{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-08-02", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-70-45--_2005-08-02.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150007325.pdf?ID=150007325", "Checksum": "f6dbbb858bf20422c055749f4afd6722"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 70.45 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 02.08.2005 JAAC 70.45 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 02.08.2005 JAAC 70.45 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 02.08.2005 JAAC 70.45 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:20:31", "Checksum": "b88dc4f8a38b5736760dd463d54430e2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 02.08.2005 JAAC 70.45 \r\n\n 5\nder Anbieter wieder das Öffentlichkeitsprinzip, allerdings im Rahmen eines\nAbrufverfahrens. Einzig eine hier nicht interessierende Nummernkategorie\nbildet eine Ausnahme (Art. 9 Abs. 1 und 2 AEFV).\n3.1.2. Gesetzliche Grundlage der AEFV bildet das FMG, namentlich dessen\nArt. 28, der den Bundesrat beauftragt, Verwaltung und Zuteilung der\nAdressierungselemente zu ordnen. Das FMG regelt zusätzlich im Kap. 7\nüber das Fernmeldegeheimnis in Art. 45 das Auskunftsrecht sowie in\nArt. 46 den Persönlichkeitsschutz. In Art. 46 FMG wird der Bundesrat\nermächtigt, insbesondere die Identifikation des anrufenden Anschlusses, die\nAnrufumleitung, die Verwendung von Daten über den Fernmeldeverkehr\nsowie die Sicherheit der Fernmeldedienste gegen unbefugte Abhörung\nund Eingriffe zu regeln. Er soll dabei dem Persönlichkeitsschutz der\nTeilnehmerinnen und Teilnehmer am Fernmeldeverkehr sowie den\nüberwiegenden öffentlichen Interessen Rechnung tragen. Auch wenn Art.\n45 und 56 FMG im Ingress der AEFV nicht erwähnt werden, sind diese\nBestimmungen vom Verordnungsgeber und den Anwendern der AEFV mit zu\nbeachten.\n3.1.3. (Verweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts bezüglich seiner\nPrüfungsbefugnis gegenüber Verordnungen des Bundesrats, insbesondere so\ngenannt unselbständigen Verordnungen: BGE 130 I 26, 32 E. 2.2.1, BGE 126 V\n468, 473; für die zu Art. 4 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen\nEidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 [aBV[1] ] ergangene Rechtsprechung,\nwelche gemäss BGE 126 V 52 E. 3b unter der Herrschaft der am 1. Januar 2000\nin Kraft getretenen neuen Bundesverfassung weiterhin Geltung beansprucht\nvgl. insbesondere BGE 125 V 30 E. 6a, BGE 125 V 223 E. 3b, je mit Hinweisen).\nAufgrund des so genannt diffusen Systems der Normenkontrolle in der\nSchweiz gelten die dort dargelegten Befugnisse und Grundsätze auch für\nandere Gerichte oder die eidgenössischen Rekurskommissionen wie die EDSK.\n3.1.4. Ungeachtet der verfassungsrechtlich beschränkten gerichtlichen\nKompetenz, Verordnungen des Bundesrates auf ihre Verfassungsmässigkeit\nzu überprüfen, gilt nach Art. 164 Abs. 1 BV auf Bundesebene im Sinne\neiner Richtlinie, dass alle wichtigen rechtsetzenden Normen und\ninsbesondere die grundlegenden Bestimmungen über die Einschränkungen\nverfassungsmässiger Rechte in der Form eines Bundesgesetzes zu erlassen\nsind. Diese dem formellen Gesetzgeber vorbehaltenen Befugnisse sollten\ngrundsätzlich nicht delegiert werden (Art. 164 Abs. 2 BV; Näheres bei\nP. Tschannen, Staatsrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft,\nBern 2004, S. 548 ff.). Aus Art. 36 Abs. 1 BV folgt zudem, dass eine\nschwerwiegende Einschränkung eines Grundrechts in einer (delegierten)\nBundesratsverordnung nur vorgesehen werden kann, wenn deren\ngrundlegende Elemente bereits in einem formellen Gesetz enthalten sind (vgl.\nBGE 120 Ib 97 E. 4b/aa S. 104; K. Sutter-Somm, St. Galler Kommentar zur BV\n[nachfolgend: SG-Kommentar BV], Zürich 2002, Rz. 10 zu Art. 164; M. Beusch,\nDer Gesetzesbegriff der neuen Bundesverfassung, in: Gächter/Bertschi [Hrsg.],\nNeue Akzente in der «nachgeführten» Bundesverfassung, Zürich 2000, S. 227\nff., dort S. 242 ff.; ferner Hangartner/Kley, Die demokratischen Rechte in Bund\nund Kantonen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Zürich 2000, S. 398, Rz.\n970; G. Müller, Rechtssetzung und Staatsverträge, in: Thürer/Aubert/Müller,\n\n"}