{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2003-05-27", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-67-110--_2003-05-27.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005795.pdf?ID=150005795", "Checksum": "f13ae43f9d9703df35c1d833195cf1ed"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 67.110 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 27.05.2003 JAAC 67.110 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 27.05.2003 JAAC 67.110 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 27.05.2003 JAAC 67.110 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:22:48", "Checksum": "6a67184870de9b24ed483243660048fa", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 27.05.2003 JAAC 67.110 \r\n\n 6\nan Ehegatten von Mitarbeitenden ausgerichtet werden, nicht jedoch an\ndie gleichgeschlechtlichen Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen der\nMitarbeitenden. In diesem Sinne wurde bereits im Falle der Auslandszulagen\ndes diplomatischen und konsularischen Personals entschieden (nicht\nveröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2001 i. S. P.\n[2A.521/2000] E. 5; Entscheid der PRK vom 9. Oktober 2000 i.S. P. [PRK\n1998-012] E. 9d). Ehegatten sind zur ehelichen Gemeinschaft verbunden\nund es bestehen zwischen ihnen gesetzliche Rechte und Pflichten (Art. 159\nAbs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 [ZGB],\nSR 210). Art. 163 Abs. 1 ZGB verpflichtet die Ehegatten, gemeinsam, ein\njeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt der Familie zu\nsorgen. Zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren bestehen im heutigen\nZeitpunkt keine derartigen gesetzlichen Bindungen und Verpflichtungen.\nAuf Grund dieser Unterschiede besteht deshalb eine hinreichende\nRechtfertigung, wenn eine öffentlich-rechtliche Besoldungsordnung\nZulagen oder andere Nebenleistungen, wie Fahrvergünstigungen, auf\ndie Ehegatten der Mitarbeitenden beschränkt. Das gilt ungeachtet der\nKritik, die an der geltenden zivilrechtlichen Ordnung mit Bezug auf die\nSituation der gleichgeschlechtlichen Paare geübt wird (vgl. Yvo Hangartner,\nVerfassungsrechtliche Grundlagen einer registrierten Partnerschaft für\ngleichgeschlechtliche Paare, in: Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2001\nS. 253; Karin A. Hochl, Gleichheit - Verschiedenheit, Die Rechtliche Regelung\ngleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der Schweiz im Verhältnis zur\nEhe, St. Gallen 2002, S. 30; Bernhard Pulver, Unverheiratete Paare, Aktuelle\nRechtslage und Reformvorschläge, Basel/Genf/München 2000, S. 27 f.). Es\nist zulässig, wenn eine öffentlich-rechtliche Besoldungsordnung an die\nbestehende zivilrechtliche Regelung anknüpft. Sie ist nicht gehalten, von\neiner anderen als der bestehenden Rechtslage auszugehen (im Ergebnis\ngleich, jedoch mit einer auf die richterliche Überprüfung bezogenen\nfunktionell-rechtlichen Begründung: Hangartner, a.a.O., S. 261). Verhält es sich\nso, dann verstösst auch eine Besoldungsordnung, welche Fahrvergünstigungen\nnicht vollständig auf Ehepaare beschränkt, sondern auch nicht verheirateten\nPaaren gewährt, sofern im gleichen Haushalt Kinder wohnen, nicht gegen\ndas verfassungsmässige Diskriminierungsverbot. Weil eine hinreichende\nRechtfertigung dafür besteht, die Fahrvergünstigungen lediglich an Ehegatten\nder Mitarbeitenden auszurichten, bewirkt die Regelung der SBB auch keine\nverfassungswidrige indirekte Diskriminierung der gleichgeschlechtlichen\nPaare.\nb. Die Beschwerdeführer wenden ein, dass auf der Ebene des Bundes\nund der Kantone Bestrebungen im Gange seien, Rechtsgrundlagen für\neine eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare zu schaffen.\nIn einzelnen Kantonen ständen solche Regelungen bereits in Kraft. Der\nBundesrat hat den eidgenössischen Räten am 29. November 2002 die Botschaft\nzum Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher\nPaare (Partnerschaftsgesetz) unterbreitet (im Folgenden: Botschaft; BBl\n2003 1288). Nach Art. 2 Abs. 2 des Entwurfs zum Partnerschaftsgesetz (BBl\n2003 1378) verbinden sich zwei Personen gleichen Geschlechts, die ihre\nPartnerschaft eintragen lassen, zu einer Lebensgemeinschaft mit gegenseitigen\nRechten und Pflichten. Nach Art. 13 Abs. 1 dieses Entwurfs sorgen die\nbeiden Partner oder Partnerinnen gemeinsam nach ihren Kräften für den\ngebührenden Unterhalt ihrer Gemeinschaft. Nach der Schaffung eines solchen\n\n"}