{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-02-03", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-67-71--_2003-02-03.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006095.pdf?ID=150006095", "Checksum": "0cede1c8492423170529a65da461bb97"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.71 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 03.02.2003 JAAC 67.71 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 03.02.2003 JAAC 67.71 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 03.02.2003 JAAC 67.71 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:06", "Checksum": "f66e664bd326b9f22e9d5c9111c27c1b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 03.02.2003 JAAC 67.71 \r\n\n JAAC 67.71\n\nUrteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission\nvom 3. Februar 2003\n\nArt. 21 et art. 25 al. 3 let. a LPD. Droit à la destruction de données\npersonnelles pour la conservation desquelles il n’existe plus de base\nlégale.\nL’obligation, respectivement le droit de tenir un dossier et de\nconserver des actes, résulte de la prise en charge de la tâche pour\nl’accomplissement de laquelle les actes correspondants ont été établis.\nAprès le transfert d’une tâche à un autre organe (en l’espèce du\nMinistère public de la Confédération vers le Service d’analyse et de\nprévention), les actes doivent être conservés, respectivement poursuivis\npar l’autorité chargée, en vertu de la nouvelle réglementation, de\nla mission, pour l’accomplissement de laquelle ils ont été établis et\nadministrés. Des actes pour la conservation desquels il n’existe (plus)\nde base légale doivent être détruits (consid. 3-5).\n\nArt. 21 und Art. 25 Abs. 3 Bst. a DSG. Anspruch auf Vernichtung von\nPersonendaten, für deren Aufbewahrung keine gesetzliche Grundlage\nmehr existiert.\nDie Pflicht bzw. das Recht zur Aktenführung und Aufbewahrung\nvon Akten ergibt sich aus der Wahrnehmung der Aufgabe, zu deren\nErfüllung die entsprechenden Akten angelegt werden. Akten sind\nnach der Überführung einer Aufgabe an ein anderes Organ (im\nvorliegenden Fall von der Bundesanwaltschaft zum Dienst für Analyse\nund Prävention) von derjenigen Amtsstelle aufzubewahren bzw.\nweiterzuführen, die mit der Wahrnehmung der Aufgaben, zu deren\nErfüllung die Akten erstellt und geführt werden, nach der neuen\nRegelung betraut ist. Akten, für deren Aufbewahrung keine gesetzliche\nGrundlage (mehr) existiert, sind zu vernichten (E. 3-5).\n\n1\nArt. 21 e art. 25 cpv. 3 lett. a LPD. Diritto alla distruzione di dati\npersonali per la cui conservazione non vi è più base legale.\nL’obbligo rispettivamente il diritto di tenere un incarto e di conservare\ngli atti risulta dall’adempimento del compito per la realizzazione del\nquale sono stati raccolti i relativi documenti. Dopo il trasferimento del\ncompito ad un altro organo (nella fattispecie dal Ministero pubblico\ndella Confederazione al Servizio di analisi e prevenzione), gli atti\ndevono essere conservati, rispettivamente aggiornati, dall’autorità alla\nquale, secondo le nuove regole, è stato affidato tale compito. Gli atti per\nla cui conservazione non vi è (più) base legale devono essere distrutti\n(consid. 3-5).\n\nZusammenfassung des Sachverhalts:\nA. Am 12. Juni 2001 reichte der Beschwerdeführer bei der Bundesanwaltschaft\n(BA) ein Gesuch um Akteneinsicht ein. Mit Schreiben vom 6. Juli 2001\nbestätigte die BA, dass bei ihr ein Dossier über den Beschwerdeführer\nvorhanden sei. Sie gab dem Auskunftsbegehren gestützt auf Art. 8 des\nBundesgesetzes über den Datenschutz vom 19. Juni 1992 (DSG, SR 235.1) statt,\nwobei aber im Text einige Stellen abgedeckt wurden. Zur Begründung wurde\nauf Art. 9 Abs. 2 Bst. a DSG verwiesen.\nInhaltlich beziehen sich die Akten der BA auf ein Akkreditierungsverfahren\n1998/1999. In dessen Vorfeld ersuchte das Eidgenössische Departement für\nauswärtige Angelegenheiten (EDA) die BA um sachdienliche Informationen.\nDie BA übermittelte dem EDA in der Folge eine «Note» vom (…) der\nBundespolizei. Im übrigen enthalten die Akten der BA Dokumente des EDA,\nwelche dieses der BA zusammen mit dem Auskunftsersuchen zur Verfügung\nstellte.\nB. Im Folgenden beantragte der Beschwerdeführer am 17. Juli 2001 die\nBerichtigung bzw. Vernichtung des Dossiers der BA. Zur Begründung wurde im\nwesentlichen angeführt, dass die Akten rufschädigende und haltlose, lediglich\nauf Hörensagen beruhende Behauptungen über den Beschwerdeführer und\nseine Familie enthalten. Mit Entscheid vom 9. August 2001 lehnte die BA das\nGesuch des Beschwerdeführers ab. Sinngemäss wurde darin ausgeführt,\ndass nur die Note der Bundespolizei ein Aktenstück der BA sei. Im übrigen\nenthalte das Dossier ausschliesslich Akten des EDA. Hinsichtlich dieser Akten\nsei das EDA Datenherr und entscheide mithin über die Berichtigung oder\nVernichtung dieser Akten. Die BA vernichte ihre Dossiers nicht, sondern\nberichtige sie lediglich nach Massgabe von Art. 5 Abs. 2 DSG bzw. lege dem\nDossier einen Bestreitungsvermerk bei. Ein Verfahren für die Berichtigung\nund die Ausgestaltung von Bestreitungsvermerken existiere nicht. Im\nvorliegenden Fall sei die BA nicht in der Lage, mit verhältnismässigem\nAufwand über die Richtigkeit der Angaben in den Akten bzw. in der Eingabe\ndes Beschwerdeführers vom 17. Juli 2001 zu entscheiden. Gestützt auf\ndiese Überlegungen erklärte sich die BA bereit, die genannte Eingabe\nim Sinne eines Bestreitungsvermerkes zu den Akten zu nehmen, da der\n\n"}