die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 48 Bst. a VwVG und Art. 103\nBst. a des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege\nvom 16. Dezember 1943 (OG, SR 173.110; BGE 114 V 202 E. 2c mit weiteren\nHinweisen). Da das Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes nur Verfügungen\ndes materiellen Verwaltungsrechts als Anfechtungsobjekte vorsieht (vgl.\ninsbesondere Art. 1 Abs. 1 und 5 VwVG), kann ein zur Beschwerdeerhebung\nlegitimierendes Rechtsschutzinteresse von vornherein nur angenommen\nwerden, wenn eine solche Verfügung des materiellen Verwaltungsrechts, das\nheisst eine verbindliche, durchsetzbare und nicht ohne weiteres umstössliche,\nfür die Beteiligten bindende und auch für Drittinteressierte massgebende\nRegelung eines konkreten Rechtsverhältnisses (vgl. Fritz Gygi, Über die\nanfechtbare Verfügung, in: Berner Festgabe zum Schweizerischen Juristentag\n1979, Bern/Stuttgart 1979 [im folgenden: anfechtbare Verfügung], S. 520) in\nFrage steht. Insbesondere darf nicht umgekehrt überall dann und dort eine\nanfechtbare Verfügung angenommen werden, wo ein Rechtsschutzinteresse\nan der Anfechtung einer Verwaltungshandlung oder -äusserung anerkannt\nwerden könnte (Gygi, anfechtbare Verfügung, S. 521). Diese Grundsätze gelten\n\n"}