{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2005-04-15", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-69-106--_2005-04-15.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006740.pdf?ID=150006740", "Checksum": "e25e3e537ee1384917c49f92b0bcf018"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 69.106 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 15.04.2005 JAAC 69.106 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 15.04.2005 JAAC 69.106 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 15.04.2005 JAAC 69.106 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:04", "Checksum": "9155c4e8161dd4edb1ab328edca9cbef", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 15.04.2005 JAAC 69.106 \r\n\n 6\nnicht nur die elektronische Kommunikation an sich, sondern auch das\nInternet-Shopping sowie jeden Dienst, für dessen Benutzung die Angabe einer\nE-Mail-Adresse erforderlich ist.\nAusgehend von der Annahme, dass jede der 1,7 Mio. beruflich auf\nComputerkommunikation angewiesene Person in der Schweiz täglich\n5 Minuten einsetzt, um den Inhalt ihres elektronischen Postfaches von\nunerwünschten Sendungen zu säubern, wird der auf Produktionsverluste\nzurückzuführende Schaden für die Schweiz auf 4 Milliarden Franken pro\nJahr geschätzt (Bernhard Plattner in: Tages-Anzeiger vom 24. Juni 2004, S. 10).\nSchon vor drei Jahren rechnete eine europäische Studie allein für die Zeit, die\ndas Herunterladen von Werbe-E-Mails erfordert, mit weltweiten Kosten in\nHöhe von 10 Milliarden Euro pro Jahr (Gauthronet/Drouard, a.a.O., S. 11).\nIn den vorgenannten Zahlen sind die Auslagen für Wartung und Kauf\nvon Hard- und Software zum Schutz vor unverlangter Werbung und vor\nViren nicht enthalten. Eine in neuerer Zeit verschiedentlich beklagte\nZusammenarbeit von «Spam»-Versendern und Virenschreibern verschärft die\naufgezeigte Problematik, da immer öfter «Spam»-Versender mittels heimlich\neingeschleuster Programme die Computer ahnungsloser Benutzer für den\nMassenversand von E-Mails missbrauchen.\nEs ist eine Eigenheit des E-Mail-Direktmarketings, auf die auch der\nEDSB hinweist, dass es sich für den Versender um eine extrem billige\nWerbemethode handelt, welche hingegen beim Empfänger Auslagen und\nsonstigen Aufwand entstehen lässt, unabhängig davon, ob dieser mit\ndiesem Werbungsversand einverstanden ist oder nicht. Bei der Nutzung\nder bisher bekannten Werbekanäle mittels adressierten Direktwerbung\nper Brief oder Telefax oder bei unadressierten Streuwerbungen über\nprivate Verteilorganisationen entstanden dem kommerziellen Versender\nhohe Kosten für Druckmaterial und/oder Beförderungsgebühren, bei den\nEmpfängern der unerwünschten Werbepost hingegen kein vergleichbar\nhoher Aufwand für die Entsorgung. Insbesondere verhinderten die hohen\nbeim Versender anfallenden Werbekosten zum vornherein, dass dieser\nunüberschaubare Mengen an unverlangter Werbung an beliebige viele\npotenzielle Konsumenten verschickte. Umgekehrt ist es hingegen heute bei\nder Nutzung von E-Mail: unter minimalstem Einsatz von Kosten und Zeit\nkann ein Versender über Internet z. B. 1’000’000 Werbemails absetzen, für\nderen Empfang und Vernichtung die Empfänger Kosten und Zeit aufwenden\nmüssen. Aus diesem Grunde werden Sammlungen von E-Mail-Adressen heute\nim grossen Stil gehandelt. Selbst wenn ein Werbeversand für einen Artikel z. B.\nan 1’000’000 E-Mail-Adressaten nur eine Rücklaufquote von 0,05% zu erzielen\nvermag, so würde dies 500 Abnehmer für das beworbene Produkt bringen.\nAngesichts der geschilderten Kosten wird verständlich, weshalb immer mehr\nAnbieter weltweit den Streuversand von Werbung per E-Mail als interessantes\nWerbemedium für die verschiedensten Produkte betrachten. Demgegenüber\nmüssen alle übrigen 999’500 E-Mail-Empfänger die unverlangte Werbung\nherunterladen, öffnen, lesen oder zumindest löschen, d. h. - zumal bei\nBenutzung eines POP[1] -Mailservers - Zeit und Kosten aufwenden, ganz zu\nschweigen von Internet-Service-Providern und den Datenleitungen, deren\nKapazitäten ebenfalls 999’500 mal unnütz belastet bzw. beansprucht werden.\nZwar bieten Filterprogramme mittlerweile einen gewissen Schutz für die\nE-Mail-Adressaten, und die Entwicklung technologischer Lösungen wird\n\n"}