{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-03-13", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-67-69--_2003-03-13.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006086.pdf?ID=150006086", "Checksum": "e0816ab964e4a2bfb5a89a439e4d0ee5"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.69 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 13.03.2003 JAAC 67.69 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 13.03.2003 JAAC 67.69 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 13.03.2003 JAAC 67.69 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:42", "Checksum": "de1c7c4e5b3b015276fa485ec671dfb7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 13.03.2003 JAAC 67.69 \r\n\n 3\nÜbergangsrecht über den vorliegenden Anspruch, sondern die Auslegung von\nArt. 73 BPV bzw. Art. 52 der Verordnung des EFD vom 6. Dezember 2001 zur\nBundespersonalverordnung (VBPV, SR 172.220.111.31).\n3.a. Die entscheidende Frage ist, wann der Anspruch auf eine Treueprämie\nentsteht. Nach Meinung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD)\nund des EPA ist der letzte Tag des Jubiläumsjahrs entscheidend. Das EPA\nhat diese Auffassung auch in der Verlautbarung von Peter Helbling vom\n16. November 2001 festgehalten. Ebenfalls ist dies die im Memorandum\n«Dienstaltersgeschenk (DAG) / Treueprämie» der Human Resources Konferenz\nwiedergegebene Meinung. Der Beschwerdeführer geht hingegen davon\naus, der Anspruch entstehe nicht bei Vollendung der entsprechenden\nAnstellungsjahre, sondern erst nach deren Vollendung.\nb. Vorweggenommen werden kann, dass die PRK im vorliegenden Fall\nnicht entscheiden muss, ob die Verordnungsbestimmungen zwischen\nEntstehung des Anspruches und dessen Fälligkeit unterscheiden, wie\ndies das EFD ausführt; nach seiner Auffassung soll Art. 73 BPV regeln, bei\nwelchem Dienstaltersjubiläum eine Treueprämie ausgerichtet wird, und\nArt. 52 VBPV, wann die Treueprämie fällig wird. Kommt die PRK nämlich\nzum Schluss, dass der Anspruch innerhalb der betreffenden Dienstjahre\nentsteht, das heisst im vorliegenden Fall am letzten Tag der 10-Jahres-Periode,\nsteht dem Beschwerdeführer kein Anspruch zu, weil am 31. Dezember\n2001 das BPG noch nicht in Kraft war und es nach dem damals geltenden\nBeamtengesetz vom 30. Juni 1927 (BtG, BS 1 489) nach 10 Jahren kein\nDienstaltersgeschenk gab. Umgekehrt: Ergibt die Auslegung der zur Diskussion\nstehenden Bestimmungen, dass der Anspruch auf eine Treueprämie am Tag\nnach Beendigung der entsprechenden Anstellungsjahre entsteht, ist dem\nBeschwerdeführer die Treueprämie auszurichten, unabhängig davon, ob sie\nnun am 1. oder am 2. Januar 2002 fällig wird.\n4.a. Ziel der Gesetzesauslegung ist es, den Sinngehalt einer Norm zu\nergründen. Auszugehen ist dabei vom Wortlaut der auszulegenden\nBestimmung, doch kann dieser nicht allein massgebend sein, namentlich\nwenn der Text unklar ist oder verschiedene Bedeutungen zulässt. Vielmehr\nmuss nach der wahren Tragweite des Wortlautes gesucht werden unter\nBerücksichtigung der weiteren Auslegungselemente, wie namentlich\nEntstehungsgeschichte und Zweck der Norm. Wichtig ist auch die Bedeutung,\nwelche der Norm im Kontext mit anderen Bestimmungen zukommt.\nDas Bundesgericht hat sich bei der Auslegung von Erlassen stets von\neinem Methodenpluralismus leiten lassen und nur dann allein auf das\ngrammatikalische Element abgestellt, wenn sich daraus zweifellos eine\nsachlich richtige Lösung ergab (BGE 128 I 40 f. E. 3b, BGE 127 III 322 E. 2b,\nBGE 125 II 179 E. 3 mit Hinweisen; Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 217; André Moser,\nin Moser/Uebersax, Prozessieren vor eidgenössischen Rekurskommissionen,\nBasel und Frankfurt a.M. 1998, Rz. 2.70).\nb. Was den Wortlaut der Bestimmungen anbelangt, verwendet Art. 73 BPV zur\nBezeichnung des Zeitpunktes, in welchem der Anspruch entsteht, verschiedene\nBegriffe.\nSechsmal wird das Wort «nach» benützt (z. B. «nach 5 Anstellungsjahren»).\nDer französische Text verwendet hier «après» («après 5 années de\ntravail») und der italienische spricht von «dopo 5 anni d’impiego». «Nach»\n\n"}