{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-08-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-70-45--_2005-08-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007325.pdf?ID=150007325", "Checksum": "f6dbbb858bf20422c055749f4afd6722"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.45 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 02.08.2005 JAAC 70.45 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 02.08.2005 JAAC 70.45 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 02.08.2005 JAAC 70.45 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:31", "Checksum": "b88dc4f8a38b5736760dd463d54430e2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 02.08.2005 JAAC 70.45 \r\n\n 6\nVerfassungsrecht der Schweiz, Zürich 2001, S. 1101 ff., dort S. 1112, Rz. 36; R.\nJ. Schweizer, Zur Nachführung des Legalitätsprinzips, Mélanges Pierre Moor,\nBern 2005, S. 517, 521 ff.).\n3.2. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, Art. 45 Abs. 2 FMG regle\nden Umfang des Auskunftsrechts abschliessend. Demnach sei es bloss\nzulässig, die Daten der Telekioskdienst-Anbieter zu offenbaren, wenn es\num die Ermittlung missbräuchlich hergestellter Verbindungen gehe. Für\neine allgemein zugängliche Veröffentlichung von Namen und Adressen der\nTelekioskdienst-Anbieter stelle das Auskunftsrecht gemäss Art. 45 FMG keine\nGrundlage zur Verfügung. Diesem Ergebnis stehe auch Art. 46 FMG über\nden Persönlichkeitsschutz nicht entgegen. Der Bundesrat könne nicht über\ndie Grenzen hinaus gehen, die Art. 45 FMG ziehe. Gegenteils müsse er dem\nPersönlichkeitsschutz der Telekioskdienst-Anbieter Rechnung tragen, was bei\neiner allgemeinen Veröffentlichung der Identität der Rufnummerninhaber\nnicht der Fall sei. Diese Argumentation ist nachfolgend zu prüfen.\nGemäss Art. 45 FMG können Kunden von der Anbieterin von\nFernmeldediensten Auskunft über die für die Rechnungstellung verwendeten\nDaten verlangen, insbesondere über die Adressierungselemente, den Zeitpunkt\nder Verbindung und das geschuldete Entgelt. Diese Bestimmung regelt\nsomit den Umfang des Auskunftsrechts zur Überprüfung der Rechnung.\nÜberdies erhält der Teilnehmer gemäss Art. 45 Abs. 2 FMG bei missbräuchlich\nhergestellten Verbindungen auch Auskunft über Namen und Adressen der\nanrufenden Anschlüsse, wenn ein Missbrauch glaubhaft gemacht werden\nkann. Bei missbräuchlich hergestellten Verbindungen ist an solche zu denken,\ndie die Schädigung, die Beunruhigung oder die Belästigung eines anderen\nFernmeldeteilnehmers bezwecken bzw. an solche, die gemäss Art. 179septies\nStGB vom Gesetzgeber unter Strafe gestellt wurden. Art. 45 FMG regelt also\ndas Auskunftsrecht der zahlenden Fernmeldeteilnehmer gegenüber den\nFernmeldedienst-Anbietern betreffend deren Rechnungsgrundlagen sowie\ndas Auskunftsrecht bezüglich des für strafbar erklärten Ausnahmefalls des\nMissbrauchs der Fernmeldeanlage durch andere Teilnehmer (Botschaft zum\nFMG, BBl 1996 III 1405 ff., 1442 f.).\nArt. 45 FMG gilt somit nicht für Konsumenten, welche die Kostenerhebung\nseitens der Telekioskdienst-Anbieterin überprüfen oder die gar z. B. wegen\nSchlecht- oder Nichterfüllung des Telekiosk-Dienstleistungsvertrages gegen\ndie Telekiosk-Anbieterin vorgehen wollen. Denn in diesen Fällen geht es\nweder um die Rechnungstellung der Fernmeldedienst-Anbieterin für den\nFernmeldeverkehr an sich noch um missbräuchlich hergestellte Verbindungen.\nDie Telekioskdienst-Anbieter können sich aber ihrerseits als Kunden aufgrund\nvon Art. 45 FMG an die Fernmeldedienst-Anbieterin wenden.\n\n"}