{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-12-17", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-65-53--_1999-12-17.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005219.pdf?ID=150005219", "Checksum": "877a94483f3626fefd33a874c8e34a2e"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.53 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 17.12.1999 JAAC 65.53 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 17.12.1999 JAAC 65.53 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 17.12.1999 JAAC 65.53 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:18", "Checksum": "81b3ef5b70d0051a8ae861a44e99fde9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 17.12.1999 JAAC 65.53 \r\n\n JAAC 65.53\n\nUrteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission\nvom 17. Dezember 1999\n\nArt. 321bis CP. Art. 11 al. 2 OALSP. Conditions des autorisations de lever\nle secret professionnel en matière de recherche médicale.\nLe fait que les personnes concernées, après avoir été informées de leurs\ndroits, ne se sont pas opposées à la communication des données, ne\nconstitue pas une condition de l’autorisation, mais il doit être pris en\ntant qu’élément cumulatif à l’autorisation délivrée par la commission\nd’experts. Une information globale et non personnalisée des ayants\ndroit n’est licite qu’à titre exceptionnel (consid. 3).\n\nArt. 321bis StGB. Art. 11 Abs. 2 VOBG. Voraussetzungen der straflosen\nOffenbarung des Berufsgeheimnisses.\nDass die Betroffenen nach Aufklärung über ihre Rechte die\nDatenweitergabe nicht verweigern, ist nicht Bewilligungsvoraussetzung,\nsondern als kumulatives Element neben der durch die\nExpertenkommission zu erteilenden Bewilligung zu verstehen. Eine\nglobale, nicht persönliche Information der Berechtigten ist nur in\nAusnahmefällen zulässig (E. 3).\n\nArt. 321bis CP. Art. 11 cpv. 2 OATSP. Condizioni per l’autorizzazione di\ntogliere il segreto professionale in materia di ricerca medica.\nIl fatto che le persone interessate, dopo essere state informate dei suoi\ndiritti, non si siano opposte alla comunicazione di dati, non costituisce\nuna condizione per l’autorizzazione. Tale fatto va però considerato\nquale elemento cumulativo all’autorizzazione rilasciata dalla\ncommissione di esperti. Un’informazione globale e non personalizzata\ndegli aventi diritto è ammessa solo in casi eccezionali (consid. 3).\n\n1\nA. Die Beschwerdeführer betreiben an einem Universitätsspital ein\nForschungsprojekt einer Stiftung, wofür sie eine pharmakoepidemiologische\nDatenbank über hospitalisierte, internistische Patientinnen und Patienten\nunterhalten. Diese umfasst mehrere Komponenten: erstens eine von\n1974-1993 geführte Datenbank der Abteilung für klinische Pharmakologie\nund Toxikologie mit über 40 000 Hospitalisationen, zweitens eine ab 1996\nim Anschluss an die erste geschaffene Datensammlung zum obgenannten\nProjekt mit heute über 4000 Personen, zu denen jährlich ungefähr 2000-3000\nRegistrierungen kommen sowie drittens eine Spezialstudie im Rahmen\ndes obgenannten Projekts ab 1999 über Patientinnen und Patienten mit\nLeberschaden-Befund («liver injury»). Diese Spezialstudie soll aus dem\nMaterial der Jahre 1996 und 1997 gewonnen werden.\nB. Die Eidgenössische Expertenkommission für das Berufsgeheimnis\nin der medizinischen Forschung (nachfolgend Expertenkommission) hat mit\nVerfügung vom 19. April 1999 das Forschungsprojekt bewilligt, welches, wie\nsie festhält, einen dreistufigen Sachverhalt umfasst (ursprüngliche Datenbank,\naktuelle Datenbank und Spezialkohorte). Dabei sei das Besondere, dass die\neine Phase einerseits bereits abgeschlossen ist, währenddessen die beiden\nandern Phasen fortdauern bzw. erst in Planung sind. Die Sonderbewilligung\nan die beiden Bewilligungsnehmer (Prof. Dr. med. X, Frau Dr. med. Y) stützt\nsich auf Art. 321bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember\n1937 (StGB, SR 311.0) und Art. 2 der Verordnung vom 14. Juni 1993 über die\nOffenbarung des Berufsgeheimnisses im Bereich der medizinischen Forschung\n(VOBG, SR 235.154). Im Einzelnen hat die Expertenkommission folgendes\nverfügt:\n«1. Bewilligungsnehmer\na. Herrn Prof. Dr. med. [X], Abteilungsleiter der Klinischen Pharmakologie\n[eine]s Universitätsspitals, wird als verantwortlichem Projektleiter unter\nnachfolgenden Bedingungen und Auflagen eine Sonderbewilligung gemäss\nArt. 321bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) sowie\nArtikel 2 der Verordnung über die Offenbarung des Berufsgeheimnisses im\nBereich der medizinischen Forschung (VOBG, SR 235.154) zur Entgegennahme\nnicht anonymisierter Daten gemäss Ziffer 2 im Rahmen des unter Ziffer 3\numschriebenen Zwecks erteilt. Er muss eine Erklärung über die ihm gemäss\nArt. 321bis StGB auferlegte Schweigepflicht unterzeichnen.\nb. Frau Dr. med. [Y], Oberärztin in der Abteilung der Klinischen Pharmakologie\ndes[selben] Universitätsspitals sowie den übrigen dort tätigen Assistenzärzten\nund -ärztinnen werden unter nachfolgenden Bedingungen und Auflagen eine\nSonderbewilligung gemäss Art. 321bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches\n(StGB, SR 311.0) sowie Artikel 2 der Verordnung über die Offenbarung des\nBerufsgeheimnisses im Bereich der medizinischen Forschung (VOBG, SR 235.154)\nzur Entgegennahme nicht anonymisierter Daten gemäss Ziffer 2 im Rahmen des\nunter Ziffer 3 umschriebenen Zwecks erteilt. Sie müssen eine Erklärung über die\nihnen gemäss Artikel 321bis StGB auferlegte Schweigepflicht unterzeichnen.\n2. Sonderbewilligung für die Offenbarung von Personendaten\n\n"}