{"Signatur": "CH_VB_014", "Spider": "CH_VB", "Datum": "1995-05-26", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_014_JAAC-62-38--_1995-05-26.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003896.pdf?ID=150003896", "Checksum": "a348e2540f2cf0f9e1ead294019fabd0"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 62.38 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 26.05.1995 JAAC 62.38 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006 26.05.1995 JAAC 62.38 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati 26.05.1995 JAAC 62.38 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de la protection des données et de la transparence, jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione federale della protezione dei dati"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:29:48", "Checksum": "b02cb0c1aa4819f5062b049d154ff2d2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 26.05.1995 JAAC 62.38 \r\n\n JAAC 62.38\n\nUrteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission\nvom 26. Mai 1995\n\nArt. 2 al. 1 let. b, art. 3 let. e, art. 8 LPD. Droit d’accès à un dossier\npersonnel.\nLes dossiers du personnel du TFA sont soumis à la LPD. Celle-ci ne fixe\naucun délai pour l’exercice du droit d’accès (consid. 2).\nLe procès-verbal des délibérations d’une autorité collégiale fait partie,\ndans la mesure où il traite du licenciement d’un collaborateur, du\ndossier personnel de ce dernier et est sujet au droit d’accès (consid. 3b).\n\nArt. 2 Abs. 1 Bst. b, Art. 3 Bst. e, Art. 8 DSG. Auskunftsrecht über\nPersonalakten.\nPersonalakten des EVG fallen unter das DSG. Dieses enthält keine\nBefristung für die Geltendmachung des Auskunftsrechts (E. 2).\nDas Beratungsprotokoll einer Kollegialbehörde gehört, soweit es die\nEntlassung eines Mitarbeiters betrifft, zu dessen Personalakten und\nunterliegt dem Auskunftsrecht (E. 3b).\n\nArt. 2 cpv. 1 lett. b, art. 3 lett. e, art. 8 LPD. Diritto d’accesso a un incarto\npersonale.\n- Gli incarti del personale del TFA sottostanno alla LPD. Questa non\nfissa alcun termine per far valere il diritto d’accesso (consid. 2).\n- Il verbale delle deliberazioni di un’autorità collegiale fa parte, nella\nmisura in cui tratti del licenziamento di un collaboratore, dell’incarto\npersonale di quest’ultimo e sottostà al diritto d’accesso (consid. 3b).\n\n1\nZusammenfassung des Sachverhalts:\n\nA. Der Beschwerdeführer war in den siebziger Jahren als juristischer Sekretär\nbeim eidgenössischen Versicherungsgericht (EVG) in Luzern angestellt.\nAm (...) entschied das Versicherungsgericht in einer Plenarsitzung, den\nBeschwerdeführer aufgrund von Art. 55 Abs. 2 des Beamtengesetzes vom\n30. Juni 1927 (BtG, SR 172.221.10) fristlos zu entlassen.\nMit der Absicht, seinen Fall wieder aufzurollen, verlangte der\nBeschwerdeführer am 11. Dezember 1993 vom EVG eine Fotokopie des\nBeratungsprotokolls der Entlassungssitzung. Am 24. Februar 1994 schrieb der\nPräsident des EVG dem Beschwerdeführer, dass die Verwaltungskommission\ndes Gerichts entschieden habe, das Beratungsprotokoll nicht zur Einsicht\nfreizugeben. Der Präsident führte aus, dass der damalige Entlassungsbeschluss\ndem Beschwerdeführer eingehend schriftlich begründet worden sei. Auch\nder Zeitablauf von 20 Jahren rechtfertige es nicht, das Beratungsprotokoll der\nbetroffenen Partei zur Einsicht zu geben.\nAm 1. Juli 1994 stellte der Beschwerdeführer erneut ein schriftliches\nEinsichtsgesuch an die Verwaltungskommission des EVG. Er berief sich\ndarin auf die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über\nden Datenschutz (DSG, SR 235.1) und verlangte die vollständige Einsicht in\nsein Dossier, speziell in alle Dokumente, die in Zusammenhang mit seiner\nEntlassung stehen. Er verwies auf die Frist von 30 Tagen gemäss Art. 1 Abs. 4\nder Verordnung vom 14. Juni 1993 zum Bundesgesetz über den Datenschutz\n(VDSG, SR 235.11).\nAm 30. August 1994 teilte das EVG dem Beschwerdeführer schriftlich mit, die\nVerwaltungskommission habe entschieden, dass er sein Personaldossier vom\n5.-7. September 1994 auf der Kanzlei des Kantonsgerichts seines Wohnorts\neinsehen könne. Gleichzeitig wies das EVG darauf hin, dass sich das Protokoll\nder Plenarsitzung betreffend die Entlassung nicht im Personaldossier befände.\nMit Brief vom 31. August 1994 verlangte der Beschwerdeführer Einsicht\nin das vollständige Dossier inklusive Beratungsprotokoll, zumal dieses ihn\npersönlich betreffe, Dritte das Dokument eingesehen hätten und er bei der\nEntlassungssitzung nicht einmal mündlich angehört worden sei. Das EVG blieb\nbei seinem Entscheid.\nB. Mit Beschwerde vom 9. September 1994 an die Eidgenössische\nDatenschutzkommission (EDSK) verlangt der Beschwerdeführer, es sei ihm\nVolleinsicht in sein Dossier und insbesondere auch in das Beratungsprotokoll\nzu gewähren. Gleichzeitig beantragt er, es sei ihm die Möglichkeit\neinzuräumen, allfällige Berichtigungen zu den Akten zu geben. Er habe sein\nPersonaldossier am 7. September 1994 am Kantonsgericht einsehen können.\nObwohl die Dokumente von 1 bis 123 numeriert gewesen seien, hätten\nwesentliche Bestandteile des Dossiers gefehlt. So sei das Beratungsprotokoll\n\n"}