{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-07-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-67-68--_2002-07-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006083.pdf?ID=150006083", "Checksum": "234973b4c31309a872e87d86731f8176"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.68 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 24.07.2002 JAAC 67.68 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 24.07.2002 JAAC 67.68 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 24.07.2002 JAAC 67.68 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:21", "Checksum": "ecc91dc7408cd6e4aa49c42c26e3e5b3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 24.07.2002 JAAC 67.68 \r\n\n 5\nBGE 125 II 179 E. 3 mit Hinweisen; Ulrich Häfelin/Georg Müller, Grundriss des\nAllgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Aufl., Zürich 1998, Rz. 173 ff.; André Moser,\nin: Moser/Uebersax, Prozessieren vor eidgenössischen Rekurskommissionen,\nBasel und Frankfurt am Main 1998, Rz. 2.70). Nicht zu übersehen ist im\nvorliegenden Zusammenhang, dass auch die normativen Bestimmungen\neines GAV ihre Grundlage in einem Vertrag haben und dass deshalb dem\nParteiwillen bzw. der Entstehungsgeschichte eine starke Beachtung zukommt\n(vgl. Vischer, a.a.O., N. 110 zu Art. 356 OR). Doch sind bei der Auslegung\neiner normativen Bestimmung Parteiwille bzw. Entstehungsgeschichte\nnicht allein massgebend, sondern bilden lediglich eines der verschiedenen\nAuslegungselemente.\na. Der Beschwerdeführer ist von den stimmberechtigten Einwohnern\nzum Mitglied der Schulvorsteherschaft der Primarschulgemeinde F.\ngewählt worden. Die Schulvorsteherschaft ist das ausführende Organ\nder Schulgemeinde; sie wählt u. a. die Lehrer und beschliesst in eigener\nKompetenz über alle Geschäfte, die nicht nach Gesetz, Verordnung oder\nReglement in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Organs fallen (vgl.\nArt. 12 und 14 des Organisationsreglements der Primarschulgemeinde F. vom\n19. März 1997).\nb. Ziff. 29 GAV SBB hat folgenden Wortlaut:\n«1 Die Bekleidung eines öffentlichen Amtes ist bewilligungspflichtig.\n2\nEin Amt gilt dann als öffentlich, wenn es sich um eine Mitgliedschaft\nin der Exekutive, Legislative oder Justiz handelt. Die Mitgliedschaft in\neiner Vormundschaftsbehörde (einschliesslich Vormunds-, Beistands- und\nBeiratsperson) oder in einer vom Staat anerkannten kirchlichen Behörde ist\ndem öffentlichen Amt gleichgestellt.\n3\nDie Bewilligung wird erteilt, wenn […].\n4\nEine Bewilligung ist nicht erforderlich, wenn […].\n5\nÖffentliche Ämter, die einer Erwerbstätigkeit nahe kommen, und Tätigkeiten\nin ausserparlamentarischen Kommissionen, gelten als Nebenbeschäftigung im\nSinne von Ziff. 30.»\nWie im angefochtenen Beschwerdeentscheid (Ziff. 2.5) zutreffend festgestellt\nwird, lässt der massgebende Wortlaut von Ziff. 29 GAV SBB nicht klar\nerkennen, ob die Mitgliedschaft in der Schulvorsteherschaft F. unter diese\nUmschreibung fällt oder nicht und mithin als urlaubsberechtigtes öffentliches\nAmt gilt oder nicht. Die grammatikalische Auslegung des GAV führt also nicht\nzum Ziel.\nc. Gemäss den Ausführungen der SBB in ihrer Vernehmlassung vom 4. Juni\n2002 bestehen über die mit den Vertragspartnern zum GAV SBB geführten\nVerhandlungen keine detaillierten schriftlichen Aufzeichnungen. Zu\neinzelnen Ziffern des GAV SBB seien ergänzende Erklärungen festgehalten\nworden. Diese so genannten Protokolleinträge sollen den Vertragsparteien\nzum besseren Verständnis bei der Umsetzung des GAV dienen. Zu der in\nFrage stehenden Ziff. 29 GAV SBB gebe es keinen Protokolleintrag. Der\nBeschwerdeführer weist seinerseits darauf hin, dass bei der Ausarbeitung\ndes GAV SBB der grundsätzliche Anspruch auf Urlaub für ein öffentliches\nAmt nicht bestritten gewesen sei. Einig seien sich die Sozialpartner bei\n\n"}