{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-04-15", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-69-106--_2005-04-15.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006740.pdf?ID=150006740", "Checksum": "e25e3e537ee1384917c49f92b0bcf018"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.106 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 15.04.2005 JAAC 69.106 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 15.04.2005 JAAC 69.106 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 15.04.2005 JAAC 69.106 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:04", "Checksum": "9155c4e8161dd4edb1ab328edca9cbef", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 15.04.2005 JAAC 69.106 \r\n\n 7\nvorangetrieben (zum Beispiel Lösungen zur Absender-Authentifizierung),\ndoch wird damit die Problematik nur um eine Stufe vor den Adressaten\nzurückgeschoben. Der Anfall von unnützen Kosten und Beanspruchungen, die\nvon den «Spam»-Versendern verursacht werden, bleibt weiterhin aktuell.\n2.2. Das DSG gilt für das Bearbeiten von Daten natürlicher und juristischer\nPersonen durch private Personen und Bundesorgane (Art. 2 Abs. 1 DSG). Als\nPersonendaten gelten dabei alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder\nbestimmbare Person beziehen (Art. 3 Bst. a DSG). Bestimmbar ist die Person\nauch dann, wenn sie zwar allein durch die Daten nicht eindeutig identifiziert\nwird, aber aus den Umständen, das heisst dem Kontext einer Information auf\nsie geschlossen werden kann (Botschaft zum DSG vom 23. März 1988, BBl 1988\nII 413, S. 444).\n2.3. Das DSG bezweckt den Schutz der Persönlichkeit und der Grundrechte\nvon Personen, über die Daten bearbeitet werden (Art. 1 DSG). Dem Gesetz\nliegt - neben der Wahrung der Privatsphäre im Sinne von Art. 8 Ziff. 1\nder Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte\nund Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) - der Gedanke der informationellen\nSelbstbestimmung zugrunde, ein Aspekt der persönlichen Freiheit, welcher\nauch in die schweizerische Rechtsprechung Eingang gefunden hat. Das\nBundesgericht hat unter der alten Bundesverfassung der Schweizerischen\nEidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 (aBV[2] ) ab 1987 diesen Gedanken\naufgenommen und anerkannt, dass es ein ungeschriebenes Grundrecht auf\ninformationelle Selbstbestimmung gibt (BGE 113 Ia 1, BGE 113 Ia 257, BGE 120\nII 118, BGE 122 I 153, BGE 127 III 481 usw.).\nDem Kerngehalt dieses Grundrechts nach muss die einzelne Person gegenüber\nfremden staatlichen oder privaten Bearbeitungen von sie betreffenden\nInformationen letztlich bestimmen können, ob und zu welchem Zweck diese\nInformationen über sie bearbeitet werden. Nur wenn der einzelnen Person\ndas Recht auf Einwilligung oder Widerspruch gegenüber staatlichen Stellen\nund privaten Interessenten zuerkannt wird, kann sie sich gegen unmittelbare\noder mittelbare Beeinträchtigungen durch Informationstätigkeiten wehren.\nMüsste sie hingegen das Erforschen von Konsumgewohnheiten, eine\nKreditauskunft, eine geheime Sicherheitsprüfung als «Missbrauch von\npersönlichen Daten» nachweisen, könnte sie sich nur in Ausnahmefällen\ngegen staatliche und private Informationstätigkeiten wehren (R. J. Schweizer,\nSt. Galler Kommentar zur schweizerischen Bundesverfassung, Zürich\n2002, Art. 13 Rz. 38, mit weiteren Hinweisen). Seit Inkrafttreten der neuen\nBundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999\n(BV, SR 101) sind der Anspruch auf Schutz der Privatsphäre und das Recht auf\ninformationelle Selbstbestimmung explizit geregelt (Art. 13 Abs. 1 bzw. Abs. 2\nBV).\nDie Entwicklungen der letzten Jahrzehnte im Bereich der\nInformationstechnologie haben zu einer Intensivierung der allgemeinen\nDatenschutzdiskussion und zu einer zunehmenden Gefährdung der\n\n"}