{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2002-07-24", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-67-68--_2002-07-24.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006083.pdf?ID=150006083", "Checksum": "234973b4c31309a872e87d86731f8176"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.68 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 24.07.2002 JAAC 67.68 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 24.07.2002 JAAC 67.68 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 24.07.2002 JAAC 67.68 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:23:21", "Checksum": "ecc91dc7408cd6e4aa49c42c26e3e5b3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 24.07.2002 JAAC 67.68 \r\n\n 3\nvollständig aufgehobenen Beamtenordnung 2 vom 15. März 1993 [AS 1993\n1098]). Der GAV SBB steht seit dem 1. Januar 2001 in Kraft (vgl. Ziff. 165 Abs. 1\nGAV SBB).\nc. Gegen personalrechtliche Beschwerdeentscheide des Zentralbereichs\nPersonal der SBB steht grundsätzlich der Beschwerdeweg an die PRK\noffen (Art. 36 Abs. 1 BPG; Ziff. 150 Abs. 1, 2 und 6 GAV SBB). Da der\nAusnahmetatbestand gemäss Art. 36 Abs. 3 BPG vorliegend nicht gegeben\nist (vgl. auch Ziff. 150 Abs. 3 bis 5 GAV SBB), ist auf die frist- und formgerecht\neingereichte Beschwerde einzutreten. Das Verfahren richtet sich nach dem\nBundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG,\nSR 172.021; vgl. Art. 71a Abs. 2 VwVG und Ziff. 149 GAV SBB).\nd. (…)\n2.a. Der GAV im öffentlichen Dienst wird in der Lehre als öffentlich-rechtlicher\nVertrag qualifiziert und nicht als ein privatrechtlicher Gesamtarbeitsvertrag\nnach Art. 356 des Bundesgesetzes vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung\ndes Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht,\nOR, SR 220; vgl. auch ausdrücklich Ziff. 1 Abs. 1 GAV SBB). Dennoch\nhaben Gesetzgebung, Lehre und Rechtsprechung zum privatrechtlichen\nGesamtarbeitsvertrag in vielerlei Hinsicht Einfluss auch auf den GAV im\nöffentlichen Dienst (Jürg Brühwiler, Gesamtarbeitsvertrag im öffentlichen\nDienst, in: Arbeitsrecht und Arbeitslosenversicherung [ARV] 2001, S. 172 mit\nHinweisen; Kurt Meier, Der Gesamtarbeitsvertrag im öffentlichen Dienst, in:\nHelbling/Poledna [Hrsg.], Personalrecht des öffentlichen Dienstes, Bern 1999,\nS. 241 f.). Denn auch beim öffentlich-rechtlichen GAV schaffen Arbeitgeberund Arbeitnehmerverbände auf vertraglicher Basis zwingendes Recht für die\nbetroffenen Arbeitsverhältnisse. Die Regeln und Bestimmungen für einen\nöffentlich-rechtlichen GAV können sich demnach in Analogie zum Privatrecht\nentwickeln. In diesem Sinne verweist Art. 6 Abs. 2 BPG auch für den GAV\nsinngemäss auf das OR, soweit das BPG und andere Bundesgesetze nichts\nAbweichendes bestimmen (vgl. Meier, a.a.O., S. 246; vgl. auch Ziff. 1 Abs. 3 GAV\nSBB).\nAuch bei Gewährung einer grossen gesamtarbeitsvertraglichen\nGestaltungsfreiheit im öffentlichen Dienstrecht ist immer das im öffentlichen\nRecht geltende Gebot der rechtsgleichen Behandlung zu berücksichtigen.\nInsofern sind dem Verhandlungsspielraum im öffentlichen Bereich klare\nGrenzen gesetzt (Meier, a.a.O., S. 250). Für den Staat als Arbeitgeber sind in\ndiesem Zusammenhang zwei Aspekte bedeutsam. Zum einen muss der GAV\ndie ihm unterstellten Arbeitnehmer grundsätzlich gleich behandeln. Zum\nanderen darf er keine sachlich unbegründeten Ungleichheiten im Vergleich\nzu den Arbeitnehmern schaffen, für welche dieser Vertrag nicht gilt (Matthias\nMichel, Beamtenstatus im Wandel, Zürich 1998, S. 248 mit Hinweisen). Das\nGleichbehandlungsgebot gilt nicht nur in Bezug auf das Geschlecht und die\nLöhne, sondern für alle Dimensionen des Arbeitsverhältnisses. Weder durch\nRechtssatz noch durch GAV darf Gleiches ungleich oder Ungleiches gleich\nbehandelt werden (Peter Helbling, Gesamtarbeitsverträge (GAV) für den\nStaatsdienst, in Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 1998, S. 901 f.).\nb. Gesamtarbeitsvertraglich vereinbartes Arbeitsrecht ist das Resultat\ngemeinsamer Aktivitäten des Staates und der Arbeitnehmerverbände.\nGleich wie die staatlichen Gesetze sind auch die gesamtarbeitsvertraglich\n\n"}