{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2004-03-23", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-68-121--_2004-03-23.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006260.pdf?ID=150006260", "Checksum": "f7983652a1501abe358f0d996dfd06c8"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 68.121 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 23.03.2004 JAAC 68.121 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 23.03.2004 JAAC 68.121 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 23.03.2004 JAAC 68.121 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:21:42", "Checksum": "4b6bdee17feead0c72a3c0767b280d89", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 23.03.2004 JAAC 68.121 \r\n\n 5\nBrunner/Jean-Michel Bühler/Jean-Bernard Waeber, Kommentar zum\nArbeitsvertragsrecht, Basel 1997, N. 4 zu Art. 334 OR; vgl. auch Adrian\nStaehelin/Frank Vischer, Zürcher Kommentar 1996, N. 17 zu Art. 334 OR).\nGemäss einer weiteren Lehrmeinung spielt der Kündigungsschutz, der -\nwie der Name sagt - Schutz gegen Kündigungen bieten soll, nicht, wenn\ndas Arbeitsverhältnis aus anderen Gründen endet. Ausser Betracht fällt\neine Anwendung der Kündigungsschutzvorschriften insbesondere, wenn\nes zu einer einvernehmlichen Auflösung durch einen Aufhebungsvertrag\ngekommen ist, dessen Abschluss die eine Partei nachträglich bereut (Andrea\nTarnutzer-Münch, Kündigungsschutz, in: Thomas Geiser/Peter Münch [Hrsg.],\nStellenwechsel und Entlassung, Basel und Frankfurt am Main 1997, Rz. 2.6).\nc. Für den vorliegenden Fall ergibt sich somit grundsätzlich, dass gemäss der\nzwischen den Parteien am 18. Oktober bzw. 6. November 2002 geschlossenen\nVereinbarung das Arbeitsverhältnis und die Lohnzahlungspflicht des\nDepartementes Z. am 31. Juli 2003 enden, auch wenn der Beschwerdeführer\nzum damaligen Zeitpunkt krank war. Die Abs. 1 und 2 von Art. 56 BPV regeln\nnur den krankheits- bzw. unfallbedingten Lohnanspruch bei unbefristeten\nArbeitsverhältnissen und gelangen hier nicht zur Anwendung.\nd. Zu prüfen bleibt, ob Ziff. 9 der erwähnten Vereinbarung an dieser\nAusgangslage etwas zu ändern vermag. Aufgrund der Möglichkeit, die\nBeendigung des Arbeitsverhältnisses einvernehmlich, z. B. in einem Vergleich,\nzu regeln, ist es im Anwendungsbereich des BPG nicht ausgeschlossen, eine\nmit Bezug auf Art. 10 Abs. 2 Bst. c BPG abweichende Lösung vertraglich\nzu vereinbaren. Auch Art. 334 Abs. 1 OR ist dispositives Recht und somit\neiner abweichenden Regelung durch die Parteien mittels Abrede zugänglich.\nDie Parteien können z. B. vereinbaren, dass sich entgegen der Vermutung\nder automatischen Beendigung des Arbeitsverhältnisses an das befristete\nArbeitsverhältnis ein neues Vertragsverhältnis anschliesst (Staehelin/Vischer,\na.a.O., N. 30 zu Art. 334 OR). Einer Vereinbarung zugänglich wäre an sich\nauch eine Abrede dahin, dass sich der Arbeitgeber für den Fall der Krankheit\ndes Arbeitnehmers am Ende des befristeten Arbeitsverhältnisses bereit\nerklärt, den Lohn über die gesetzliche Pflicht hinaus bis zur Genesung\ndes Arbeitnehmers bzw. während einer gewissen Zeit weiterzubezahlen.\nEine solche Verpflichtung kann vorliegend indes nicht aus Ziff. 9 der\nVereinbarung vom 18. Oktober bzw. 6. November 2002 abgeleitet werden.\nDarin erklären sich die Parteien - mit Ausnahme möglicher Ansprüche\ndes Beschwerdeführers wegen Krankheit, Unfall, usw. - per Saldo aller\nAnsprüche auseinandergesetzt. Diese Erklärung kann - objektiv betrachtet\nund aufgrund des Vertrauensprinzips - nur dahin ausgelegt werden, dass\nallfällige Ansprüche wegen Krankheit des Beschwerdeführers vorbehalten\nbleiben, sofern sich solche aufgrund der anwendbaren personalrechtlichen\nBestimmungen ergeben sollten. Nachdem dies aber - wie gezeigt - nicht\nder Fall ist, vermag Ziff. 9 der Vereinbarung dem Beschwerdeführer keine\nweitergehenden Ansprüche einzuräumen.\n4. Die Beschwerde ist demnach als unbegründet abzuweisen. Mit dem\nvorliegenden Entscheid in der Sache wird die Frage nach der aufschiebenden\nWirkung der Beschwerde gegenstandslos. Unabhängig vom Ausgang des\nVerfahrens ist das Beschwerdeverfahren vor der PRK, ausgenommen\nbei Mutwilligkeit, unentgeltlich (Art. 34 Abs. 2 BPG). Ansprüche auf\nParteientschädigungen sind nicht gegeben (Art. 64 VwVG).\n\n6\nInformations générales sur la Commission fédérale de recours en matière de\npersonnel fédéral\n\n7\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 68.121 - Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission vom 23. März\n2004 [PRK 2004-001]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2004\nAnnée\nAnno\n\nBand 68\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 006 260\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}