{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-09-05", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-67-7--_2002-09-05.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006122.pdf?ID=150006122", "Checksum": "dc2757e7b8d1d76caab0fd9180ca5a62"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.7 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 05.09.2002 JAAC 67.7 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 05.09.2002 JAAC 67.7 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 05.09.2002 JAAC 67.7 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:19", "Checksum": "4dae14df18a45ee8155da7e88819cf64", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 05.09.2002 JAAC 67.7 \r\n\n 6\nabweicht, wenn triftige Gründe vorliegen (vgl. Arioli, a.a.O., S. 278; René\nA. Rhinow/Beat Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung,\nBasel/Frankfurt am Main 1990, Nr. 146, B II. b).\nb. Die Fachkommission erachtet den Beruf der Sozialberaterin respektive\ndes Sozialberaters als typisch weiblich, jenen der Personalfachleute weder\nals typisch weiblich noch als typisch männlich. Diese Einschätzung teilt\ndie Eidgenössische Personalrekurskommission. Bei der Personal- und\nSozialberatung der Bundesverwaltung sind 80% der Mitarbeitenden Frauen.\nGesamtschweizerische Zahlen liegen zwar nicht vor, doch dürfte der Anteil\nFrauen erheblich über demjenigen der Männer liegen. Ausserdem ist zu\nberücksichtigen, dass ein traditionell männlicher respektive weiblicher\nBeruf auch nach einer effektiven Durchmischung mit dem anderen\nGeschlecht noch einige Zeit geschlechtsspezifisch identifiziert bleibt (vgl.\nFreivogel, a.a.O., Rz. 119 zu Art. 3). Was den Beruf des Personalfachmanns\nrespektive der Personalfachfrau anbetrifft, so hält die Eidgenössische\nPersonalrekurskommission mit der Fachkommission diesen jedenfalls\nnicht für typisch weiblich, so dass die Frage einer geschlechtsspezifischen\nDiskriminierung entfiele. Somit stellt sich die Frage, ob die unterschiedliche\nEinreihung der Sozialberaterinnen und Sozialberater einerseits und der\nPersonalfachleute andererseits sachbezogen in deren Arbeit begründet ist.\nc. Die Fachkommission stellt zunächst fest, dass ein typisierter\nAufgabenbeschrieb für Personalfachleute in der Bundesverwaltung fehlt. Von\neiner einheitlichen Ausbildung könne zudem nicht ausgegangen werden. Die\nEinreihung der Stelle richte sich deshalb nach den konkreten Gegebenheiten\nentsprechend den Umschreibungen in den Beförderungsvorschriften. Ein\nVergleich sei daher bestenfalls in einzelnen konkreten Fällen möglich. Weiter\nhält die Fachkommission fest, dass nur Personalchefinnen und -chefs die\nBesoldungsklassen 24 und 26 (und ausnahmsweise noch höher) erreichen\nkönnten, d. h. Personalfachleute mit Führungsfunktion und umfassender\nEntscheidkompetenz. Personalfachleute mit teilweiser Führungsfunktion\nund Mitverantwortung für die Personalprozesse auf Stufe Amt seien in den\nLohnklassen 20/21 eingestuft. Die Beschwerdeführerin wirke demgegenüber\nvor allem beratend und vermittelnd und habe weder direkte Führungs- und\nSteuerungsverantwortung noch selbstständige Entscheidkompetenz. Der\nVergleich der vom Departement und EPA eingereichten Stellenbeschriebe\nmit jenem der Beschwerdeführerin bestätige diese Einschätzung. Aufgrund\ndieser Überlegungen kommt die Fachkommission zum Schluss, dass die von\nder Verwaltung dargelegten Differenzierungskriterien objektiv und nicht\ngeschlechtsspezifisch seien. Die Eidgenössische Personalrekurskommission\nsieht keinen Grund, von dieser Beurteilung abzuweichen. Unterschiede in\nder Führungsfunktion bzw. mit Bezug auf die Verantwortung sind sachlich\nhaltbare Kriterien für eine ungleiche Lohneinstufung (BGE 124 II 532 E. 4c;\nBernische Verwaltungsrechtsprechung [BVR] 2001, S. 62 E. 5e in fine). Gleiches\ngilt für Unterschiede in den Entscheidkompetenzen. Die Ablehnung des\nAntrages der Beschwerdeführerin auf Beförderung in die Besoldungsklasse 22\n\n7\nerweist sich daher als mit dem Diskriminierungsverbot von Art. 3 GlG\nvereinbar. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten\nwerden kann.\n6. Verfahren, die sich auf das Gleichstellungsgesetz stützen, sind - ausser bei\nmutwilliger Prozessführung - kostenlos (Art. 13 Abs. 5 GlG). Anspruch auf eine\nParteientschädigung ist nicht gegeben (Art. 64 VwVG).\n\nInformations générales sur la Commission fédérale de recours en matière de\npersonnel fédéral\n\n8\nSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften\nArchives fédérales suisses, Publications officielles numérisées\nArchivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali\n\nJAAC 67.7 - Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission vom 5. September\n2002 i.S. X. [PRK 2001-009]\n\nIn Verwaltungspraxis der Bundesbehörden\nDans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération\nIn Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione\n\nJahr 2003\nAnnée\nAnno\n\nBand 67\nVolume\nVolume\n\nSeite ---\nPage\nPagina\n\nRef. No 150 006 122\n\nDas Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.\nLe document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.\nIl documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.\n"}