{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2001-05-31", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-65-95--_2001-05-31.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005357.pdf?ID=150005357", "Checksum": "8a671954a430123c7a6b1664e1d91536"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.95 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 31.05.2001 JAAC 65.95 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 31.05.2001 JAAC 65.95 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 31.05.2001 JAAC 65.95 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:08", "Checksum": "75fec483cb4b0c59a98cea66f60eaf09", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 31.05.2001 JAAC 65.95 \r\n\n 3\nVerhaltens weniger streng zu handhaben, soweit dieses mit den Zielen des\nTendenzbetriebs grundlegend im Widerspruch steht (Janssen, a.a.O., S. 111 und\nS. 128 f.).\nc. Der demokratische Rechtsstaat ist aus arbeitsrechtlicher Sicht ein\nTendenzbetrieb (Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel, Zürich 1998,\nS. 96 f.). Entsprechend ist das öffentlichrechtliche Dienstverhältnis mit\nden sich daraus ergebenden ausserdienstlichen Verhaltenspflichten im\nvorliegenden Zusammenhang nach den für Tendenzbetriebe geltenden\nMassstäben zu beurteilen, wie im Folgenden zu zeigen sein wird.\nBeamte stehen während der Amtsdauer in einem besonderen Rechtsverhältnis.\nGemäss Art. 24 Abs. 1 des Beamtengesetzes vom 30. Juni 1927 (BtG, SR\n172.221.10) hat sich der Beamte durch sein Verhalten der Achtung und\ndes Vertrauens würdig zu erweisen, die seine amtliche Stellung erfordert.\nDer Beamte hat aufgrund des besonderen Rechts- und Treueverhältnisses\nalles zu unterlassen, was das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Integrität\nder Verwaltung und der Funktionäre beeinträchtigen könnte (vgl. zum\nGanzen Entscheide der Personalrekurskommission vom 24. Februar 1997\nbzw. 2. Juni 1999, veröffentlicht in VPB 61.80 E. 9b bzw. 64.37 E. 2b, mit\nweiteren Hinweisen; Max Imboden / René A. Rhinow, Schweizerische\nVerwaltungsrechtsprechung, 6. Aufl., Basel/ Frankfurt a.M. 1986, Nr. 148,\nS. 1082 ff.). Hingegen muss er sein ausserdienstliches Verhalten nicht\nprimär an den Interessen des Bundes ausrichten (Peter Hänni, Personalrecht\ndes Bundes, in: Heinrich Koller et alii (Hrsg.), Bundesverwaltungsrecht,\nRz. 118; Michel, a.a.O., S. 93). Indessen ist bei privaten Fehlverhalten zu\nprüfen, ob es sich negativ auf die Glaubwürdigkeit der Verwaltung auswirkt\n(Yvo Hangartner, Treuepflicht und Vertrauenswürdigkeit der Beamten, in:\nZentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 85/1984, S. 395). Hat\nder Beamte die Treuepflicht erheblich verletzt oder ist er sonst nicht mehr\nvertrauenswürdig, stellt dies einen triftigen Grund für die Nichtwiederwahl\ndar (Hangartner, a.a.O., S. 400 f.).\nDie Meinungsäusserungsfreiheit des Bediensteten ist insofern beschränkt,\nals der Inhalt der Äusserung nicht geeignet sein darf, das Vertrauen der\nÖffentlichkeit in die Verwaltung zu beeinträchtigen (Max Imboden / René A.\nRhinow / Beat Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung,\nErgänzungsband, Basel/ Frankfurt a.M. 1990, Nr. 148, S. 470 f.). Die\nMeinungsäusserung der Beamten ist auch bezüglich der Form eingeschränkt.\nSie haben sich eines ihrer Stellung entsprechenden ehrbaren Verhaltens zu\nerweisen und sich der Polemik, Unsachlichkeit und Diffamierung zu enthalten\n(Hänni, a.a.O., Rz. 124).\nd. Beim Vollzeugnis müssen Angaben zum Beendigungsgrund\nim engeren Sinne - also zur juristischen Art der Beendigung des\nArbeitsverhältnisses - gemacht werden, wenn er zur Würdigung des\nGesamtbildes des Arbeitnehmers beiträgt (Urteil des Arbeitsgerichts Zürich\nvom 7. Mai 1986, veröffentlicht in JAR 1988, S. 251 f.; Rehbinder, a.a.O.,\nArt. 330a N. 10; Streiff / von Kaenel, a.a.O., Art. 330a N. 3). Angaben zu den\nBeweggründen, die zur Kündigung führen, sind ebenfalls dann notwendiger\nBestandteil des Vollzeugnisses, wenn sie zur Würdigung des Gesamtbildes\ndes Arbeitnehmers beitragen. Das Motiv ist beispielsweise aufzunehmen,\nwenn der Arbeitnehmer nachgewiesenermassen eine Straftat gegen den\n\n"}