{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-10-25", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-65-49--_2000-10-25.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005204.pdf?ID=150005204", "Checksum": "5e80293a14aa9b82c21ea61762c68bca"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.49 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 25.10.2000 JAAC 65.49 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 25.10.2000 JAAC 65.49 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 25.10.2000 JAAC 65.49 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:58", "Checksum": "58e13ea7e4851f0a1223d7fcf77814cc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 25.10.2000 JAAC 65.49 \r\n\n JAAC 65.49\n\nEntscheid des Präsidenten der Eidgenössischen\nDatenschutzkommission vom 25. Oktober 2000\n\nArt. 8 al. 5 LPD. Art. 2 OLPD. Principe de la gratuité des renseignements.\n- La demande d’une participation aux frais n’est pas admissible si le\ndemandeur remplit les conditions de l’assistance judiciaire gratuite\n(consid. 2).\n- Le droit à l’assistance judiciaire gratuite par un avocat ne vaut en\nprincipe pas dans la procédure administrative tendant à l’obtention de\nrenseignements (consid. 3).\n\nArt. 8 Abs. 5 DSG. Art. 2 VDSG. Grundsatz der Kostenlosigkeit der\nAuskunft.\n- Die Erhebung einer Kostenbeteiligung ist nicht zulässig, wenn der\nGesuchsteller die Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege\nerfüllt (E. 2).\n- Der Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung durch einen\nRechtsanwalt ist für das auf Auskunftserteilung abzielende\nVerwaltungsverfahren grundsätzlich zu verneinen (E. 3).\n\nArt. 8 cpv. 5 LPD. Art. 2 OLPD. Principio della gratuità delle\ninformazioni.\n- La domanda di una partecipazione alle spese non è ammissibile se\nil richiedente adempie le condizioni previste per il gratuito patrocinio\n(consid. 2).\n- In linea di principio, il diritto al gratuito patrocinio da parte di un\navvocato non può essere fatto valere nella procedura amministrativa\nvolta all’ottenimento di informazioni (consid. 3).\n\n1\nAm 13. Juli 2000 haben L. und D. durch ihren Anwalt Beschwerde bei\nder Eidgenössischen Datenschutzkommission (EDSK) eingereicht. Die\nBeschwerde bezieht sich auf eine Zwischenverfügung des Bundesamtes für\nFlüchtlinge (BFF) vom 28. Juni 2000 betreffend unentgeltliche Rechtspflege. Die\nBeschwerdeführer beantragen:\n«1. Die angefochtene Zwischenverfügung sei aufzuheben;\n2. Es sei festzustellen, dass die Voraussetzungen für die Gewährung der\nunentgeltlichen Rechtspflege erfüllt sind, und der Beschwerdegegner sei\nanzuweisen, die Beschwerdeführer von der Bezahlung einer Kostenbeteiligung zu\nbefreien;\n3. Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen zur neuen Beurteilung\nan die Vorinstanz zurückzuweisen;\n4. Den Beschwerdeführern sei für vorliegendes Beschwerdeverfahren die\nunentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, und ihnen sei ein unentgeltlicher\nRechtsbeistand in der Person des Unterzeichners zu bestellen;\nunter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Bundeskasse.»\nDie Beschwerdeführer hatten mit Eingabe vom 17. April 2000 dem\nBeschwerdegegner die kostenlose Zustellung der sie betreffenden Akten\ngestützt auf Art. 8 des Bundesgesetzes über den Datenschutz vom 19. Juni 1992\n(DSG, SR 235.1) beantragt. Nachdem das BFF durch Zwischenverfügung eine\nKostenbeteiligung von Fr. 100.- verfügt hatte, stellten sie am 26. Mai 2000 das\nGesuch um unentgeltliche Rechtspflege, indem ihnen die in Aussicht gestellte\nKostenbeteiligung wegen ihrer Bedürftigkeit erlassen werde. Das BFF wies\nam 28. Juni 2000 durch die vorliegend angefochtene Zwischenverfügung das\nGesuch ab.\nAus den Erwägungen:\n1.a. Gemäss Art. 45 Abs. 2 Bst. h des Bundesgesetzes über das\nVerwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) gilt die\nVerweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 VwVG) als selbständig\nanfechtbare Zwischenverfügung.\nb. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Beschwerde rechtzeitig\nerfolgt ist. Da sie im Übrigen den Formerfordernissen von Art. 52 Abs. 1 VwVG\ngenügt, ist darauf einzutreten.\nc. In der Hauptsache geht es um eine gestützt auf Art. 8 Abs. 5 DSG in\nVerbindung mit Art. 2 der Verordnung zum DSG vom 14. Juni 1993 (VDSG,\nSR 235.11) vom Beschwerdegegner für die Auskunftserteilung erhobene\nKostenbeteiligung von Fr. 100.-. Die sachliche Zuständigkeit zur Beurteilung\nder Hauptsache liegt beim Präsidenten der EDSK als Einzelrichter (Art. 10\nBst. d der Verordnung vom 3. Februar 1993 über Organisation und Verfahren\neidgenössischer Rekurs- und Schiedskommissionen [VRSK], SR 173.31; Urteil\ndes Präsidenten der EDSK vom 15. März 1999, VPB 64.72 E. 1, S. 798 f.).\n2.a. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege besteht, soweit\ner sich nicht direkt aus dem anwendbaren Verfahrensrecht ergibt,\nunmittelbar aufgrund der Bundesverfassung (nunmehr Art. 29 Abs. 3 der\n\n"}