{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1999-03-12", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-64-73--_1999-03-12.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004844.pdf?ID=150004844", "Checksum": "c3b821bdf57ea08f23881c017aa1a147"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.73 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 12.03.1999 JAAC 64.73 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 12.03.1999 JAAC 64.73 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 12.03.1999 JAAC 64.73 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:07", "Checksum": "0e0d7c92ecd10edbc7949b8022aafbc5", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 12.03.1999 JAAC 64.73 \r\n\n 8\nPersonen zu berücksichtigen, welche unter Umständen berechtigte Interessen\nhaben, die Nummer der anrufenden Person vor einem Abnehmen des\nHörers zu kennen. Die Dienstleistung CLIP ist in diesem Sinne nichts anderes\nals die Wiederherstellung eines in vielen Bereichen der Kommunikation\ngängigen und akzeptierten Zustandes. In Sonderfällen kann es im Interesse\nder angerufenen Person gerechtfertigt sein, die Unterdrückung der\nRufnummeranzeige aufzuheben. Umgekehrt können bestimmte Teilnehmer\n(wie z. B. telefonische Beratungsdienste) ein berechtigtes Interesse haben, die\nAnonymität ihrer Anrufer zu gewährleisten. Solche besonderen Interessen\nsind etwa in E. 19 der Richtlinien 97/66/EG oder in der Beschwerde der\nBeschwerdeführerin 1 dargetan worden. Fragen kann man sich im Übrigen,\nob die Einschränkung des Fernmeldegeheimnisses durch die Weitergabe der\nNummer des Anrufenden an den Empfänger nicht einer klaren gesetzlichen\nGrundlage bedarf. Aus persönlichkeitsschutzrechtlicher bzw. grundrechtlicher\nSicht müssten anrufende Person und angerufene Person jedenfalls die\ngleichen Wahlmöglichkeiten für die Nutzung der Dienste CLIP und CLIR haben.\nDas ist mit dem von der PTT installierten System aber nicht möglich.\n3. Die Verhandlungen haben ergeben, dass die Telecom PTT bzw. die\nSwisscom AG in der Frage der Rufnummerunterdrückung eine ungleiche\nPraxis hat. Nicht alle Rufnummern werden automatisch angezeigt.\nZudem müssen heute auch nicht mehr alle Personen einen Eintrag im\nTelefonverzeichnis akzeptieren. Schliesslich hat die Telecom PTT 1997\nauch eine offenbar ungleiche Praxis bezüglich der Gebühr befolgt; die\nBeschwerdeführer X. und F. legen jedenfalls Beweise für einen teilweisen\nVerzicht auf die Gebührenerhebung vor.\n4. Die Unterdrückung der Rufnummeranzeige aus\nPersönlichkeitsschutzgründen ist datenschutzrechtlich als Anwendungsfall\ndes Sperrrechtes nach Art. 20 DSG zu behandeln. Es kann auch dem\nWiderspruchsrecht nach Art. 12 Abs. 2 Bst. b DSG zugeordnet werden. Die\nAusübung von Sperr- und Widerspruchsrecht ist aber nach DSG kostenlos,\ndenn die betroffenen Personen sollen nicht durch Kosten und Gebühren in der\nWahrnehmung dieser datenschutzrechtlichen Abwehrrechte eingeschränkt\nwerden. Daraus folgt, dass, nach der für die Beschwerdeführung geltenden\nRechtslage, wo eine gesetzliche Grundlage für die Kostenerhebung in\nAbweichung vom DSG fehlte, die Beschwerden gutgeheissen werden. Diese\nSchlussfolgerung ist insofern von zeitlich beschränkter Tragweite, als die\nFDV nunmehr ausdrücklich die Kostenfrage regelt. Über die Frage, ob Art. 51\nAbs. 1 FDV gesetz- und verfassungsmässig ist, muss wie gesagt im vorliegenden\nVerfahren nicht geurteilt werden.\n[6] Gemäss einer am 1. Mai 2000 in Kraft getretenen Verordnungsänderung ist\ndiese Dienstleistung gratis (AS 2000 1051).\n[7] En vertu d’une modification de l’ordonnance entrée en vigueur le 1er mai\n2000, ce service est gratuit (RO 2000 1051).\n[8] In virtù di una modifica dell’ordinanza entrata in vigore il 1° maggio 2000,\ntale servizio è gratuito (RU 2000 1051).\n\n9\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 64.73 - Urteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission vom 12. März 1999\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2000\nAnnée\nAnno\n\nBand 64\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 004 844\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}