{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-05-10", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-65-96--_2001-05-10.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005360.pdf?ID=150005360", "Checksum": "d831a7f61966ade28d09283a25184018"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.96 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 10.05.2001 JAAC 65.96 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 10.05.2001 JAAC 65.96 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 10.05.2001 JAAC 65.96 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:45", "Checksum": "020bd36097291ffe0d36babfb2a78613", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 10.05.2001 JAAC 65.96 \r\n\n 5\nBeschwerde ist somit gemäss den Verfahrensbestimmungen des alten Rechts\n(Beamtengesetzes vom 30. Juni 1927 [BtG], SR 172.221.10 und BO 2, wie sie bis\nam 31. Dezember 2000 in Kraft waren) zu entscheiden.\nb.-d. (...)\n2.a. In materieller Hinsicht ist festzuhalten, dass das BPG gemäss seinem\nArt. 41 Abs. 3 keine Rückwirkung entfaltet (vgl. E. 1a zum Formellen). Auf die\nvorliegende Beschwerde sind somit auch in materieller Hinsicht das BtG und\ndie BO 2 anzuwenden.\nArt. 45 Abs. 5 Bst. a und b BtG ermächtigen den Bundesrat, Vorschriften\nüber den Anspruch auf Besoldung der Beamten bei Dienstaussetzung und\ndie Anrechnung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung zu\nerlassen. Der gestützt hierauf ergangene Art. 73 BO 2 bestimmt in Abs. 2, dass\nder Lohn des Beamten, dessen Dienstaussetzung länger als ein Jahr dauert,\num die Hälfte gekürzt wird; die Summe aus gekürztem Lohn, ungekürztem\nOrts- und Sonderzuschlag sowie ungekürzten Auslands-, Familien- und\nKinderzulagen darf jedoch nicht geringer sein als die Leistungen aus\nobligatorischer Unfallversicherung oder als die Leistungen, auf die der\nBeamte bei Invalidität nach den Art. 39-41 der Verordnung über die\nPensionskasse des Bundes vom 24. August 1994 (PKB-Statuten, SR 172.222.1;\nheute Art. 38-41 PKB-Statuten) bzw. der Statuten der Pensions- und Hilfskasse\nder Schweizerischen Bundesbahnen vom 18. August 1994 (PHK-Statuten, SR\n172.222.2; heute Art. 38-41 PHK-Statuten) Anspruch hätte. Die Kürzung hat zu\nunterbleiben, wenn der Beamte den Dienst infolge eines Berufsunfalls (Art. 7\nAbs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981\n[UVG], SR 832.20) oder einer einem solchen gleichzusetzenden Berufskrankheit\n(Art. 9 UVG) aussetzt (Art. 73 Abs. 3 Satz 1 BO 2). Sie kann zudem wegen\nanderer berücksichtigenswerter Gründe unterbleiben (Art. 73 Abs. 3 Satz 2 BO\n2).\nb. Der Beschwerdeführer hat seinen Dienst am 23. März 1999\nausgesetzt und am 1. November 2000 im Rahmen der Neuorientierung\nwieder aufgenommen. Er war seit dem 23. März 1999 krank geschrieben.\nDamit liegt die Voraussetzung zu einer Gehaltskürzung ab dem 23. März\n2000 grundsätzlich vor. Der Leiter Infrastruktur AM und der Leiter\nPersonal DIR verfügten am 29. Februar 2000 die Kürzung des Lohnes des\nBeschwerdeführers per 1. April 2000, die vom Zentralbereich Personal der\nSBB mit Schreiben vom 17. Januar 2001 rückwirkend auf den 1. November\n2000 wieder aufgehoben wurde. Strittig ist somit eine Lohnkürzung in\nHöhe von CHF (...) monatlich, was für die betreffenden sieben Monate einen\nGesamtbetrag von CHF (...) ergibt.\n3.a. Der Beschwerdeführer bringt vor, der Zentralbereich Personal der\nSBB verweise zu Unrecht auf seine Praxis, von der Lohnkürzung gemäss\nArt. 73 Abs. 2 BO 2 möglichst rigoros Gebrauch zu machen. Eine solche Praxis\nsei weder bekannt noch belegt und stehe im Widerspruch zur erwähnten\nBestimmung, da eine Behörde bei der Anwendung einer Kann-Formel\neinzelfallbezogen zu entscheiden habe.\nEntgegen der Auffassung des Beschwerdeführers handelt es sich bei Art. 73\nAbs. 2 BO 2 nicht um eine Kann-Bestimmung («Dauert die Dienstaussetzung\nlänger als ein Jahr, so wird der Lohn um die Hälfte gekürzt;...», Art. 73\n\n"}