{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-06-29", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-65-52--_1999-06-29.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005216.pdf?ID=150005216", "Checksum": "ded50cfd143c4c8870fd7fbd1cb0c950"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.52 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 29.06.1999 JAAC 65.52 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 29.06.1999 JAAC 65.52 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 29.06.1999 JAAC 65.52 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:25:53", "Checksum": "70e488aea89e85448d1a438f54e054b8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 29.06.1999 JAAC 65.52 \r\n\n JAAC 65.52\n\nUrteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission\nvom 29. Juni 1999\n\nArt. 48 PA. Art. 33 al. 1 LPD. Qualité pour recourir à la Commission\nfédérale de la protection des données.\nEn tant qu’autorité compétente selon le droit cantonal pour enquêter\nsur des crimes ou des délits, le procureur de district n’a pas la qualité\npour recourir au sens de l’art. 33 al. 1 let. b LPD (consid. 2).\n\nArt. 48 VwVG. Art. 33 Abs. 1 DSG. Legitimation zur Beschwerde an die\nEidgenössische Datenschutzkommission.\nDie Bezirksanwaltschaft ist als nach kantonalem Recht für die\nUntersuchung von Verbrechen und Vergehen zuständige Behörde nicht\nzur Beschwerdeführung gemäss Art. 33 Abs. 1 Bst. b DSG legitimiert\n(E. 2).\n\nArt. 48 PA. Art. 33 cpv. 1 LPD. Legittimazione per ricorrere alla\nCommissione federale della protezione dei dati.\nIn quanto autorità competente secondo il diritto cantonale per\nindagare su crimini o delitti, la procura distrettuale non è legittimata\nper ricorrere ai sensi dell’art. 33 cpv. 1 lett. b LPD (consid. 2).\n\n1\nA. Im Rahmen einer hängigen Strafuntersuchung gegen Beamte der\nStadtpolizei Z. wegen Amtsmissbrauchs ersuchte die Bezirksanwaltschaft Z.\ndas Bundesamt für Polizeiwesen (BAP) am 1. September 1998 um Bekanntgabe\ndes Namens einer männlichen Person, in Bezug auf welche am 30. März 1998\nkurz nach 13.15 Uhr eine Abfrage beim automatisierten Fahndungssystem\n(RIPOL) erfolgt war. Zur Beweisführung sei unabdingbar, den Namen dieser\nPerson ausfindig zu machen, da sie als Zeuge gebraucht werde.\nDas BAP lehnte mit Verfügung vom 12. November 1998 das\nAkteneditionsbegehren ab und begründete dies damit, dass Protokolle\nbetreffend RIPOL-Anfragen gemäss Art. 10 Abs. 2 der Verordnung vom\n14. Juni 1993 zum Bundesgesetz über den Datenschutz (VDSG, SR 235.11)\nausschliesslich denjenigen Organen oder privaten Personen zugänglich\ngemacht werden dürfen, denen die Überwachung der Datenschutzvorschriften\nobliege, dass die Daten nur für diesen Zweck verwendet werden dürfen, und\ndass schliesslich die von der Gesuchstellerin geführte Strafuntersuchung\noffensichtlich keinen Zusammenhang mit der Überwachung von\nDatenschutzvorschriften im Bereich des automatisierten Fahndungsregisters\naufweise.\nAm 24. November 1998 forderte die Bezirksanwaltschaft Z. mit einer\naufgrund von § 103 der Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919 des Kantons\nZürich (StPO/ZH, Zürcher Gesetzessammlung [ZH-LEX] 321) erlassenen\nAkteneditionsverfügung das BAP auf, ihr bekannt zu geben, welche Person am\n30. März 1998, circa 13.15 Uhr beim RIPOL abgefragt worden sei.\nMit Schreiben vom 7. Dezember 1998 an die Bezirksanwaltschaft Z. hielt\ndas BAP fest, dass die Verfügung vom 12. November 1998 sich unter\nVorbehalt eines gegenteiligen Entscheides der Rekursinstanz korrekt auf das\nBundesgesetz vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG, SR 235.1) stütze.\nSie erwachse in Rechtskraft, wenn kein Rekurs dagegen erhoben werde.\nB. Am 10. Dezember 1998 erhob die Bezirksanwaltschaft Z. bei der\nEidgenössischen Datenschutzkommission (EDSK) rechtzeitig Beschwerde\ngegen die Verfügung vom 12. November 1998. Sie macht geltend, dass sie\ngemäss § 88 ff. StPO/ZH befugt sei, Hausdurchsuchungen zur Beweissicherung\nanzuordnen. Aufgrund von § 103 StPO/ZH seien an der abzuklärenden Straftat\nnicht beteiligte Personen zur Herausgabe von Papieren oder anderen der\nBeschlagnahme nach § 96 StPO/ZH unterliegenden Gegenstände aufzufordern,\nbevor eine Hausdurchsuchung durchgeführt werde. Diese Befugnisse\ngingen der Datenschutzverordnung vor, da gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. a DSG\nBundesorgane Personendaten bekanntgeben dürfen, die für den Empfänger\nim Einzelfall zur Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgabe unentbehrlich\nseien. Diese Voraussetzung sei hier erfüllt, da nach einem unabhängigen\nZeugen gesucht werde. Die verlangte Auskunft sei auch verhältnismässig\nund verletze die Privatsphäre der gesuchten Person nicht. Im Weiteren sei zu\nbeachten, dass gemäss Art. 351bis des Schweizerischen Strafgesetzbuches\nvom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.0) der Bund zusammen mit dem\nKanton das RIPOL führe, d. h. es sich bei den RIPOL-Daten um Daten sowohl\nkantonaler als auch eidgenössischer Herkunft handle. Im vorliegenden Fall\nwerde um die Bekanntgabe von Daten, die von der kantonalen Behörde\nselber eingegeben worden seien, ersucht. Das RIPOL habe grundsätzlich\nden Zweck, die Behörden des Bundes und der Kantone bei der Erfüllung\n\n"}