{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1998-04-30", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-64-68--_1998-04-30.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004826.pdf?ID=150004826", "Checksum": "d1e065a65f0d34568a0b7b18c3208b2f"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 64.68 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 30.04.1998 JAAC 64.68 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 30.04.1998 JAAC 64.68 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 30.04.1998 JAAC 64.68 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:26:52", "Checksum": "6f2233df140653b30e1031d34a78f299", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 30.04.1998 JAAC 64.68 \r\n\n 2\nzurückgewiesen habe, werde gegen das Urteil des Obergerichts vom selben\nTag bei der EDSK Beschwerde geführt, da damit materiell auch über die von\nden Zürcher Behörden abgespaltene zweite Frage entschieden werden könne.\nAus den Erwägungen:\n1. (...)\n2.a. Eine Verletzung des Bundesdatenschutzrechts kann auf verschiedenen\nWegen verfolgt werden.\naa. Es kann eine Verletzung der Strafbestimmungen von Art. 34 und 35\nDSG vorliegen. Eine Verletzung von Art. 34 Abs. 1 DSG wird auf Antrag,\neine solche von Art. 34 Abs. 2 DSG officialiter (Gunter Arzt, Kommentar zum\nSchweizerischen Datenschutzgesetz, Basel / Frankfurt am Main 1995, N. 35\nzu Art. 34) durch die zuständige kantonale Strafverfolgungsbehörde verfolgt.\nEine Verletzung von Art. 35 DSG wird auf Antrag ebenfalls durch die kantonale\nBehörde untersucht. Die Vorschriften des Verwaltungsstrafrechts finden\nkeine Anwendung (Arzt, a.a.O., N. 54). Der Rechtsmittelweg richtet sich nach\nkantonalem und eidgenössischem Strafprozessrecht.\nDie prozessrechtliche Behandlung einer allfälligen Verletzung weiterer,\ndem Datenschutz dienender Strafvorschriften des eidgenössischen Rechts,\nwie besonderen, strafrechtlich bewehrten Geheimhaltungspflichten, ist im\nvorliegenden Fall nicht zu beurteilen.\nbb. Eine Verletzung des Bundesdatenschutzrechts durch eine private\nbearbeitende Person, welche durch ihre Bearbeitung die Persönlichkeit einer\nbetroffenen Person widerrechtlich verletzt, muss auf dem Zivilrechtswege\nverfolgt werden. Art. 15 DSG verweist auf die entsprechenden Rechtsmittel.\ncc. Als Drittes kann die Anwendung des DSG zu verwaltungsrechtlichen\nStreitigkeiten führen. Im vorliegenden Fall hat die Versicherungsgesellschaft A.\nals Unfallversicherer als Bundesorgan Daten bearbeitet (vgl. Art. 2 Abs. 1\nBst. b, die Definition in Art. 3 Bst. h sowie die Art. 16 ff. DSG). Denkbar\nwäre gewesen, dass die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin\nVersicherungsgesellschaft A. eine nach Art. 19 DSG unbefugte Weitergabe\nvon Personendaten vorgeworfen hätte, worauf sie hätte versuchen können,\neinen Rechtsschutz nach Art. 25 Abs. 1 DSG zu erreichen. Eine entsprechende\nStreitigkeit hätte gemäss Art. 25 Abs. 5 DSG vor die EDSK gebracht werden\nkönnen.\ndd. Eine Verletzung kann schliesslich auch durch kantonale\nöffentliche Organe erfolgen, wenn sie nach Art. 37 DSG ersatzweise\nBundesdatenschutzrecht als kantonales Datenschutzrecht anwenden\noder wenn sie sonst datenschutzrechtliche Vorschriften des\nBundesverwaltungsrechts vollziehen.\nb. Die vorliegende Beschwerde betrifft keinen letztinstanzlichen kantonalen\nEntscheid, der nach Art. 33 Abs. 1 Bst. d DSG an die EDSK weitergezogen\nwerden kann, weil kein Streitgegenstand nach Art. 37 bzw. Art. 25 Abs. 1-3 DSG\noder sonst nach Bundesverwaltungsrecht vorliegt. Zudem ist der Entscheid der\nIII. Strafkammer des Obergerichts im Rahmen eines hängigen Strafverfahrens\nergangen; die speziellen Bestimmungen des anwendbaren Strafprozessrechts\n\n3\ngehen dem Datenschutzrecht vor (Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG). Hieran ändert auch\nnichts, wenn materieller Gegenstand des Strafverfahrens eine behauptete\nStraftat im Sinne von Art. 34 oder 35 DSG ist.\nAus allen diesen Gründen kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.\n\n4\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 64.68 - Entscheid des Präsidenten der Eidgenössischen Datenschutzkommission vom\n30. April 1998\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2000\nAnnée\nAnno\n\nBand 64\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 004 826\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}