{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-06-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-68-150--_2004-06-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006356.pdf?ID=150006356", "Checksum": "139f5754c8db23d9ec21aaec0cb9a6cd"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.150 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:48", "Checksum": "f298c652e86d5e69e20b84398c71dda8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 16.06.2004 JAAC 68.150 \r\n\n 8\nWeisungen, Straftaten zum Nachteil des Arbeitgebers, besonders schwere\nStraftaten ausserhalb des Arbeitsplatzes, Konkurrenzierung des Arbeitgebers,\nEntgegennahme von Schmiergeldern, eigenmächtiger Ferienbezug, Verrat von\nGeschäftsgeheimnissen, Schlechtmachen des Arbeitgebers gegenüber Dritten\nund sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz (Staehelin/Vischer, a.a.O., Rz. 15, 20\nund 22 zu Art. 337; AJP 2001 S. 1236, Bemerkungen von Hans-Peter Egli zu BGE\n127 III 153; vgl. auch Bejahung der Zulässigkeit der fristlosen Kündigung in\nden Entscheiden der PRK vom 21. Oktober 1999, a.a.O., E. 4c; vom 27. August\n2003, a.a.O., E. 3). Als weniger schwere Verfehlungen wurden erachtet\ndas verspätete Erscheinen oder frühzeitige Verlassen des Arbeitsplatzes\nsowie das unentschuldigte Fernbleiben für kurze Zeit (BGE 127 III 158 E. 1c;\nStaehelin/Vischer, a.a.O., Rz. 15, 19 zu Art. 337) sowie das Abliefern einer\nunrichtigen Spesenabrechnung durch den Arbeitnehmer (BGE 116 II 151\nE. 6b).\ne. Das Verhältnismässigkeitsprinzip verlangt, dass eine\nVerwaltungsmassnahme das richtige Mittel zur Verwirklichung des im\nöffentlichen Interesse liegenden Zieles ist. Zudem darf der Eingriff nicht\nschärfer sein, als der Zweck der Massnahme es verlangt; lässt sich das\nim öffentlichen Interesse liegende Ziel mit einem schonenderen Mittel\nerreichen, so ist dieses zu wählen (BGE 123 II 33 E. 9; Pierre Moor, Droit\nadministratif, Bd. I, Bern 1994, S. 351 ff.). Auch bei der (ordentlichen oder\nfristlosen) Auflösung des Dienstverhältnisses muss der Grundsatz der\nVerhältnismässigkeit beachtet werden, die Verwaltung muss jene Massnahme\nwählen, welche angemessen ist bzw. jene, die genügt (Entscheid der PRK\nvom 21. Oktober 1999, a.a.O., E. 4b; Schroff/Gerber, a.a.O., Rz. 107). Im\nPrivatrecht untersteht die fristlose Kündigung ebenso dem Grundsatz der\nVerhältnismässigkeit, diese wird als ausserordentliche Massnahme angesehen,\nwelche restriktiv gehandhabt werden muss. Damit ist sie ausgeschlossen,\nwenn dem Kündigenden mildere Massnahmen zur Verfügung stehen, um\ndie eingetretene Störung des Arbeitsverhältnisses in zumutbarer Weise zu\nbeheben, z. B. durch ordentliche Kündigung, Versetzung an einen anderen\nArbeitsplatz usw. (BGE 130 III 31 E. 4.1; Staehelin/Vischer, a.a.O., Rz. 3 f. zu\nArt. 337).\n5. Gemäss den Ausführungen des Departements D. im Beschwerdeentscheid\nvom 1. Dezember 2003 habe Auslöser der fristlosen Kündigung die vom\nBeschwerdeführer gemachte Falschaussage anlässlich der Personalsitzung\nvom 6. März 2003 gebildet. Jedoch sei das Arbeitsverhältnis ab dem Sommer\n2002 durch eine Mehrzahl von Verfehlungen des Beschwerdeführers\nzunehmend belastet gewesen und das Vertrauensverhältnis sei mehr und\nmehr gestört gewesen. Die «Notlüge» habe das Fass dann zum Überlaufen\ngebracht.\na. Als Erstes ist zu prüfen, welche der verschiedenen Vorwürfe zur\nBegründung der fristlosen Kündigung überhaupt herangezogen werden\ndurften.\naa. Vorab ist dem D. (vgl. Entscheid vom 10. Dezember 2003) beizupflichten,\ndass der Meinungsumschwung betreffend Weiterbeschäftigung im Bundesamt\ndem Beschwerdeführer offensichtlich nicht als Pflichtverletzung angelastet\nwerden kann. Ebenfalls ausser Betracht fällt der Vorwurf der angeblich vom\nBeschwerdeführer nicht erstellten Rapporte, welche (…) hätten abgeliefert\n\n"}