{"Signatur": "CH_VB_015", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1996-02-20", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_015_JAAC-61-66--_1996-02-20.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003563.pdf?ID=150003563", "Checksum": "1ec3fb29cc5fd9a695224e2e9a960bc1"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 61.66 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 20.02.1996 JAAC 61.66 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006 20.02.1996 JAAC 61.66 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni 20.02.1996 JAAC 61.66 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de contributions, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale di ricorso in materia di contribuzioni"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:28:39", "Checksum": "c0b39a378e7002c11fcb693200ebaaa3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Steuerrekurskommission 20.02.1996 JAAC 61.66 \r\n\nA. Der Buchdrucker X war bis zum 31. März 1993 als Grossist im Sinne\nvon Art. 8 und 9 des Bundesratsbeschlusses vom 29. Juli 1941 über\ndie Warenumsatzsteuer (WUB, SR 641.20, AS 1941 VI 173) im von der\nEidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) geführten Register für\nWarenumsatzsteuerpflichtige eingetragen. Im Zusammenhang mit der\nGeschäftsübergabe führte die ESTV im Betrieb des Steuerpflichtigen eine\nKontrolle im Sinne von Art. 35 WUB betreffend die Steuerperioden 1. Quartal\n1988 bis 4. Quartal 1992 durch. Aufgrund dieser Kontrolle forderte die ESTV\nFr. 42 344.- Warenumsatzsteuern zuzüglich Verzugszins nach. Mit Entscheid\nvom 21. Juli 1993 bestätigte die ESTV die Nachforderung.\nB. Durch seinen Vertreter liess X am 30. August 1993 gegen diesen Entscheid\nEinsprache erheben. Mit Einspracheentscheid vom 11. Oktober 1995\nwies die ESTV die Einsprache ab und bestätigte die Steuernachforderung\nvollumfänglich.\nC. Mit Eingabe vom 13. November 1995 liess X durch seinen Vertreter\ngegen den Einspracheentscheid Beschwerde bei der Eidgenössischen\nSteuerrekurskommission erheben. In der Vernehmlassung beantragte die\nESTV, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, da der Einspracheentscheid\nvom 11. Oktober 1995 am 10. Oktober 1995 der Post übergeben und am\n11. Oktober 1995 dem Vertreter von X eröffnet worden sei. Die 30tägige\nBeschwerdefrist habe vom 12. Oktober 1995 bis 10. November 1995 gedauert\nund daher sei die Beschwerde vom 13. November 1995 verspätet eingereicht\nworden.\nD. Der Vertreter des Beschwerdeführers X führte über Aufforderung durch\ndie Eidgenössische Steuerrekurskommission zur Frage der Zustellung\naus, der Entscheid der ESTV vom 11. Oktober 1995 sei tatsächlich am\n11. Oktober 1995 in seiner Kanzlei entgegengenommen worden. Während\nseiner Ferienabwesenheit sei infolge eines Versehens das Zustellcouvert\nweggeworfen und es sei auch der sonst übliche Eingangsstempel auf dem\nEinspracheentscheid nicht angebracht worden. Zurück aus den Ferien\nsei er zum Schluss gelangt, dass dieser mit 11. Oktober 1995 datierte\nEinspracheentscheid frühestens am 12. Oktober 1995 bei ihm eingetroffen\nsein konnte. Unter der Annahme, dass der Einspracheentscheid frühestens\nam 12. Oktober 1995 eingetroffen sei, habe er die 30tägige Frist richtig\nberechnet und die Beschwerde rechtzeitig eingereicht. Die ESTV habe mit\ndieser Datierung des Entscheides den Beschwerdeführer X offenkundig\ngetäuscht und damit den Grundsatz von Treu und Glauben verletzt.\n\nAus den Erwägungen:\n\n1. (...)\n2. Die Beschwerdefrist gegen Einspracheentscheide der ESTV beträgt 30 Tage\n(Art. 71a Abs. 2 VwVG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 3 WUB sowie mit Art. 50\nVwVG). Diese gesetzliche Frist kann nicht erstreckt werden (Art. 22 Abs. 1\nVwVG). Der fragliche Einspracheentscheid ist am 10. Oktober 1995 gefällt\nworden, trägt aber fälschlicherweise das Datum vom 11. Oktober 1995. Er ist\n\n"}