{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-06-16", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-68-150--_2004-06-16.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006356.pdf?ID=150006356", "Checksum": "139f5754c8db23d9ec21aaec0cb9a6cd"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.150 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 16.06.2004 JAAC 68.150 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:48", "Checksum": "f298c652e86d5e69e20b84398c71dda8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 16.06.2004 JAAC 68.150 \r\n\n 4\nDelegation der Zuständigkeiten bestehe nicht. Die fragliche Verfügung sei mit\neinem Mangel behaftet, welcher aber nicht zur Nichtigkeit, sondern nur zur\nAnfechtbarkeit der Verfügung geführt habe. (…)\nE. Gegen diesen Beschwerdeentscheid lässt X. (im Folgenden:\nBeschwerdeführer) mit Eingabe vom 12. Januar 2004 bei der Eidgenössischen\nPersonalrekurskommission (PRK) Beschwerde führen mit den Begehren,\nes sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und festzustellen, dass das\nArbeitsverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und dem Bundesamt\nB. nach wie vor andauere. Bezüglich des formellen Mangels der Verfügung\nvom 11. März 2003 wird vorgebracht, dass die Gründe für die Annahme der\nNichtigkeit überwiegen. (…)\nAus den Erwägungen:\n1.-2. (…)\n3.a. Die Fehlerhaftigkeit einer Verfügung führt in der Regel nur zu deren\nAnfechtbarkeit und nicht zur Nichtigkeit. Die Nichtigkeit tritt ausnahmsweise\nund nur dann ein, wenn ein schwer wiegender Rechtsfehler vorliegt, der\nFehler offenkundig oder zumindest leicht erkennbar ist und die Annahme der\nNichtigkeit nicht zu einer ernsthaften Gefährdung der Rechtssicherheit führt\n(BGE 122 I 99 E. 3a/aa, BGE 118 Ia 340 E. 2a, BGE 116 Ia 219 E. 2c; VPB 68.25,\nE. 2.1; Ulrich Häfelin/Georg Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl.,\nZürich 2002, Rz. 955 ff.). Offenkundig ist der schwere Fehler der Verfügung,\nwenn er schon dem juristisch nicht geschulten Durchschnittsbürger\nauffällt. Ungeachtet der von der Praxis und Lehre herausgearbeiteten\nFallgruppen ist die Grenze zwischen Anfechtbarkeit und Nichtigkeit im\nEinzelfall aufgrund einer Interessenabwägung zwischen dem Interesse an\nder Rechtssicherheit und dem Interesse an der richtigen Rechtsanwendung\nzu ziehen (Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 956; René Rhinow/Beat Krähenmann,\nSchweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel 1990,\nNr. 40 IV; Urteil des Zürcher Verwaltungsgerichtes in Schweizerisches\nZentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 2001, S. 586, mit weiteren\nHinweisen).\nDie funktionelle und sachliche Unzuständigkeit stellt im Allgemeinen einen\nNichtigkeitsgrund dar, es sei denn, der verfügenden Behörde komme auf dem\nbetreffenden Gebiet allgemeine Entscheidungsgewalt zu oder der Schluss auf\nNichtigkeit vertrüge sich nicht mit der Rechtssicherheit (BGE 127 II 47 E. 3g;\nHäfelin/Müller, a.a.O., Rz. 961). Betreffend den Fall der Verfügung durch eine\nnicht zuständige untergeordnete Verwaltungsbehörde sind Praxis und Lehre\nnicht einheitlich (für Nichtigkeit z. B. BGE 117 Ia 175 E. 5 [«Entscheid» eines\nGerichtsschreibers]; für blosse Anfechtbarkeit BGE 100 Ia 435 E. 3; Pierre Moor,\nDroit administratif, Bd. II, Bern 2002, S. 314 f.; ähnlich auch Benoît Bovay,\nProcédure administrative, Bern 2000, S. 281; Blaise Knapp, Grundlagen des\nVerwaltungsrechts, Bd. I, Basel/Frankfurt a. M. 1992, Nr. 1220 Abs. 1; diese\nAutoren gehen von der blossen Anfechtbarkeit der Verfügung aus, wenn diese\nauf dem Rechtsmittelweg oder im Rahmen der Aufsicht von der zuständigen\nBehörde überprüft wird).\nb. Vorliegend hätte die Verfügung vom 11. März 2003 richtigerweise durch den\nzuständigen Amtsdirektor des Bundesamtes B. erlassen werden müssen; eine\nrechtsgültige Delegation der Zuständigkeit wurde zudem nicht vorgenommen\n\n"}