{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-06-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-68-150--_2004-06-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006356.pdf?ID=150006356", "Checksum": "139f5754c8db23d9ec21aaec0cb9a6cd"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.150 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:48", "Checksum": "f298c652e86d5e69e20b84398c71dda8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 16.06.2004 JAAC 68.150 \r\n\n 6\nausserordentliche, fristlose Kündigung aus wichtigem Grund nach\nArt. 12 Abs. 7 BPG. Als Grund für die fristlose Kündigung durch eine\nVertragspartei gilt nach der genannten Bestimmung jeder Umstand, bei\ndessen Vorhandensein der kündigenden Partei nach Treu und Glauben\ndie Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zugemutet werden\ndarf. Entsprechende Formulierungen fanden sich in Art. 55 Abs. 2 des\nBeamtengesetzes vom 30. Juni 1927 (BtG, BS 1 489) und Art. 77 Abs. 2 (2. Teil)\nder Angestelltenordnung vom 10. November 1959 (AngO, AS 1959 1181), so\ndass die betreffende Rechtsprechung sinngemäss herangezogen werden kann.\nDie Weiterführung des Angestelltenverhältnisses ist unzumutbar, wenn\ndadurch die öffentlichen Interessen, namentlich das Vertrauen der Verwaltung\nin ihre Bediensteten, sowie das gute Funktionieren des Dienstes in Frage\ngestellt würden (Entscheide der PRK vom 21. Oktober 1999, veröffentlicht\nin VPB 64.36 E. 4a; vom 27. August 2003, veröffentlicht in VPB 68.7 E. 2a, je\nmit Hinweisen). Ein wichtiger Grund im Sinne von Art. 12 Abs. 7 BPG muss\nschwerer wiegen als ein Grund für eine ordentliche Kündigung gemäss Art. 12\nAbs. 6 BPG. Eine Mehrzahl von Gründen im Sinne von Art. 12 Abs. 6 BPG\nkönnen allerdings zu einem wichtigen Grund werden, wenn sie in ihrer\nGesamtheit die Fortführung des Anstellungsverhältnisses untragbar machen\n(Entscheid der PRK vom 27. August 2003, a.a.O., E. 2a mit Hinweis; Hermann\nSchroff/David Gerber, Die Beendigung von Dienstverhältnissen in Bund und\nKantonen, St. Gallen 1985, Rz. 109).\nDie Generalklausel betreffend der wichtigen Gründe lässt der Verwaltung\neinen beträchtlichen Ermessensspielraum. Die Behörde muss ihren\nErmessensentscheid jedoch unter Berücksichtigung aller besonderen\nUmstände treffen. Was in einem Fall als unzumutbarer Umstand gilt, kann in\neinem anderen Fall nach objektiven Kriterien gemessen noch als durchaus\nzumutbar gelten. Jeder Einzelfall muss in Verbindung mit der Stellung und\nVerantwortlichkeit des Einzelnen und allen anderen Gegebenheiten geprüft\nwerden (Entscheid der PRK vom 27. August 2003, a.a.O., E. 2a mit Hinweisen;\nElmar Mario Jud, Besonderheiten öffentlichrechtlicher Dienstverhältnisse\nnach schweizerischem Recht, insbesondere bei deren Beendigung aus nicht\ndisziplinarischen Gründen, Diss., St. Gallen 1975, S. 197; ebenso für das\nPrivatrecht BGE 127 III 154 f. E. 1a).\nb. Für die Beurteilung der Frage, ob eine ausgesprochene fristlose Kündigung\ngerechtfertigt war oder nicht, kann auf die zu Art. 337 des Bundesgesetzes\nvom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizerischen\nZivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht [OR], SR 220) entwickelte\nPraxis Rückgriff genommen werden (Entscheid der PRK vom 27. August\n2003, a.a.O., E. 2b; Botschaft des Bundesrats zum BPG vom 14. Dezember\n1998, BBl 1999 1615). Die Formulierung von Art. 337 OR ist identisch mit\nderjenigen in Art. 12 Abs. 7 BPG. Wie im öffentlichen Dienstrecht wird für\ndie fristlose Entlassung im Sinne von Art. 337 Abs. 2 OR verlangt, dass das\nVertrauensverhältnis zwischen den Parteien endgültig zerstört ist (statt\nvieler: Adrian Staehelin/Frank Vischer, Kommentar zum Schweizerischen\nZivilgesetzbuch, Teilband V 2c, Zürich 1996, Rz. 3 zu Art. 337, mit Hinweisen).\nc.aa. In der privatrechtlichen Rechtsprechung und Lehre wird unterschieden\nzwischen sehr schweren Pflichtverletzungen und weniger schweren\nFehlverhalten. Schwer wiegende Pflichtverletzungen können eine sofortige\n\n"}