{"Signatur": "CH_VB_012", "Spider": "CH_VB", "Datum": "2000-10-06", "PDF": {"Datei": "CH_VB/CH_VB_012_JAAC-65-44--_2000-10-06.pdf", "URL": "https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150005189.pdf?ID=150005189", "Checksum": "f83605ea7bc47609082841a7daa47673"}, "Scrapedate": "2026-03-20", "Num": ["JAAC 65.44 \r"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 06.10.2000 JAAC 65.44 \r"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006 06.10.2000 JAAC 65.44 \r"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona 06.10.2000 JAAC 65.44 \r"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conféderation Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération (1987-2017)  Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral jusqu'à 2006"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione (1987-2017) Commissione di ricorso in materia di persona"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral, bis 2006"}], "ScrapyJob": "446973/70/126", "Zeit UTC": "20.03.2026 01:24:52", "Checksum": "d805364b61352f52295175a849cb15ed", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 06.10.2000 JAAC 65.44 \r\n\n JAAC 65.44\n\nEntscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission\nvom 6. Oktober 2000 i.S. E. [PRK 2000-021]\n\nPersonnel fédéral. Certificat de service.\n- Pour que l’autorité puisse entrer en matière sur un recours portant\nsur la rectification d’un certificat de service, l’employé doit formuler\nlui-même le texte désiré (consid. 1a/bb).\n- Le certificat de service ne doit contenir que les informations exigées\npar l’intérêt des tiers. Simultanément, aucun intérêt supérieur de\nl’employé ne doit s’opposer à leur mention (consid. 2a/dd).\n\nBundespersonal. Dienstzeugnis.\n- Damit auf eine Klage zur Berichtigung eines Dienstzeugnisses\neingetreten werden kann, muss der Arbeitnehmer den verlangten Text\nselbst formulieren (E. 1a/bb).\n- Das Festhalten von Informationen im Dienstzeugnis ist nur insoweit\nzulässig, als es die Interessen Dritter erfordern. Zugleich dürfen\nkeine höher einzustufenden Interessen des Arbeitnehmers an der\nNichterwähnung bestehen (E. 2a/dd).\n\nPersonale federale. Certificato di servizio.\n- Perché l’autorità possa entrare nel merito di un ricorso concernente\nla rettifica di un certificato di servizio, l’impiegato deve egli stesso\nformulare il testo desiderato (consid. 1a/bb).\n- Il certificato di servizio deve contenere solo le informazioni\nrichieste dall’interesse di terzi. Al contempo, non deve esservi un\ninteresse superiore dell’impiegato che si opponga alla menzione di tali\ninformazioni (consid. 2a/dd).\n\n1\n1.a.aa. (…)\nbb. Eine Beschwerde muss Begehren und (sachbezogene) Begründung\nenthalten. Damit auf eine Klage zur Berichtigung eines Dienstzeugnisses\neingetreten werden kann, genügt es nicht, im Klageantrag lediglich die\nAusstellung eines «richtigen» Zeugnisses zu verlangen; vielmehr hat\nder Arbeitnehmer den verlangten Text selbst zu formulieren (Urteil des\nArbeitsgerichts Bern, veröffentlicht in Jahrbuch des Schweizerischen\nArbeitsrechts [JAR] 1989 S. 190 f.; Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, Bern\n1985, Art. 330a OR N. 21; Susanne Janssen, Die Zeugnispflicht des Arbeitgebers,\nBern 1996, S. 161). Im vorliegenden Fall verlangt die Beschwerdeführerin in\nihrer Beschwerde vom 18. August 2000 «ein der Wahrheit entsprechendes,\nkorrektes Zeugnis ohne negative Verdrehungen». Einen ausformulierten Text\nfür ein in diesem Sinne geändertes Dienstzeugnis enthält die Beschwerde\nnicht. Immerhin lässt sich der Begründung der Beschwerde eindeutig\nentnehmen, dass die Beschwerdeführerin eine Streichung des Hinweises\nauf die Verlängerung der Probezeit wünscht. In Anbetracht der Tatsache,\ndass die Beschwerdeführerin nicht anwaltlich vertreten ist, vermag dies\nden Anforderungen an ein hinreichend deutliches und begründetes\nRechtsbegehren zu genügen. Hingegen legt die Beschwerdeführerin nicht\ndar, ob und inwiefern sie mit dem übrigen Inhalt des Zeugnisses nicht\neinverstanden ist. Die diesbezüglichen Ausführungen der Beschwerdeführerin\nbetreffen nämlich nicht den Inhalt des Dienstzeugnisses, sondern Vorwürfe an\ndie Person von Professor X respektive in Bezug auf die Arbeitsbedingungen.\nInwiefern die im Dienstzeugnis enthaltene Beurteilung von Leistung und\nVerhalten der Arbeitnehmerin beziehungsweise Erwähnung von Art und\nDauer des Dienstverhältnisses nicht zutrifft, wird nicht dargelegt. Sollte\nmit der Beschwerde eine über die Streichung der erwähnten Passage\nhinausgehende Änderung des Dienstzeugnisses beabsichtigt sein, kann darauf\nmangels Substantiierung nicht eingetreten werden. Auf die im Übrigen fristund formgerecht eingereichte Beschwerde kann somit im erwähnten Umfang\neingetreten werden.\nb. Das Verfahren richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember\n1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021; vgl. Art. 71a Abs. 2\nVwVG).\n2.a.aa. Gemäss Art. 69 Abs. 3 der Angestelltenordnung vom 10. November\n1959 (AngO, SR 172.221.104) kann der Angestellte verlangen, dass ihm die\nvorgesetzte Amtsstelle ein Zeugnis ausstellt, das sich ausschliesslich über\ndie Art und die Dauer des Dienstverhältnisses ausspricht. Auf besonderes\nVerlangen des Angestellten hat sich das Zeugnis auch über seine Leistungen\nund sein Verhalten auszusprechen (Art. 69 Abs. 4 AngO). Die betreffenden\nVorschriften des Beamtengesetzes vom 30. Juni 1927 (BtG, SR 172.221.10)\nlauten gleich (Art. 51 Abs. 1 und 2 BtG). Da sich Rechtsprechung und Doktrin\nkaum zu rechtlichen Fragen in Bezug auf Dienstzeugnisse von Angestellten\ndes Bundes äussern, rechtfertigt sich aufgrund der gleichartigen Problematik\nund nach ständiger Rechtsprechung der Personalrekurskommission (PRK) ein\nRückgriff auf Judikatur und Doktrin zu Art. 330a des Obligationenrechts vom\n30. März 1911 [OR], SR 220) sowie eine analoge Anwendung der dort erfolgten\nAuslegungen (Entscheid der PRK vom 24. Juli 1995, veröffentlicht in VPB 60.76\n\n"}